Denn man könnte etwas zu sehen bekommen, was einem nicht gefällt. Oder man selbst könnte der sein, der nicht gefällt. Es gibt sie in vielen Zukunftsmärchen. Fliegende technologische Plagegeister, die beobachten oder auch bestrafen. In den 1970er und 80er Jahren schien uns das alles noch in weiter Ferne. Doch blieb die Entwicklung entgegen aller Unkenrufe nicht stehen. Wie es aussieht, leben wir bereits in jener bedrückenden Zukunft. Zumindest ist die Technologie schon da und wird schamlos eingesetzt. Aber keine Angst, nicht hier bei uns in westlichen Gefilden.
Vor ein paar Tagen kam im Fernsehen – welcher Sender weiß ich nicht mehr – ein US-Krimi. Eine der üblichen Fließbandproduktionen. Der Fernseher läuft bei mir meist nur nebenbei. Aber an speziell diesen Krimi kann ich mich erinnern, weil ein schwarzer Cop zu einem weißen Cop sagte dass die USA jetzt einen schwarzen Präsidenten hätten und die Dinge nun gründlich anders laufen würden. Was unwillkürlich ein Grinsen in mein ansonsten mürrisches Gesicht zauberte. Barack Hussein Obama ist der lebende Beweis dafür, dass Demokratie nicht funktioniert. Jedenfalls die nicht, die man uns tagtäglich vor Augen führt. Obamas Wahlkampf wurde dem Volk als »Graswurzel-Revolution« verkauft. Menschen spendeten Geld dafür, obwohl der Mann von der Hochfinanz gesponsort wurde. Selbst hier in Deutschland hatte Obama eine große Anhängerschar. Wohlgemerkt, hatte. Sein deutscher Fanclub ist nach etwas über einem Jahr Amtszeit ebenso geschrumpft wie die Zustimmung des US-Wahlvolkes.
Die »We are change« und »Yes, we can!« Parolen haben sich als genau das entpuppt, was viele Menschen bereits vorher wussten. Aus »Yes, we can!« wurde ein entschiedenes »Yes, we could« und Obamas »change« gerierte zu einem »We are continuing Bush«. Der Möchtegernheiland führt die menschenverachtende Politik fort, die unter den Neokons der Republikaner quasi salonfähig wurde. Zu dem Thema habe ich einen sehr lesenswerten Artikel von Gerhard Wisnewski gefunden, der genau das zum Ausdruck bringt.
Tja, unser Barack Obama. Hat man doch gleich geahnt, dass »Yes, we can« irgendwie unvollständig ist. Der gute Barack wollte uns einfach nicht sagen, was wir nun eigentlich können. Nun wissen wir es: »Yes, we can kill« …
Irgendwie sind seine Fans ziemlich still geworden. Kein Wunder: Da killt er in Pakistan fröhlich vor sich hin und knipst »Terroristen«, aber auch Zivilisten von der Luft aus ab. Mit ferngelenkten Drohnen. Ist ungefähr so wie ein Videospiel. Jemand sitzt an einem Bildschirm und betätigt einen Stick – und »paff«: Weg ist der Terrorist. Oder wer auch immer. Denn natürlich kann man Terroristen von Zivilisten gar nicht unterscheiden. Es ist ja das Wesen des Terroristen, dass er in zivil unterwegs ist. Uniformiert ist nur eine reguläre Truppe. Befindet sich der Terrorist in Wirklichkeit also gar nicht am Boden, sondern quasi am anderen Ende des Sticks? Oder gar im Weißen Haus? Das zu beweisen, erfordert nur ein wenig simple Logik.
