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Grüne Linksfaschisten im EU-Parlament

17. März 2014

Ist es immer noch unhöflich, sich selbst zu zitieren? Egal, ich mache es jetzt einfach. Letztens schrieb ich über die Grüninnen: »Sie sind wie Melonen. Außen grün, innen rot, braune Kerne«. Kaum schrieb ich es, lieferten sie auch schon den Beweis. Sie wollten Gerhard Schröder per EU-Parlamentsbeschluss den Mund verbieten lassen. Er solle zum Thema Ukraine und Krim öffentlich nichts mehr sagen, wie es in Punkt 25a einer Resolution zur Krim-Krise heißt.

Das Europaparlament bedauert die Äußerungen des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder über die Krise in der Ukraine, betont, dass er keine öffentlichen Aussagen zu Themen machen sollte, die Russland betreffen, da er sich aufgrund seiner Beziehungen zu dem Unternehmen Gazprom, das eines der bedeutendsten außenpolitischen Instrumente Russlands darstellt, in einem eindeutigen Interessenkonflikt befindet.

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Antrag im Europaparlament: EU-Abgeordnete wollen Schröder Sprechverbot zur Krim erteilen

Nicht dass ich ein Fan von Gerhard Schröder wäre. Dafür sind mir seine Bundeskanzler-Amtszeiten und sein unwürdiger Abgang, um fürderhin als Gasmann Putins zu arbeiten, noch zu gut im Gedächtnis. Doch hat dieser Punkt in erwähnter Resolution eine besondere Qualität. Eingebracht wurde der Passus von den Grüninnen Rebecca Harms und Daniel Cohn-Bendit. Letztere Grünin auch gut bekannt als Pädophilen-Ikone. Hintergrund: Ex-Kanzler Gerhard Schröder hatte zwar politisch korrekt eine mögliche Annexion der Krim an die Russische Föderation als völkerrechtswidrig bezeichnet. Doch gab er zu, dass der Überfall in seiner Amtszeit auf das sich auflösende Jugoslawien ebenfalls völkerrechtswidrig war. Im Jugoslawien-Konflikt habe die BRD zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt, ohne dass es einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates gegeben hätte, so Schröder.
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Sieg waaas?

04. März 2014

Bei lauter Edathy, Krim, Ukraine, Klimaquatsch und was sonst noch durch das mediale Dorf getrieben wird, freut man sich geradezu über eine Ablenkung ganz anderer Natur. Frage: Wer ist die berühmteste Person Deutschlands? Nein, nicht Johann Sebastian Bach. Hätte ich zwar gerne, aber nein. Adolf Hitler ist es. Offiziell am 30. April 1945 verstorben gibt es in den »Deutschen Qualitätsmedien™« keinen Menschen, dem seither mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde. Doch auch seine fröhlichen Spießgesellen – wir kennen die Namen – kommen in Presse, Funk und Fernsehen nicht zu kurz. Mahatma Gandhi würde tobsüchtig, müsste er das noch mit ansehen. Denn der rangiert eher auf den hinteren Plätzen. Oder wann haben Sie in den letzten Monaten etwas über Gandhi im Fernsehen gesehen?

Ganz beliebt in den Medien sind auch Sprüche aus alten Zeiten. Wir erinnern uns an das lustige »Arbeit macht frei« vor wenigen Jahren aus einem Radiosender hier in München. Und an die Diskussion ob »Jedem das Seine« als Werbebotschaft eines schwedischen Möbelhauses politisch korrekt sei. Gleiches gilt für »Jedem den Seinen« eines bekannten Kaffeerösters. In England ist unter Studenten offenbar ein Trinkspiel in Mode gekommen, das sie dem klassischen »Ring of Fire« entlehnten. Dabei werden Spielkarten nicht im Kreis, wie im Original, sondern in Form der Swastika (vulgo: Hakenkreuz) auf dem Tisch ausgebreitet. Wenn jemand eine 7 zieht springen alle auf, rufen »Blitzkrieg« und trinken einen Schnaps auf ex. Zieht hingegen ein Mitspieler den Joker, muss er aufstehen, den Deutschen Gruß zeigen, laut »Mein Führer« brüllen und wiederum einen Schnaps trinken. Wäre interessant zu wissen, wie viele Joker in den englischen Karten stecken. Nur um abschätzen zu können, wann sich diese »Elite« ihre letzten Gehirnwindungen weggesoffen hat.
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»You know – fuck the EU!«

