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So ein Mist aber auch! Da wollte ich dieses Frühjahr anfangen mir mein eigenes Kohlekraftwerk zu bauen und jetzt das! Ich dachte, ich komme damit durch. München, auf 600 m über Normalnull, weit weg von Nordsee und Mittelmeer bei Vermeidung jeglicher Tsunamigefahr. Sowie unter vollständiger Weglassung jeglichem spaltbaren Materials. Aber Kohlekraftwerk ist jetzt auch nicht mehr genehm, wie die neuesten Meldungen lauten.

Ökofaschismus? Nein danke!Greenpeace hat die Gesundheitsschädlichkeit von Kohlekraftwerken festgestellt. Genauer gesagt; sie haben Prof. Dr. Rainer Friedrich vom Institut für Energiewirtschaft an der Universität Stuttgart beauftragt das festzustellen. Gut, warum nicht? Für Geld bekommt man heute ja alles. Auch wissenschaftliche Studien. Nun, jedenfalls hat der Herr Friedrich ermittelt dass die 67 schon etwas betagteren Kohlekraftwerke in Deutschland den Bürgern einen durchschnittlichen Verlust an Lebenszeit in Höhe von 33.000 Jahren bescheren. Nicht jedem einzelnen, schon klar. Sondern statistisch gleichmäßig verteilt auf alle Bundesbürger. Wie der Mann auf die Zahl kommt lassen wir dahingestellt. Er ist ja Wissenschaftler. Aber legen wir sie einmal nach dem Gießkannenprinzip auf den einzelnen Bundesbürger um, dann kommen wir unter Verwendung der Formel 30.000 x 365 x 24 / 82.000.000 auf einen Lebenszeitverlust von 3,53 Stunden pro Nase. Aufgerundet.
Siehe: Greenpeace – Tod aus dem Schlot (PDF)

Statistisch wird der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Rechnen wir die eben ermittelten 3,53 Stunden zur Lebenserwartung hinzu, dann würde der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Schon ein gewaltiger Unterschied, nicht? Angenommen, ich wollte dereinst im Alter von 77 Jahren und 6,3 Monaten noch schnell eine Abschiedsparty schmeißen, sollte ich die 3,53 Stunden auf jeden Fall im Auge behalten. Sonst könnte es ganz blöd in letzteres gehen. Denn Partys, bei denen der Gastgeber plötzlich sein Essbesteck abgibt, sind echte Spaßbremsen.

Apropos Spaßbremsen: Greenpeace und der ganze Rest des ökofaschistischen Blocks haben ganz offensichtlich zum Angriff auf die elektrische Grundsicherung in Deutschland geblasen. Denn nach dem Wegfall der Kernkraft sind es hauptsächlich Kohlekraftwerke – oder deren Äquivalent, betrieben mit Erdgas oder Schweröl – die eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten. Die Dinger müssen laufen, sonst wird es finster. Erst wenn der Wind ausreichend bläst, speisen die Betreiber von Windanlagen zusätzlich Strom ins Netz ein. Zu stark darf der indes auch wieder nicht wehen, sonst schalten sich die Wirbelwillis in der Landschaft wieder ab. Bei hinreichend Sonnenschein kommen auch die Solaranlagen hinzu. Die Besitzer jener Anlagen bekommen dafür dank »Erneuerbare-Energien-Gesetz« (EEG) im Schnitt 18 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Egal ob der Strom gerade benötigt wird oder nicht. Dummerweise beteiligen sich viel zu viele Opportunisten an der Regelung und sorgen so für ein zeitweises Überangebot, das ins Ausland verkauft werden muss. Für 5 Cent die Kilowattstunde. Manchmal teilweise sogar geschenkt, wenn das Überangebot auch im Ausland nicht wirklich gebraucht wird. Beim Statistischen Bundesamt liest sich das noch wie eine frohe Kunde:

Pressemitteilung Nr. 125 vom 02.04.2013: Deutschland exportierte auch 2012 mehr Strom als es importierte

WIESBADEN –Im Jahr 2012 war Deutschland wie schon in den sechs vorangegangenen Jahren per Saldo ein Stromexportland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Angaben der vier großen Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, wurden 43,8 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2012 über die europäischen Stromnetze nach Deutschland eingeführt. Im gleichen Zeitraum führte Deutschland 66,6 TWh aus, woraus sich ein Überschuss von 22,8 TWh ergab.