»Darf ein demokratischer Rechtsstaat per Mausklick töten?«, grämt sich das Zentralorgan »Spiegel Online« angesichts des US-Drohnenkrieges gegen »Al-Qaida« in Pakistan. Eine gute Frage, die aber zu kurz greift. Denn entscheidend ist ja nicht die bloße Technik, sondern die Frage, ob ein demokratischer Rechtsstaat überhaupt relativ wahllos Menschen massakrieren darf – ohne Gerichtsverfahren, ohne Urteil. Und selbstverständlich auch ohne Beweise. Denn wen die USA nun warum zum »Terroristen« ernennen – womöglich h.c. –, bleibt im Wesentlichen ihr Geheimnis. Die wirkliche Frage muss daher lauten: »Kann ein Staat, der relativ wahllos Menschen tötet, ein demokratischer Rechtsstaat sein?« Und die Antwort lautet natürlich nein. So etwas kann nur ein menschenverachtendes Regime tun.
»Moderne Zeiten« war vorgestern. »Mörderische Zeiten« ist heute. Nie wurde mehr Geld dafür ausgegeben, andere Menschen ins Jenseits zu befördern. Forschungsmittel fließen nahezu uneingeschränkt, wenn es darum geht noch effektivere Kontroll- und Tötungswerkzeuge zu entwickeln.
Der Titel soll keine zotige Anspielung auf den Kulminationspunkt schwäbischer Zweisamkeit darstellen. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass Eigensinnig.org jetzt umgezogen ist. Wie es aussieht, völlig verlustfrei. Und gelernt habe ich dabei auch noch was.
An dieser Stelle vielen Dank an das Support-Team von Revido. Die beantworten dort tatsächlich Email-Anfragen und die Antworten sind direkt zielführend. Was jetzt keine Schleichwerbung sein soll, aber guten Service darf man schon mal erwähnen.
So, jetzt mag ich nicht mehr. Eigensinnig.org zieht um. Die Datenbank bei meinem jetzigen Anbieter war noch nie die schnellste. Nachdem sie mir letzten Sonntag wieder einmal eine Kostprobe von ihrer nervenzerfetzenden Langsamkeit gab, entschloss ich mich leichten Herzens einen eigenen Server anzumieten. Man gönnt sich ja sonst auch alles. Aber nicht mehr von diesem Anbieter. Der Umzug wird aller Voraussicht nach am kommenden Wochenende (13. und 14. März 2010) stattfinden. Es könnte in der Zeit etwas rumpeln, beziehungsweise die Seite nicht erreichbar sein. Sollte Eigensinnig.org kommenden Montag nicht wieder am Netz sein, dann ist irgendetwas gründlich schief gelaufen. Aber dreimal auf Holz geklopft. Ein Probeumzug hat schon funktioniert.
Natürlich weiß ich was eine Räterepublik ist. Im Prinzip wenigstens. Was ich im Moment nicht weiß ist, wer sich eventuell in der Deutungshoheit über diese Begrifflichkeit wähnt. Man muss ja heutzutage aufpassen. Am Ende gerät man mit seiner Wortwahl in die Nähe von Gefilden, in denen längst schon jemand seine Schürfrechte gesichert hat. Doch bevor gleich irgendeinem oder irgendeiner vor Empörung die Halsschlagader platzt; ich möchte gar keinen Vergleich zu einer wie auch immer gearteten Räterepublik wagen. Nein wirklich, ich werde den Begriff hier nur missbräuchlich verwenden.
Seit Aschermittwoch herrscht Fastenzeit im traditionsbewussten Bayern. Also jenem Bayern, wo die Welt noch in Ordnung scheint. In der Zeit des Fastens wird, wie der Name schon sagt, gefastet. In früheren Jahrhunderten nach strengen kirchlichen Regeln, an die sich alle zu halten hatten. Des lieben Seelenheiles wegen. Doch war damals wohl niemand so erfindungsreich wie der Klerus selbst, wenn es darum ging die Fastenregeln etwas komfortabler zu gestalten. Auch wenn das Fleischessen verboten war, Fische waren es nicht. Sie durften nur nicht über einen runden Teller hinausragen. Also züchtete man Karpfen mit einem höheren Rücken. Kopf ab, Schwanz ab, und er füllte den Teller aus, ohne über den Rand zu hängen.
Doch lebt der Mönch nicht vom Fisch allein, auch Bier kann ganz schön nährstoffreich gebraut werden. Mit vergleichsweise viel Alkohol zwar, aber es diente ja der Sättigung des darbenden Fastenbruders. Dieses gehaltvolle Bier wurde wegen seiner oft niederschmetternden primären Nebenwirkung Starkbier genannt.