15. Februar 2014

Mann, war das mal wieder ein Aufreger. »You know – fuck the EU!«, soll die US-Diplomatin Victoria Nuland in einem Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew gesagt haben. Welcher ihr mit einem »Exactly!« beipflichtete. Es ging in dem Gespräch unter anderem um das Herumeiern der EU in der gegenwärtigen ukrainischen Krise. Und wer hat’s abgehört? Nein, nicht die Schweizer. Auch nicht die NSA. Genau genommen weiß es keiner so genau. Aber schön zu sehen wenn die Amerigauner mal erfahren wie das ist.

Die veröffentlichte Meinung in den »Deutschen Qualitätsmedien™« war gespalten. Die einen zürnten über eine derart unverblümte Aussprache. Andere gaben Politikerstimmen wieder, die zwischen »inakzeptabel« und »unakzeptabel« changierten. Wieder andere Medien übten sich in einer etwas diplomatischeren Übersetzung der Aussage. Da las man von »… vergiss die EU«, »… pfeif auf die EU« oder ähnlich schwachen Versuchen. Dabei ist »… fuck the [whatever]« geläufig und genau das wonach es sich anhört; nämlich Gossensprache. Was vielleicht einige Rückschlüsse auf den generellen Hintergrund von US-Diplomaten zuließe. Aber gut, man soll ja nicht fahrlässig verallgemeinern.

Was ist an diesem »… fuck the EU« eigentlich so schlimm? Immerhin hat Frau Nuland nur dienstlich mit einem Botschafter telefoniert, und nicht – wie seinerzeit Ronald Reagan bei einer Mikrofonprobe – die atomare Vernichtung Russlands angekündigt (»… we begin bombing in five minutes …«). Dabei ist der Inhalt des Telefonats mit dem US-Botschafter in Kiew viel eher ein Grund sich aufzuregen. Es sollte mittlerweile jedem bekannt sein, wer hinter all den seltsamen Revolutionen in der jüngeren Vergangenheit steckt. Egal ob Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien oder Ukraine. Immer wieder tauchen die Abkürzungen CIA und NGO auf. Sprich: US-Geheimdienste und Nichtregierungsorganisationen (Non Governmental Organizations). Mindestens im Falle Syriens und der Ukraine auch mit Beteiligung von Deutschen Organisationen. Und das ist der eigentliche Skandal.
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Von Ramsauer, Seehofer und dem bösen ADAC

26. Januar 2014

Wie lange bin ich jetzt schon ADAC-Mitglied? Das war so etwa 1988 oder 89, da hatte ich es in einem Anfall von maximaler Zerstreutheit völlig vertranspiriert zu tanken. Was eine Glanzleistung im Ignorieren des Faktischen darstellte. Denn mein damals nagelneuer Omega – Friede seinem Recycling – besaß neben dem obligatorischen Warnlämpchen einen der ersten Bord-Computer. Letzterer konnte mir sogar sehr genau vorrechnen, wie lange es dauert bis ich mangels Kraftstoff liegenbleibe. Der Ermahnungen im Vorfeld gab es also genügend, allein die Autobahntankstelle Holzkirchen war noch etliche Kilometer entfernt. So weit reichte das Benzin nicht mehr. Wenigstens schaffte ich es in die Nähe der nächsten Notrufsäule.

Notrufsäule deshalb, weil die Morgenröte der für einen einfachen Arbeitnehmer erschwinglichen Mobiltelefone noch vier oder fünf Jährchen auf sich warten ließ. Weitaus zeitiger war der Mann vom ADAC zur Stelle, der meinem Automobil Pistensaft aus einem Reservekanister kredenzte. Erleichtert und dankbar für die schnelle und außerdem kostenlose Hilfe fragte ich nach der Mitgliedschaft im Club. Tja, so sah mein Einstieg beim ADAC aus. Habe mittlerweile meine beiden Autos dort versichert und bezahle mit deren Kreditkarten. Einen Gelben Engel brauchte ich seit dem unvergessenen Auftakt kein einziges Mal mehr (dreimal auf Holz geklopft).