Im Vergleich zum Jahr 2011 vervierfachte sich der Ausfuhrüberschuss nahezu: Damals wurden 6,0 TWh mehr aus- als eingeführt. Der Stromimport lag 2011 bei insgesamt 48,5 TWh, der Stromexport erreichte einen Wert von 54,5 TWh. Im Jahr vor der Havarie der drei Atommeiler in Japan (2010) hatte der Überschuss bei 17,6 TWh gelegen, im Jahr 2009 waren es 14,4 TWh. Damit wurde im Jahr 2012 der höchste Überschuss der letzten vier Jahre erzielt.

Mit der Handelsware Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Der Wert der Stromausfuhren betrug 3,7 Milliarden Euro, die Einfuhrwerte lagen bei 2,3 Milliarden Euro.

Die größten Strommengen wurden 2012 aus den Nachbarländern Frankreich (13,2 TWh), Dänemark (8,5 TWh) und der Tschechischen Republik (8,4 TWh) eingespeist. Die wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren die Niederlande (22,6 TWh), und die beiden Alpennachbarn Österreich (15,9 TWh) und die Schweiz (12,7 TWh).

1 Terawattstunde entspricht 1 Milliarde Kilowattstunden (Kwh).

Quelle: Statistisches Bundesamt – Deutschland exportierte auch 2012 mehr Strom als es importierte

Lassen wir uns das kurz auf der Zunge zergehen: »Mit der Handelsware Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro«. Selten so gelacht. Der Deutsche Stromkunde subventioniert aufgrund des EEG jede Kilowattstunde, die man ins Ausland verscherbelt, mit mindestens 13 Cent. Im Jahr 2012 gab es einen Nettoüberschussexport von 23 Terawattstunden (23 TWh = 23 Mrd. kWh). Subventioniert vom Deutschen Stromkunden mit knapp 3 Milliarden Euro dank des EEG. Und das auch nur, wenn man alleine besagten Nettoüberschussexport zur Berechnung heranzieht. Da freut sich der Geldbeutel von Otto Normalstromkonsument. Was soll man da noch sagen? Grün wirkt?

Doch dürfte der Irrsinn der Energiewende den Regierenden in Berlin vermutlich bald auf die Füße fallen. Denn RWE und EON, die Platzhirsche der Deutschen Stromversorgung, wollen kein weiteres Geld mehr in die »Erneuerbaren« stecken. Ganz einfach weil sie es nicht haben. Laut Bloomberg sollen die beiden Energiekonzerne mit insgesamt 69 Milliarden Euro in den Miesen stecken. Da konzentriert man sich seitens der Konzerne naturgemäß lieber auf realitätsnahe Ertragsmöglichkeiten.
Siehe: DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN – Analyst: Die Energiewende ist endgültig gescheitert

Wozu eigentlich diese beknackte Energiewende? Achja: Es ist wegen des Klimas, nicht? Mal ehrlich: Mir gefällt das derzeitige Klima auch nicht. Vor über zwei Wochen hatten wir Frühlingsanfang, letztes Wochenende war Ostern. Zwar hatte ich schon einen Termin vor Ostern, aber wegen der jüngsten Winterüberraschung traute ich mich bisher nicht die Sommerräder an meinem Wagen montieren zu lassen. Wo bleibt denn jetzt die »Globale Erwärmung™«? Ich bestehe auf Lieferung! Und zwar plötzlich! Schließlich habe ich dafür mit direkten und indirekten Steuern bereits bezahlt!

 
Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur Entwicklung des CO2-Gehaltes in der Erdatmosphäre

Das Klima wird kälter, sagen die Zahlen. Bemerkenswert, vor allem wenn man weiß dass die Messstationen seit weit über 10 Jahren auf »Globale Erwärmung™« getürkt sind. Zugleich steigen die CO2-Werte unbeirrt weiter. Was bedeutet das? Wenn der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt, die globale Temperatur aber nicht, dann ist CO2 schlicht und ergreifend nicht klimawirksam. Da können bezahlte »Wissenschaftler« – heißen sie Rahmstorf, Schellnhuber oder wie auch immer – noch so viele Nebelkerzen zünden.