Seit dem späten 18. Jahrhundert konnten die Paulanermönche mit königlich-bayerischer Erlaubnis ganzjährig Bier ausschenken. In der Fastenzeit durfte es dann gerne auch mal eine Maß Starkbier sein. Durch die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts ging die Brauerei der Paulanermönche auf dem Münchner Nockherberg in weltliche Hände über. Der neue Pächter und spätere Besitzer der Brauerei führte die Tradition des Starkbieranstichs ein. Ein Fest, bei dem das neue Starkbier eines jeden Jahres großzügig probiert wurde. Über die Jahre entwickelte sich der Starkbieranstich zu einem Spektakel. A-, B- und C-Prominenz feiert immer wieder ein Stelldichein und die Vertreter aus Landes- und Bundespolitik dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Für Letztgenannte hat es einen besonderen Grund. Denn sie müssen Gesicht zeigen und herzhaft lachen, wenn sie von einem eigens bestellten Kabarettisten »derbleckt« werden. Sonst könnte ja der Verdacht entstehen, der Kabarettist hätte recht mit seinen Anwürfen. »Derblecken« hat nicht etwa mit »derb lecken« zu tun, wie es schon mal jemand den ich kenne übersetzt hat. »Derblecken« kommt vom lächelnd die Zähne blecken, während man seinem Gegenüber satirisch überhöht den Spiegel vorhält. Was dann durchaus derb ausfallen kann und manch einer der so Gescholtenen im stillen Kämmerlein seine Wunden lecken dürfte. Aber Tradition ist Tradition und wer in die Politik geht muss eben etwas aushalten können. Doch bleibt es nicht aus, dass es auch Spielverderber gibt. Leute, die jedes Wörtchen auf die Goldwaage legen und immer alles aufbauschen müssen.
Der Schauspieler Michael Lerchenberg gab seit dem Jahr 2008 den »Bruder Barnabas« auf dem Nockherberg. In der Verkleidung als Paulanermönch »derbleckte« er die Politikerkaste. Zur Freude des Publikums und augenscheinlich auch zur Freude der Betroffenen. Kunst – in diesem Fall die kabarettistische – darf bekanntlich alles. Doch halt, Vergleiche mit bestimmten Geschehnissen in der Vergangenheit sind ebenso riskant wie die Verwendung von mit Deutungshoheit belegten Worten.
Dieses Video besteht aus fünf Teilen, die automatisch nacheinander abgespielt werden. Die beanstandeten Äußerungen befinden sich im dritten Teil ab Zeitmarke 2:30. Der Bayerische Rundfunk hat seine Aufzeichnung mittlerweile zensiert.
Auf diesem Wege vielen Dank an Youtube-Benutzer »Merkelfanclub«.
Europa, eine Gestalt der griechischen Mythologie, ist die Tochter des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa. Zeus verliebte sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte. Er schwamm mit ihr nach Matala auf der Insel Kreta, wo er sich zurückverwandelte. Der Verbindung mit dem Gott entsprangen drei Kinder: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Auf Grund einer Verheißung der Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt.
Der erwähnte fremde Erdteil ist der auf dem wir heute leben. Ein Kontinent mit einer – wenn man so sagen darf – abwechslungsreichen Geschichte. Der jüngste Abschnitt in dieser Geschichte ist die Vereinigung aller autochtonen Völker Europas unter großzügiger Beimengung fremder Ethnien zu einem europäischen Superstaat. Das in den üblichen Sonntagsreden erklärte Ziel dabei ist, gleiche Lebensverhältnisse für alle Europäer zu schaffen. Wie das in der Praxis aussieht, erleben wir seit den 1990er Jahren. Die ärmeren Staaten in der Europäischen Union wurden nicht auf deutsches Niveau angehoben, sondern das deutsche Niveau sank zu Gunsten der anderen.