Natürlich weiß ich nicht, wie die übrigen 19 Millionen Mitglieder zum ADAC gekommen sind. Ebensowenig, wie der Großteil von ihnen über die aktuellen Ereignisse in und um den Club denkt. Nachdenklich macht es allemal. Nein, nicht der Lapsus mit den geschönten Teilnehmerzahlen bei der Wahl des Lieblingsautos der Deutschen. Dem ADAC war es offenbar peinlich, wenn sich von 19 Millionen Mitgliedern gerade mal eine Handvoll bequemten an einer Abstimmung teilzunehmen. Da wurden die Zahlen halt ein wenig extrapoliert, ohne das Abstimmungsergebnis an sich zu ändern. Klar hat das ein leises G’schmäckle. Doch nimmt man bei diversen Themen in Tagesnachrichten und anderen Veröffentlichungen weit üblere Gerüche wahr.
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Gell? Do schaugt’s!

23. September 2013
Fipsi
Quelle: Stupidedia – HarryCane
CC-BY-3.0 Ursprung: FDP NDS

Gestern, auf dem Oktoberfest, warf mein Nachbar die Frage auf: »Wofür is’n de FDP überhaupts no guat?«. In Bierlaune, die ersten offiziellen Hochrechnungen noch etwa zwei Stunden entfernt, versuchte ich mich in einer halbwegs intelligenten Antwort. So genau erinnere ich mich nicht mehr daran, aber ich glaube es war eine Plattheit über Fipsi (Philipp Rösler) und seinen Kanzlerwahlverein. Mein Kater hielt sich trotz Bierzeltbesuch in sehr engen Grenzen, beinahe nicht spürbar. Lag wohl daran, dass ich rechtzeitig auf Radler umgeschwenkt bin. Der Kater bei der FDP wird indes deutlich länger anhalten und tierisch sein. Die Partei war von 1949 bis 1956, von 1961 bis 1966, von 1969 bis 1998 und von 2009 bis 2013 als kleines Anhängsel entweder an einer SPD- oder CDU/CSU-Bundesregierung beteiligt. Damit ist sie die bisher am längsten gediente Regierungspartei auf Bundesebene. Doch ab heuer werden die FDPler zum ersten Mal in ihrer Geschichte für voraussichtlich vier Jahre von außen zugucken müssen.

Keine Dienstwagen, keine Bundestagsdiäten und keine teuren Hotelzimmer auf Steuerzahlerkosten mehr. Ein wahrlich bitteres Los. Doch jetzt mal ganz ohne Bier: »Wofür is’n de FDP überhaupts no guat?«. Einfache Antwort: »Ja für nix!«. Welchen Eindruck hinterließ die Partei in der Legislaturperiode 2009 – 13? Den gleichen den ein Blumenkohl hinterlässt, wenn er versehentlich zu lange im Schnellkochtopf war. Die FDP ist angepasst bis zur Unkenntlichkeit an die Erfordernisse der Blockparteien unserer BRDDR. Alles was sie in den letzten vier Jahren aus eigenem Antrieb zustande gebracht hat ist – neben markiger Sprüche – ein Gesetz zur steuerlichen Entlastung von Hoteliers und von reichen Erben. Achja; und der etwas peinliche Ruf, den uns Bundesaußenminister Westerwelle in verschiedenen Ländern wegen der Zurschaustellung seiner sexuellen Neigungen eingebracht hat. Ergo ist die FDP nicht wirklich ein Verlust. Noch viel weniger würde ich den Verlust der Grünen im Bundestag bedauern. Aber man kann ja nicht alles auf einmal haben.
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Gesunder Menschenverstand und Verständnis für Geheimdienstarbeit

09. September 2013

Washington (dpa) – Der Stabschef im Weißen Haus, Denis McDonough, hat eingeräumt, dass die USA keine hundertprozentig sicheren Beweise für eine Verbindung des syrischen Regimes zur mutmaßlichen Giftgasattacke vom 21. August haben.

In einem Interview des Senders CNN sagte McDonough am Sonntag, dass unabhängig von geheimdienstlichen Informationen der gesunde Menschenverstand sage, «dass das Regime das ausgeführt hat».

