Diese Webseite verwendet im Normalbetrieb keine Cookies. Es sei denn, Sie schreiben hier Kommentare. Oder Sie versuchen sich anzumelden.cookies policy.     HABS KAPIERT

Nein zum Krieg gegen SyrienQualität made in Germany ist gefragt. Auch in Saudi Arabien. Da kann man es sich leisten. Das Land soll in den letzten 25 Jahren dutzendweise Panzer, hunderte Kampfflugzeuge und tausende Raketen aus Deutschland gekauft haben. Und man will noch mehr. Beispielsweise Leopard-II-Panzer und Schnellboote für die Küstenpatrouille. Andere Dinge beschaffen sich die Saudis auf dem übrigen Weltmarkt. Wie etwa das Kampfgas Sarin. Obwohl eine Deutsche Erfindung (1938, IG-Farben, Leverkusen), wird es hierzulande aus naheliegenden Gründen nicht mehr produziert. Doch wenn es die Deutschen nicht haben, die USA können es liefern. Letztere werden weniger von Skrupel geplagt.

Sarin soll übrigens das Kampfgas gewesen sein, das in Syrien 1.400 Menschen getötet hat. Und alle sind sich einig, dass der böse Diktator Baschar al-Assad damit seine Zivilbevölkerung bombardierte. US-Präsident Obama weiß es, sein Außenminister und Vietnam-Kriegsverbrecher John Kerry weiß es, Frankreichs Minipräsident Hollande weiß es und unser regierender Hosenanzug weiß es auch. Die USA haben sogar Beweise für Assads Schuld. Nunja; genau genommen hatten die USA damals auch Beweise für die Massenvernichtungswaffen, die Saddam Hussein angeblich gegen die ganze Welt gerichtet hielt. Zumindest besaßen sie wohl noch die Lieferscheine. Man möchte fast über diesen Witz lachen. Hätten die US-amerikanischen »Beweise« damals nicht den Grund für den Irak-Krieg 2003 geliefert, der bereits über eine Million Menschenleben gekostet hat.

Oder wie war das mit Afghanistan 2001? 16 der 19 angeblichen Flugzeugentführer des 11. September 2001 stammten aus Saudi Arabien. Osama bin Laden stammte aus Saudi Arabien. Er hielt sich mit Duldung der Taliban in Afghanistan auf. Die Taliban hatten mit dem Angriff auf die Twin-Towers in New York nichts zu tun. Und Osama bin Laden bestritt zu Lebzeiten stets eine Beteiligung. Frage: Warum haben die USA dann nicht Saudi Arabien bombardiert, wenn der Großteil der von den USA verdächtigten Personen von dort stammte? Der angebliche Anführer der Attentäter – Mohammed Atta – hatte 10 Jahre in Hamburg gelebt und studiert. Warum wurde dann nicht Hamburg bombardiert? Die angeblichen Attentäter bekamen in den USA Flugstunden, damit sie zumindest theoretisch in der Lage gewesen wären ausgewachsene Verkehrsflugzeuge in ihre Ziele zu lenken. Zwar waren die Fluglehrer einhellig der Meinung, ihre Schüler wären dafür viel zu dämlich gewesen. Doch warum bombardierten die USA dann nicht ihre eigenen Flugschulen zur Strafe?

Aber die Syrer, die haben jetzt Massenvernichtungswaffen gegen ihr eigenes Volk eingesetzt. Ganz sicher. Syriens Militär auf Geheiß des Präsidenten oder seines bösen kleinen Bruders, so genau will man sich da nicht festlegen. Das ist bekanntlich auch nicht nötig, denn das Wort des US-Präsidenten sollte uns genügen. Wenn der sagt, Assad wars, dann war es Assad. Getreu der Weisheit aller Diktatoren: Es ist nicht wichtig, ob eine Behauptung wahr oder falsch ist. Sie muss nur oft genug wiederholt werden. Flankiert von Meldungen von einem Deutschen Spionageschiff, das im Mittelmeer Funksprüche zwischen syrischen Militärs und ihrer Regierung aufgeschnappt haben will. Demnach hätten die Generäle den syrischen Präsidenten mehrmals dazu aufgefordert, den Einsatz von chemischen Waffen zu erlauben.