Mit dazu beigetragen hat die Gemeinschaftswährung, der Euro. Jener Währung, bei deren vertraglicher Festlegung der damalige französische Präsident François Mitterrand sinngemäß sagte: »Das ist wie Versailles, nur ohne Krieg« (Versailles sans guerre). Vor Einführung der Eurozone war es beliebte Tradition, den Franc, die Lira, die Peseta oder die Drachme gegenüber der D-Mark abzuwerten. Die D-Mark galt als »harte Währung«. Denn bei allem Nationalstolz der übrigen Länder wirtschaftete kein Land in Europa so fleißig und erfolgreich wie Deutschland. Das ging auch nach dem Start der Eurozone so weiter. Deutschland war viele Jahre in Folge Exportweltmeister, nunmehr allerdings mit »Mitessern«.
Freilich gab und gibt es strenge Kriterien für jene, die an der Eurozone teilnehmen wollen. Sie müssen unter anderem stabile öffentliche Haushalte vorweisen und ihre Neuverschuldung soweit im Zaum halten, dass sie die Gemeinschaftswährung nicht über Gebühr belasten. Der so genannte Stabilitätspakt, nach dem zum Beispiel kein Teilnehmerstaat ein jährliches Haushaltsdefizit von mehr als 3 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) haben darf.
Griechenland erfüllte 2001 die Kriterien dieses Paktes. Allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler. Man hatte die Bücher frisiert und über die Jahre mithilfe der US-Investmentbank Goldman Sachs eine weit niedrigere Verschuldung des Haushalts vorgegaukelt. Dank des Euro kam Griechenland wesentlich leichter und billiger an internationale Kredite. Was man in Athen weidlich nutzte. Der systematische Betrug flog auf, nachdem es im Oktober letzten Jahres einen Machtwechsel in der griechischen Regierung gab. 2008 hatte die frühere Regierung unter Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis noch eine Neuverschuldung von 3,7 % nach Brüssel gemeldet. Was man unter den damals gegebenen Umständen wohl als Lapsus betrachtete. Ende 2009 ließ die neu gewählte Regierung unter Georgios Papandreou die Hosen runter. Plötzlich waren es 12,7 % des BIP.
Siehe: Haushaltskrise: Goldman Sachs half Griechenland bei Schuldenkosmetik
Seit über einer Woche beobachte ich nun schon verwundert die kleine Hausmeuterei in der CDU. »Aktion Linkstrend stoppen« heißt die Initiative, in der sich offenbar letzte Reste einer konservativen Mitgliederschar zusammengerottet haben. Ihr »Manifest gegen den Linkstrend« beginnt mit dem Satz: »Mit großer Sorge registrieren die Unterzeichner, wie sich die Führung der CDU mit der “Berliner Erklärung” vom 15. Januar offenbar endgültig von ihren Wurzeln und langjährigen Stammwählern verabschieden und die “Öffnung nach links” unumkehrbar weiter vorantreiben will«. Na sowas aber auch. Nach kaum 20 Jahren fällt denen am 15. Januar 2010 plötzlich ein Linkstrend auf?
Manifest gegen den Linkstrend
Mit großer Sorge registrieren die Unterzeichner, wie sich die Führung der CDU mit der “Berliner Erklärung” vom 15. Januar offenbar endgültig von ihren Wurzeln und langjährigen Stammwählern verabschieden und die “Öffnung nach links” unumkehrbar weiter vorantreiben will.
Als Volkspartei mit christlich-konservativen und marktwirtschaftlichen Positionen ist die CDU seit Konrad Adenauer und Ludwig Erhard groß geworden und erfolgreich gewesen.