Quelle: AD HOC NEWS – USA ohne sichere Beweise für Assad-Schuld

So so, der gesunde Menschenverstand. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir aber ganz was anderes. Und so geht es den meisten Menschen, auch den US-amerikanischen Bürgern. Selbst der US-Kongress ließ sich bisher nicht für einen Waffengang gegen Syrien begeistern. Man darf abwarten, wann einzelne ablehnende Senatoren und Abgeordnete wieder Anthrax in ihrer Post finden werden.

Als die CNN-Journalistin nachhakte, antwortete der Stabschef: «Haben wir ein Bild oder einen unwiderlegbaren Beweis, jenseits vernünftigen Zweifels? Dies ist kein Gericht. Und so läuft Geheimdienstarbeit nicht.»
Quelle: AD HOC NEWS – USA ohne sichere Beweise für Assad-Schuld

Na der war gut: »Haben wir ein Bild oder einen unwiderlegbaren Beweis, jenseits vernünftigen Zweifels?«. Sich ein Bild von etwas nach eigenem Gusto zu machen hat – sehr richtig erkannt Herr McDonough – nicht unbedingt etwas mit einem unwiderlegbaren Beweis zu tun. Wenn sich ein friedensnobelpreisbehängter US-Präsident oder sein Stabschef etwas einbilden, dürfen nicht gleich Millionen Menschen in einem anderen Staat um ihr Leben bangen müssen.

»Dies ist kein Gericht. Und so läuft Geheimdienstarbeit nicht«. Hört sich an wie eines jener Totschlagargumente von Wolfgang Schäuble. Die US-Regierung unter Obama spielt sich sehr wohl auf wie ein Gericht. Die Schöffen – darunter unser regierender Hosenanzug – haben wie Judge Obama längst das Urteil gefällt: Schuldig. Und wie Geheimdienstarbeit läuft habe ich in meinem gestrigen Beitrag bereits kurz angeschnitten. Geheimdienstarbeit die Wunschergebnisse produziert kann man in die Tonne treten.

An anderer Stelle habe ich kürzlich gelesen, Obama sorgt sich um die Glaubwürdigkeit der USA wenn sie Syrien nicht angreifen. Nun, die Sorge kann ich ihm nehmen. Die ganze Welt kennt die unmenschliche Rücksichtslosigkeit der USA, wenn es um US-Interessen geht.

MfG
Hans

Hey Obama! Bomb Saudi Arabia! And Qatar too!

08. September 2013

Nein zum Krieg gegen SyrienQualität made in Germany ist gefragt. Auch in Saudi Arabien. Da kann man es sich leisten. Das Land soll in den letzten 25 Jahren dutzendweise Panzer, hunderte Kampfflugzeuge und tausende Raketen aus Deutschland gekauft haben. Und man will noch mehr. Beispielsweise Leopard-II-Panzer und Schnellboote für die Küstenpatrouille. Andere Dinge beschaffen sich die Saudis auf dem übrigen Weltmarkt. Wie etwa das Kampfgas Sarin. Obwohl eine Deutsche Erfindung (1938, IG-Farben, Leverkusen), wird es hierzulande aus naheliegenden Gründen nicht mehr produziert. Doch wenn es die Deutschen nicht haben, die USA können es liefern. Letztere werden weniger von Skrupel geplagt.

Sarin soll übrigens das Kampfgas gewesen sein, das in Syrien 1.400 Menschen getötet hat. Und alle sind sich einig, dass der böse Diktator Baschar al-Assad damit seine Zivilbevölkerung bombardierte. US-Präsident Obama weiß es, sein Außenminister und Vietnam-Kriegsverbrecher John Kerry weiß es, Frankreichs Minipräsident Hollande weiß es und unser regierender Hosenanzug weiß es auch. Die USA haben sogar Beweise für Assads Schuld. Nunja; genau genommen hatten die USA damals auch Beweise für die Massenvernichtungswaffen, die Saddam Hussein angeblich gegen die ganze Welt gerichtet hielt. Zumindest besaßen sie wohl noch die Lieferscheine. Man möchte fast über diesen Witz lachen. Hätten die US-amerikanischen »Beweise« damals nicht den Grund für den Irak-Krieg 2003 geliefert, der bereits über eine Million Menschenleben gekostet hat.

