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Als die Oberbürgermeisterkandidatin von Köln, Henriette Reker, im Oktober von einem mutmaßlich Irren mit einem Messer angegriffen wurde, entblödete sich ein Schreiberling beim Berliner Tagesspiegel nicht, zu titeln: »Pegida hat in Köln mitgestochen«. Weil nämlich Pegida die zunehmende Islamisierung in Deutschland und Europa kritisiert, muss sich so ein Schwachmat dazu angestiftet gefühlt haben, der Frau Reker einen Gruß aus Solingen an den Hals zu drücken. Der Täter – von Zeugen berichtet – soll geäußert haben, er hätte es wegen Rekers Flüchtlingspolitik getan. Und? Na? Flüchtlingspolitik? Islamisierung? Kritik? Pegida? Klingelt es schon? Kommt Leute, der Schluss liegt auf der Hand. Pegida hat mitgestochen, ganz klar. Die hatten doch auch mal Modellgalgen für Frau Merkel und Herrn Gabriel dabei. Das genügt.
Siehe: Pegida hat in Köln mitgestochen

Kritik ist nicht wohl gelitten hierzulande. Vor allem, wenn sie berechtigt ist und die Regierenden – oder Leute die sich in der Deutungshoheit wähnen – dem nichts entgegenzusetzen haben außer Worthülsen ohne informativen Nutzwert. Die Leute von Pegida trügen Hass im Herzen, wie zum Beispiel Angela Merkel äußerte. Oder ein Heiko Maas, der in dem Zusammenhang gerne mal von einer Schande für Deutschland spricht. Das ist die Art, wie mit berechtigter Kritik in dieser »Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung™« umgegangen wird.

So wäre es nur folgerichtig, ein Verbot von AfD und Pegida zu fordern. Denn die haben nicht nur in Köln mitgestochen, sondern auch in Paris mitgeschossen. Ach, wussten Sie gar nicht? Nun, wenn der Schmierfink vom Berliner Tagesspiegel so was zustande bringt, kann ich es noch dreimal blöder:

»Wie wir alle wissen, ist der Islam die friedfertigste Religion der Welt. Zahllose Suren im Koran beweisen die muslimische Liebe zum Menschen und zur Freiheit. Auch und vor allem gegenüber Andersgläubigen. Doch wird es Muslimen in Deutschland nicht eben leicht gemacht, wenn rechtspopulistische Gruppierungen wie die AfD und Pegida fordern, sie sollen sich zum Grundgesetz bekennen und die Gesetze und Werte des Gastgeberlandes respektieren. Es wird sogar verlangt, dass sie die Deutsche Sprache erlernen. Ein Affront! Wen wundert es bei einer solchen Undankbarkeit gegenüber dem Islam, wenn sich Muslime radikalisieren und gewalttätig werden. Stellvertretend für ihre geknechteten Muslimbrüder in der Bundesrepublik entzündeten die Dschihadisten in Paris ein weithin sichtbares Fanal für die Größe Allahs und seinem nicht ganz so großen Propheten. Und schuld daran sind Pegida, AfD und andere Rechtspopulisten. Deshalb sind diese auf der Stelle zu verbieten!«

Selbstverständlich könnten Sie befinden, mein Sarkasmus wäre reichlich geschmacklos. Nur zu; ich bin sehr für Meinungsfreiheit. Doch sollte man sich auch mal überlegen, wie geschmacklos die 350 Verletzten und die Angehörigen der bislang 132 Toten des Massakers von Paris das dumme Gelutsche der Politiker empfinden mögen. Ausgerechnet jene Politiker, die tatenlos lange Zeit dabei zugesehen haben, wie Aberhunderttausende Invasoren über Europa hereingebrochen sind, faseln jetzt dummes Zeug von Demokratie und Freiheit. Hätte die Bundesregierung zur rechten Zeit regiert, statt hippiemäßig Willkommenskultur zu zelebrieren, dann wäre Paris der letzte Freitagabend (Freitag der 13.) vielleicht erspart geblieben.

Dummes Geseiere von Politikern sind wir mittlerweile gewohnt. Doch den bislang größten Hit lieferte Hannelore Kraft (SPD, NRW-Ministerpräsident) am Samstag mit einem Statement ab: »Ich werde mich dem Terror entgegenstellen und dafür sorgen, dass die rechte Propaganda das Attentat nicht für ihre Zwecke nutzt«. Da bleibt einem erst mal die Spucke weg. Hat die Frau denn keine anderen Probleme? Wie wäre es, wenn Frau Kraft für das Pariser Attentat Gebrauchsmusterschutz beantragt? Dann darf sie es exklusiv für ihre eigene Propaganda benutzen. Die Rechte muss dann eben bis zum nächsten Massaker warten. Was, fürchte ich, nicht sehr lange dauern dürfte.

MfG
Hans

Eine Antwort zu “AfD und Pegida haben in Paris mitgeschossen!”

  1. M.Krause sagt:

    Hallo,
    hierzu ist ein Kommentar wohl nicht mehr nötig.
    Diese Zeilen zu lesen – tut unbeschreiblich gut.
    Zu der Selbstherrlichkeit und dem Realitätsverlust der Dame Frau Ursula von der Leyen im Gegenüber von Günther Jauch habe auch ich leider nur noch drei Worte „OMG“ mit einem Gedanken an DER.
    Das Weltgeschehen spiegelt die Politik und den Glauben.
    Dummheit – ohne Grenzen – weltweit und in allen Bereichen vertreten.
    So wie das Jahr endet, so beginnt auch immer das neue Jahr.
    Es ist planbar – doch nicht vorhersehbar – im Zusammenhang mit dem Leben.

    Wünsche eine friedvolle Vorweihnachtszeit

    M. Krause