In den letzten Jahren hat sie jedoch wesentliche Grundpositionen aufgegeben. Immer mehr Mitglieder und Wahlbürger rücken von einer Partei ab, deren Führung
den Marsch in den Schuldenstaat (aktuell 20.000 Euro Schulden pro Kopf!) ungebremst fortsetzt und Familien mit Kindern und eine bedrängte Mittelschicht mit immer größerer Steuer- und Abgabenlast beschwert;
sich linke Gesellschaftspolitik zueigen macht, ob bei der Geschlechterumerziehung des “Gender Mainstreaming”, Homo-Ehe oder der Gängelung von Unternehmen durch das “Antidiskriminierungsgesetz”;
eine gescheiterte Multi-Kulti-Integrationspolitik weiter vorantreibt, die selbst Sozialdemokraten wie Thilo Sarrazin als illusionär entlarven;
in immer mehr Bundesländern linke Schulpolitik mitträgt, statt konsequent das bewährte, differenziert gegliederte Schulwesen zu verteidigen;
mangelhaften Einsatz für eine überfällige würdige Erinnerung an die deutschen Opfer der Vertreibung zeigt;
es unterläßt, die hunderttausendfache “straffreie” Kindestötung durch Abtreibung beim Namen zu nennen und für konsequenten Lebensschutz einzutreten;
sich scheut, der Gefahr der Islamisierung entgegenzutreten, das christliche Erbe zu verteidigen und dem EU-Beitritt der Türkei eine klare Absage zu erteilen.
Wir fordern eine grundlegende politische Kurskorrektur, eine geistige Wende. Es geht um Deutschlands Zukunft und um das Leben unserer Kinder und Enkel.
Diese sieben Punkte lesen sich seltsam vernünftig. Zu solchen Erkenntnissen – oder besser Bekenntnissen – muss man den Initiatoren fraglos gratulieren. Aber; wo habe ich so etwas inhaltlich schon einmal gelesen? Naaa? Richtig! Wer wird denn da am rechten Rand angeln wollen? Diese Forderungen lassen sich bereits seit Jahren in den Verlautbarungen derer nachlesen, die man seitens der CDU doch lieber mit dem »Krampf gegen Rechts™« überzieht.
Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 wurde Dresden von alliierten Luftverbänden bombardiert. Die Stadt wurde dabei durch die Sprengwirkung der Bomben und durch den gezielt entfesselten Feuersturm dem Erdboden gleichgemacht. Die Einwohnerzahl der Stadt lag damals bei über 600.000 Menschen. Hinzu kamen – je nach Quelle – zwischen 200.000 und 700.000 Flüchtlinge aus dem Osten, die in der bis dahin vom Bombenterror unversehrten Stadt Zuflucht suchten. Dresden war angesichts der absehbaren Niederlage des Deutschen Reiches kein wirkliches militärisches Ziel mehr. Auch wenn sich dort im näheren und weiteren Umfeld diverse kriegswichtige Betriebe befanden und Dresden einen Eisenbahnknotenpunkt besaß. Der Nachschub, die Materialversorgung, war zu diesem Zeitpunkt längst zusammengebrochen. Sodass die Stadt keine kriegsentscheidende Bedeutung mehr hatte. Sie war lediglich noch Ziel für das so genannte »moral bombing« der angloamerikanischen Streitkräfte, die ihre Bombenladungen hauptsächlich über der Innenstadt und den Wohngebieten entluden.
Während man es in anderen Zusammenhängen mit Opferzahlen und dem Glauben an bestimmte Darstellungen nicht so genau nimmt und professionelle forensische Untersuchungen meidet wie der Teufel das Weihwasser, wird die Bombardierung Dresdens ein ums andere Mal »ergebnisoffen« durchleuchtet. Dabei überbieten sich »seriöse Historiker« in der militärischen Bedeutung der Stadt. Unterbieten sich gleichermaßen bei der Schätzung der Todesopfer. Noch im Jahre 2006 trat ein britischer »Historiker« vor die Fernsehkameras und vermeldete bewegt, es gab »nur« 35.000 Opfer der Bombardierungswellen. Zwischenzeitlich ist offiziell von mindestens 18.000 aber höchstens 25.000 Toten die Rede. Man sieht, wohin der Trend geht. Bis 2020 wird man wohl herausgefunden haben, dass Dresden im Februar 1945 eine evakuierte Geisterstadt gewesen sei und sich dort während die Bomben fielen nur Mäuse und Ratten aufhielten. Demgemäß also eine wie auch immer ausfallende Opferzahl rechtsextremes Gedankengut von notorisch Ewiggestrigen sein müsse.