Was soll man davon halten? Im Falle des Irak-Krieges hatten angeblich auch Deutsche Geheimdienstquellen die Finger im Spiel. Colin Powells Märchenstunde bei den Vereinten Nationen, in der er von fahrenden Chemiewaffenlaboren fabulierte, entsprang Informationen des Bundesnachrichtendienstes, wie es hieß. Wie funktionierte das? Ganz einfach: US-Geheimdienste lancierten über Mittelsmänner (oder -frauen) hieb- und stichfeste Hinweise auf rollende Waffenlabore Saddam Husseins an den BND. Welcher dann in Bündnistreue sofort den US-Geheimdiensten Bericht erstattete. Diese rannten mit der brandheißen Deutschen Nachricht zu Donald Rumsfeld, der heimtückisch grinsend eine weitere »smoking gun« in Händen hielt. Ganz ähnlich kann es sich mit den syrischen Funksprüchen verhalten, sofern sie überhaupt stattfanden. US-Geheimdienste, meinetwegen auch saudische, ließen syrische Terroristen ein paar unverschlüsselte Funkgespräche mit eindeutigem Text führen. Und schon konnte der BND wieder zu unserem Bündnispartner rennen und brühwarm eine ganz wichtige Neuigkeit melden. Nein, damit will ich nicht behaupten beim BND arbeiten lauter Idioten. Aber die CIA weiß wie sich Informationen so täuschend echt fälschen lassen, dass selbst der BND darauf reinfällt. Oder darauf reinfallen muss, sofern es die Staatsräson erfordert.

Doch hat er nun oder hat er nicht? Hat Baschar al-Assad den Befehl gegeben? Oder sein böser kleiner Bruder? Oder war es das syrische Militär einfach so ohne jeden Befehl? Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass es sich nicht so verhält wie man uns weismachen will. Was könnten Assad oder das syrische Militär gewinnen, mit so einer Aktion die Zivilbevölkerung gegen sich aufzubringen? Ganz zu schweigen von der Weltgemeinschaft. Mit einem Chemiewaffenangriff würde die syrische Regierung den USA die Begründung für einen Überfall auf Syrien frei Haus liefern.

Es ist viel eher wahrscheinlich, die so genannte syrische Opposition steckt hinter der Giftgaskatastrophe. Denn die könnte dabei nur gewinnen. Außerdem kam es in der Vergangenheit schon mindestens einmal vor, dass die »Rebellen« in Syrien Giftgas freisetzten. Im bislang letzten Fall am 21. August 2013 taten sie es vielleicht nicht einmal absichtlich, sondern weil sie nicht wussten wie sie mit den gelieferten Chemiewaffen umgehen sollen. Gemäß den Recherchen eines Reporters vor Ort mit Namen Yahya Ababneh und mithilfe der MintPress-News-Korrespondentin Dale Gavlak handelte es sich offenbar um einen schrecklichen Unfall. Demnach hätte Saudi Arabien, durch den saudischen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan, Munition mit chemischen Gefechtsköpfen an eine der al-Kaida nahestehenden Rebellengruppe in Syrien geliefert. Beim Hantieren mit den Chemiewaffen muss es zu einer Explosion gekommen sein, die das Giftgas freisetzte. Weiter heißt es in dem Bericht, Saudi Arabien und Katar bezahlen bestimmte Terroristengruppen in Syrien.
Siehe: MintPress News – Syrians In Ghouta Claim Saudi-Supplied Rebels Behind Chemical Attack

Kann man diesem Bericht Glauben schenken? Nun, er ist auf jeden Fall plausibler als all das was die gleichgeschalteten »Qualitätsmedien™« schon seit Jahren an Nachrichten lancieren beziehungsweise unterdrücken. Seit Jahren wird in den Medien schlechte Stimmung gegen bestimmte Staaten gemacht. Doch wenn es einen vielfach überführten Lügner und eine absolut skrupellose Macht in der Weltgeschichte gibt, dann sind es die USA. Ebenso wie seine Handlanger, zu denen ich auch die BRD zähle. Es geht wie in vielen Fällen um Geld und Macht.

MfG
Hans

Eine Antwort zu “Hey Obama! Bomb Saudi Arabia! And Qatar too!”

  1. zdago sagt:

    @Doch hat er nun oder hat er nicht?

    na ja – unser ABC-Waffenbruder ist doch Meister der False Flag-Operationen – da denke ich nicht einmal mehr nach !

    Aber angeblich wollen die Syrer jetzt ihre C-Waffen unter internationale Kontrolle stellen – hat Saddam damals nicht auch so was ähnliches gemacht ?

    Wenn schon, dann würde ich an ihrer Stelle meine ABC-Waffen unter die gleiche internationale Kontrolle – incl. Iran bsp – stellen, unter deren Kontrolle auch die US-ABC-Waffen stehen !

    Aber solche US-Forderungen sind eh nur Propaganda für das blöde Fußvolk !
    mfg zdago

    Obwohl -auch das erinnert mich an so gewisse Forderungen des glorreichen Präsidenten Roosevelt, dass ein bestimmtes anderes Land ebenso bestimmte Drittländer nicht angreifen sollte, die sich selbst allerdings nicht bedroht fühlten – jedenfalls nicht von ebendiesem !

    PR muss einfach gekonnt sein – und die Zuhörer/-schauer eben mit beschränktem Horizont !