Oder wie war das mit Afghanistan 2001? 16 der 19 angeblichen Flugzeugentführer des 11. September 2001 stammten aus Saudi Arabien. Osama bin Laden stammte aus Saudi Arabien. Er hielt sich mit Duldung der Taliban in Afghanistan auf. Die Taliban hatten mit dem Angriff auf die Twin-Towers in New York nichts zu tun. Und Osama bin Laden bestritt zu Lebzeiten stets eine Beteiligung. Frage: Warum haben die USA dann nicht Saudi Arabien bombardiert, wenn der Großteil der von den USA verdächtigten Personen von dort stammte? Der angebliche Anführer der Attentäter – Mohammed Atta – hatte 10 Jahre in Hamburg gelebt und studiert. Warum wurde dann nicht Hamburg bombardiert? Die angeblichen Attentäter bekamen in den USA Flugstunden, damit sie zumindest theoretisch in der Lage gewesen wären ausgewachsene Verkehrsflugzeuge in ihre Ziele zu lenken. Zwar waren die Fluglehrer einhellig der Meinung, ihre Schüler wären dafür viel zu dämlich gewesen. Doch warum bombardierten die USA dann nicht ihre eigenen Flugschulen zur Strafe?

Aber die Syrer, die haben jetzt Massenvernichtungswaffen gegen ihr eigenes Volk eingesetzt. Ganz sicher. Syriens Militär auf Geheiß des Präsidenten oder seines bösen kleinen Bruders, so genau will man sich da nicht festlegen. Das ist bekanntlich auch nicht nötig, denn das Wort des US-Präsidenten sollte uns genügen. Wenn der sagt, Assad wars, dann war es Assad. Getreu der Weisheit aller Diktatoren: Es ist nicht wichtig, ob eine Behauptung wahr oder falsch ist. Sie muss nur oft genug wiederholt werden. Flankiert von Meldungen von einem Deutschen Spionageschiff, das im Mittelmeer Funksprüche zwischen syrischen Militärs und ihrer Regierung aufgeschnappt haben will. Demnach hätten die Generäle den syrischen Präsidenten mehrmals dazu aufgefordert, den Einsatz von chemischen Waffen zu erlauben.
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Wahlkampf unter Weimarer Zuständen

31. August 2013


Vielen Dank an YouTube-Mitglied »Topfpflanze«

Weimarer Zustände, nicht Weimarer Verhältnisse. In der so genannten Weimarer Republik (1919 – 1933) hat keine Deutsche Regierung auch nur die Hälfte einer Legislaturperiode durchgestanden. Die meisten waren nach wenigen Monaten schon wieder weg vom Fenster. Von den Zuständen sagen Politologen indes, es sei eine Demokratie ohne Demokraten gewesen. Wenn damals Parteiveranstaltungen in Massenschlägereien ausarteten, war das eher die Regel denn die Ausnahme. Paramilitärische Verbände, wie der »Rote Frontkämpferbund« (KPD) oder das »Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold« (SPD-dominiert) – um nur die größten zu nennen -, entsandten Schlägertrupps auf die Veranstaltungen von konkurrierenden Parteien. Nicht ohne Not gründete die NSDAP seinerzeit SA und SS. Jene Organisationen, die sich später für »höhere« Aufgaben empfahlen. Aber zur Zeit ihrer Gründung waren sie für die Ordnung auf Parteitagen und Wahlkampfveranstaltungen gedacht.

Wie sieht es heute aus? Der große »Rote Frontkämpferbund« existiert schon seit dem Ende der Weimarer Republik nicht mehr, SA und SS sind seit 1945 verboten und das »Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold« hat sich auf politisch-historische Bildungsarbeit verlegt. Von anderen paramilitärischen Verbänden jener Zeit hört man nicht mehr viel. So könnte es eigentlich in unseren Tagen recht friedlich zugehen, wenn eine Partei in einen demokratischen Bundestagswahlkampf zieht. Wäre da nicht eine kleine Unterabteilung des alten »Rote Frontkämpferbundes«, genannt »Antifaschistische Aktion« (Antifa) und deren Epigonen. Diese ewig gestrigen Gestalten meinen augenscheinlich immer noch, ihre politischen Ziele wie vor 80 Jahren mit Gewalt durchsetzen zu müssen. Getreu dem Motto: »Wer anders denkt als wir ist böse«. Und darf gerne auch mit Gewalt bekämpft werden.
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Petition der AfD gegen weitere Rettungspakete für Griechenland