Eigentlich hätte ich heute Abend sicher noch die eine oder andere interessante Nachricht erwartet. Aber das ja dann doch nicht. Phil Jones, der vorübergehend auf Eis gelegte Direktor des Climate Research Unit (CRU) der Universität of East Anglia, hat in einem BBC-Interview zugegeben dass es in den letzten 15 Jahren keine signifikante globale Erwärmung mehr gegeben hat. Selbst die Erwärmung in den Jahren zuvor war nicht erwähnenswert höher, als die Erwärmung zum Beispiel zwischen 1860 und 1880 oder zwischen 1910 und 1940. Geht man davon aus, dass es dazwischen immer wieder Perioden der Abkühlung gegeben hat, dann entpuppt sich die globale Erwärmung als genau das, was wir alle schon vorher wussten. Ein Hirngespinst. Ausgedacht von ein paar geldgierigen Betrügern, publiziert von gleichgeschalteten Medien und vertreten von opportunistischen Politikern. Und geglaubt natürlich von jenen Menschen, die sich allein aus der Zeitung und dem Fernsehen informieren.
Einer Tabelle in dem BBC-Bericht zu Folge, erwärmte sich das Klima zwischen 1975 und 1998 um 0,166 °C, zwischen 1975 und 2009 nur um 0,161 °C. Soll heißen, die Erwärmung geht seit 1998 wieder zurück. Seltsamerweise der Zeitpunkt, seitdem die Klimaalarmisten besonders laut herumkrakehlen.
Siehe: Q&A: Professor Phil Jones
Und: ‘Climategate’ expert Jones says data not well organised
Da bin ich aber mal gespannt, was eine gewisse Angela M. aus B. dazu sagen wird. Die fand den Kampf gegen die »Globale Erwärmung™« doch immer ganz toll wichtig.
Donatien-Alphonse-François Marquis de Sade (1740-1814) war ein adeliger Romancier in der Zeit der französischen Revolution. Eine geradezu tragikomische Gestalt. Während der Regierungszeit Ludwig XVI. saß er aufgrund seiner ausschweifenden und von Skandalen begleiteten Lebensart viele Jahre im Gefängnis. Zuletzt in der Pariser Bastille. Von dort soll er, wenige Tage vor ihrer Erstürmung, den aufgebrachten Demonstranten zugerufen haben: »Die töten die Gefangenen hier drin«. Woraufhin man ihn nach Charenton verbrachte. In das dortige Irrenhaus. 1790 kam de Sade in den Wirren der Französischen Revolution frei und begann sich politisch zu betätigen, indem er – obwohl adelig – den radikalen Jakobinern beitrat. De Sade bekleidete in jener Zeit sogar vorübergehend ein Richteramt und konnte seine ebenfalls adeligen Schwiegereltern vor der Guillotine bewahren.
Seine Tätigkeit in der nunmehr bourgeoisen Gesellschaft währte nicht lange. Schon bald wurde er unter einem Vorwand zum Tode verurteilt, entrann der Vollstreckung aber nach dem Sturz von Robespierre. De Sade verarmte. Nach 1789 konnte er sich nicht mehr an den Steuern und Abgaben des Volkes delektieren. Er musste arbeiten und das Einzige, was er offenbar konnte und wollte, war schreiben. Doch das Schreiben von Romanen – mit meist eindeutig pornographischem Inhalt – brachte nicht viel ein. Damit war er gezwungen den letzten Rest des noch übrig gebliebenen Familienbesitzes zu verkaufen.
Selbige Romane waren es letztlich, die ihn 1801 erneut ins Gefängnis brachten. Denn im napoleonischen Frankreich hatten sich zwar die Machtverhältnisse geändert, nicht aber die Vorstellungen von Sitte und Moral. 1803 wurde de Sade endgültig für verrückt erklärt und wiederum in das Irrenhaus von Charenton eingeliefert. Bis kurz vor seinem Tode durfte de Sade im Irrenhaus jedoch weiter an seinen schlüpfrigen Romanen schreiben, genoss zudem eine bevorzugte Behandlung. Um 1813/14 erhielt er auf Erlass des französischen Innenministeriums Schreibverbot und wurde in Isolationshaft gesteckt. Dort verstarb Marquis de Sade am 2. Dezember 1814 im Alter von 74 Jahren.
Letzten Donnerstag machte mich die nette Kassiererin an der Tankstelle, die meine besondere Vorliebe für den Klimaschwindel bereits kennt, grinsend auf eine Tüte WICK Blau aufmerksam. Da steht drauf: »Diese Tüte schützt 50 m² Arktis«. Für mich war sofort klar: »Jetzt sind die auch auf den Klimazug aufgesprungen«. Und wie bescheuert! 50 m²? Auf welcher Berechnungsgrundlage denn? Ich scheute jedenfalls weder Kosten noch Mühen und kaufte die Tüte. Zu rein aufklärerischen Zwecken freilich. Bonbons mit Süßstoff sind nicht mein Ding. Aber wenn es gegen den Klimaschwindel geht, muss man eben Opfer bringen. Bei dem Thema bekomme ich immer sofort einen dicken Hals.
Die Sache musste recherchiert werden. Zunächst folgte ich investigativ dem gut versteckten Hinweis auf der Vorderseite der Tüte, wo geschrieben steht: »(siehe Rückseite)«. Doch auf der Rückseite steht gar nichts von Klima. Statt dessen eine Erklärung, dass ein Teil des Kaufpreises an die »WWF Eisbär-Patrouillen« geht. WICK bezahlt die jährlichen Kosten der Eisbär-Patrouillen für eine Fläche von 400 km². Und legt anteilig die Kosten für 50 m² auf jede Tüte WICK Blau um. 400.000.000 m² : 50 m²/Tüte = 8.000.000 Tüten. Die gilt es zu verkaufen. Wünsche viel Erfolg dabei.
Nun ist der WWF nicht ganz astrein, wie es auch Greenpeace nicht ist. Aber in Teilbereichen wird nützliche Arbeit geleistet. Wie es scheint auch bei den Eisbär-Patrouillen. Tatsächlich geht es den Patrouillen nicht allein um die Eisbären. Eher um die Menschen, die mit in den Eisbär-Gebieten Ostsibiriens leben. In den Jahren, in denen es während der Sommermonate zu einer verstärkten Eisschmelze in arktischen Regionen kam, verkleinerten sich die Jagdgebiete der Eisbären. Diese Bereiche frieren nach wenigen Wochen wieder zu. Aber für eine gewisse Zeit sind die dort lebenden Menschen für die Eisbären interessant, weil sich die Robben – ihre Hauptnahrungsquelle – zu schnell ins Wasser zurückziehen können. Und sobald eine Robbe das Wasser erreicht hat, ist sie für den Eisbären verloren. Der Mensch hat diese Fluchtmöglichkeit nicht. Die Eisbär-Patrouillen wachen über die Bewegungen der Eisbären, schlagen Alarm wenn sie sich menschlichen Wohngebieten nähern und treiben die Bären zurück in die Wildnis.
Zwar dürfte sich das Problem mit dem zur Sommerzeit schmelzenden polaren Eis in den nächsten 10 bis 20 Jahren nicht mehr so stark zeigen, wie noch Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre. Aber das mit den Patrouillen nenne ich dennoch einmal einen sinnvollen Umgang mit den Kapriolen des Klimas. Kein Alarmismus, keine sündhaft teuren Klimagipfel bei denen nichts Brauchbares raus kommt, kein verlogener Al Gore, der sich die Taschen mit Geld voll stopft. Einfaches Handeln an der richtigen Stelle, das bringt in der Sache viel mehr.
Siehe: Die WWF Eisbär-Patrouillen
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Das hier ist keine Werbeaktion für WICK Blau. Ich wollte nur das gute Beispiel herausstellen.
Die Seite des Eigensinn e.V. findet sich unter
» http://www.eigensinn.org. Der Verein hat zu dieser Internetpräsenz keinerlei geschäftliche oder sonstige Beziehung.