29. August 2013
Stopp der Zahlungen an Griechenland und Offenlegung von Alternativen

Petition der AfD gegen weitere Rettungspakete für Griechenland

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass aus öffentlichen Mitteln keine weiteren Hilfskredite, Schenkungen oder Stundungen für Griechenland finanziert werden. Insbesondere wird ein drittes Griechenland-Rettungspaket abgelehnt. Die Bundesregierung wird aufgefordert, alle existierenden Studien und Projektionen offenzulegen, die ein Ausscheiden Griechenlands oder anderer Länder aus dem Euro betrachten.

Das muss man eigentlich nicht weiter kommentieren. Ich habe soeben mitgezeichnet. Wer ebenfalls mitmachen möchte, klicke den folgenden Verweis: Stopp der Zahlungen an Griechenland und Offenlegung von Alternativen

MfG
Hans

Every ten years or so …

26. August 2013

»Every ten years or so, the United States needs to pick up some small crappy little country and throw it against the wall, just to show the world we mean business …«, lautet die so genannte »Ledeen Doctrine«. Auf Deutsch: »Etwa alle zehn Jahre müssen die Vereinigten Staaten sich ein paar kleine beschissene Länder schnappen und sie gegen die Wand klatschen. Nur um der Welt zu zeigen dass wir es ernst meinen«. Michael Ledeens Spruch stammt aus dem Jahr 1990, zur Zeit des ersten US-amerikanischen Krieges gegen den Irak, und machte auch 2003 die Runde als die USA zum zweiten Mal über den Irak herfielen. Damals, 2003, wussten wir von Anfang an, dass die behauptete Bedrohung der Welt mit Massenvernichtungswaffen durch Saddam Hussein eine klare Lüge war. Im Vorfeld bewiesen von internationalen UN-Waffeninspektoren. Was die USA und ihre »Koalition der Billigen« nicht davon abhielt, auch ohne UN-Mandat in den Irak einzumarschieren. Dort wurde hauptsächlich die Zivilbevölkerung dezimiert und die Bodenschätze unter US-Kontrolle gebracht.

Seit langer Zeit betrachte ich schon das mediale Treiben um Syrien. Das Treiben um den schrecklich dämonischen Diktator Baschar al-Assad und die ach so friedliche syrische Opposition. Ziemlich früh war dem informierten Beobachter klar, wer hinter den Unruhen dort steckte. Nämlich derselbe Brandstifter, der auch den »Arabischen Frühling« anfachte und für den Tod von Muamar al-Gaddafi in Libyen verantwortlich zeichnete. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein: Es sind die USA und ihre Verbündeten. Heute geführt von Barack Hussein Obama, davor war es George »Dabbeljuh« Bush und davor der Typ der mit der Levinsky rumgemacht hat. Wie hieß der noch … egal, die Präsidenten sind in den USA austauschbar und haben spätestens nach John F. Kennedy eh nichts mehr zu sagen. US-Präsidenten sind Hampelmänner mit denen man dem Volk suggeriert, es gäbe eine Demokratie im Lande.

US-Präsident Obama, 2009 mit einem Friedensnobelpreis behängt, hatte Syrien schon zu Anfang des Konfliktes im Lande eine rote Linie gezeichnet. Sollte das Assad-Regime Giftgas gegen die so genannten Rebellen einsetzen, dann würde das Obama-Regime »ernsthafte Konsequenzen« in Erwägung ziehen. Giftgas also. Damit war von vornherein jedem klar, mit welcher Begründung die USA das »crappy little country« Syrien gegen die Wand klatschen wollen.

Seit ein paar Tagen geistern nun die »Beweise« durch die Presse. Unkenntlich gemachte Bilder von Opfern eines vorgeblichen Giftgasangriffes auf Zivilisten und auf die ach so unschuldige Opposition. Warum unkenntlich gemacht? Der Fernsehzuschauer soll das Grauen nicht sehen, heißt es. Einer anderen Lesart nach geht es wohl eher darum dass der Zuschauer nicht die schauspielerische Leistung erkennt, die sich hinter den Fernsehbildern verbirgt. Flankiert wird die Propaganda noch von der Meldung der Kinderhilfsorganisation UNESCO, nach deren Angaben eine Million syrische Kinder auf der Flucht wären. Schuld an deren Schicksal ist natürlich auch hier das dämonische Assad-Regime. Niemand bei den »Deutschen Qualitätsmedien™« käme auch nur ansatzweise auf die Idee, die Schuld beim Obama-Regime zu suchen. Wer es dennoch täte, hätte einen schnellen Karriereknick vor Augen.

Giftgas, der alte und neue Kriegsgrund. Es wurde im Syrienkonflikt bereits eingesetzt. In der Vergangenheit konnte aber nachgewiesen werden, wo das Teufelszeug herkam. Nämlich nicht aus der Waffenkammer Assads, sondern aus NATO-Magazinen. Eingesetzt von den Rebellen, die großenteils mitnichten Syrer sind. Die ach so friedliche syrische Opposition ist eine zusammengewürfelte Terroristenbande aus aller Herren Länder. Gerne auch verstärkt durch Al-Kaida-Kämpfer, die ja bekanntermaßen Mitarbeiter einer Unterabteilung der CIA sind.

Ein Angriff der NATO scheint nach Meldungen der »Deutschen Qualitätsmedien™« bereits beschlossene Sache. US-Außenminister John Kerry meinte: »Was wir vergangene Woche in Syrien gesehen haben, muss das Gewissen der Welt erschüttern. Es verstößt gegen jeden moralischen Kodex«. Es hat schon ein merkwürdiges G’schmäckle, wenn sowas ausgerechnet ein US-Außenminister sagt. Wissen wir doch, dass besonders die USA noch nie ein Problem mit irgendeiner Art von moralischem Kodex hatten. Und das seit über 200 Jahren.
Siehe auch: Frankfurter Allgemeine – Syrien-Konflikt – Washington überzeugt von Chemiewaffeneinsatz

Es ist freilich nicht nötig zu erwähnen, welche Position die Vasallenregierung der Bundesrepublik Deutschland zu dem Thema bezieht.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wenig Zweifel daran, dass der Giftgaseinsatz auf das Konto Assads geht. Das machte Merkel in Gesprächen mit dem britischen Premierminister David Cameron und Hollande deutlich. Ein britischer Regierungssprecher teilte am späten Sonntagabend mit, Cameron und Merkel seien sich einig, dass die UN-Inspekteure zwar weitere Informationen suchen sollten. Solch ein Chemiewaffenangriff verlange aber eine „harte Antwort“ der internationalen Gemeinschaft.

Quelle: n-tv – Nato stellt sich auf Syrien-Krieg ein – Heckenschützen feuern auf UN-Inspekteure

Das Jahr 1999 soll quasi Modell stehen. Damals log sich die Deutsche Regierung in den Kosovo-Krieg, der nicht vom UN-Sicherheitsrat sanktioniert war. Auch dieses Mal ist ein Plazet von der UN kaum zu erwarten, weil sich die Vetomächte Russland und China einem Überfall auf Syrien in den Weg stellen würden. Also will man mithilfe der NATO wie 1999 einen Alleingang machen.

Ob das von einem induzierten Bürgerkrieg geschwächte Syrien einem Angriff von geschätzten 36 oder 37 Staaten lange standhalten wird ist fraglich. Auch wenn Russland das Assad-Regime mit modernsten Waffensystemen und Militärberatern ausrüstet. Am meisten wird die Zivilbevölkerung zu leiden haben, wie in jedem Krieg. Die Relation sollte im Bundeskanzleramt ebenso bekannt sein wie im Weißen Haus. Aber wen im Elfenbeinturm schert schon das niedere Volk? Weshalb ich persönlich dieser unseligen Allianz unter NATO-Führung bei einem Überfall auf Syrien derart massive Verluste wünsche dass sie es sich die nächsten tausend Jahre genau überlegen werden noch einmal in so ein »small crappy little country« einzumarschieren. Ich werde jeden toten Soldaten dieser Allianz bejubeln. Nein, im Ernst. Was die da schon seit Jahren mit Syrien treiben ist einfach nur noch jenseits aller Humanität!

MfG
Hans