Richard Pairncutt - Professor für Systematic MusicologyWobei Rahmstorf, Schellnhuber & Co. ja im Vergleich noch Waisenknaben sind, wenn Richard Parncutt als Maßstab anliegt. Jener ist Professor für »Systematic Musicology« (sic!) an der Universität Graz und wie es sich darstellt ein gemeingefährlicher Irrer. Der hatte Ende 2012 allen Ernstes in einem öffentlichen Pamphlet die Todesstrafe für sogenannte Klimaleugner gefordert. Er unterstellt den Zweiflern an der »Globalen Erwärmung™« wichtige Schritte gegen letzteres zu verhindern. Was seiner Ansicht nach in der Zukunft den Tod von Abermillionen verursachen wird. Deshalb solle den Kritikern des Klimaschwindels bereits in der Gegenwart ein kurzer Prozess drohen. Nun wäre es an sich ein Leichtes, milde lächelnd über so einen Spinner hinwegzusehen. Immerhin hat er im gleichen Kontext auch die Todesstrafe für den Papst*) gefordert, weil dieser den gläubigen Katholiken Kondome vorenthält und damit der Verbreitung von AIDS Vorschub leistet. Doch gibt es bekanntlich auf der Welt genug Verrückte, die sich von solchen Veröffentlichungen ermutigt sehen. Sobald sich so welche im Besitz einer höheren Moral wähnen, haben sie keine Hemmungen mehr Zeitgenossen mit missliebiger Meinung den Garaus zu machen.
Siehe: derStandard.at – Disziplinarverfahren gegen Grazer Professor nach Todesstrafe-Forderung

Lassen wir die Spinner ihr Garn spinnen. Wenden wir uns neuen Erkenntnissen aus der irdischen Fauna zu. Wie es aussieht lässt sich ein böser Klimasünder im Erdreich des heimischen Gartens finden. Es ist Lubricus terrestris, der gemeine Regenwurm. In der Schule haben wir damals gelernt, wie wichtig der Wurm für unser Ökosystem ist. Aber weit gefehlt. Denn einerseits sorgt er dafür dass der Boden gut durchlüftet ist.

[…] Andererseits aber fördern die Würmer Mikrobentätigkeiten, die zum Abbau organischer Substanzen und damit zur verstärkten Bildung von gasförmigem CO2 und Distickstoffoxid (Lachgas) führen. Was also sind die Regenwürmer? Klimaschützer oder Klimasünder?

„In den nächsten Jahrzehnten wird die Präsenz von Regenwürmern in den Ökosystemen weltweit noch zunehmen“, sagen die Forscher. Diese Frage zu klären sei also dringend nötig. Schon jetzt erobern die Würmer dank des milderen Klima zuvor wurmfreie Gebiete Nordamerikas, zudem fördert der Eintrag organischer Dünger die Wurmdichte. Um den Klimaeffekt der Würmer zu untersuchen, sammelten Lubbers und ihr Team Daten aus 57 bereits publizierten Studien und werteten diese erneut systematisch aus. Sie untersuchten dabei sowohl, welche Rolle es spielt, ob auf dem Boden Pflanzen wachsen, als auch, ob bestimmte Regenwurmarten den Kohlenstoff- und Stickstoffhaushalt des Bodens stärker beeinflussen als andere.

Mehr Emission bei Düngung
Das Ergebnis: „Unsere Metaanalyse deutet stark daraufhin, dass Regenwürmer die Nettoemissionen von Treibhausgasen aus dem Boden erhöhen“, konstatieren Lubbers und ihre Kollegen. Die Präsenz von Regenwürmern erhöht demnach die Freisetzung von Lachgas im Durchschnitt um 42 Prozent, von Kohlendioxid um 33 Prozent. Dadurch verstärke der Wurm das globale Erwärmungspotenzial – den Beitrag der Böden zum Klimawandel – um immerhin 16 Prozent.
[…]
Quelle: scinexx – Regenwurm als Klimasünder

Nein, jetzt bin ich fix und fertig. Der Regenwurm? Mein Weltbild ist erschüttert. Nie wieder werde ich einem Regenwurm ins Antlitz blicken können ohne zu wissen wie schamlos er die Menschheit bisher hinterging. Vordergründig friedlich und sich als Baumeister des Ökosystems feiern lassen, aber heimlich die Produktion von CO2 und Lachgas fördern? Wie schändlich!

Sarkasmus beiseite, lassen wir Ratio einziehen. Die Einschätzung von der erhöhten CO2– und Lachgas-Freisetzung stammt von »Wissenschaftlern«. Leuten, die nur dann Gelder für ihre Forschung bekommen wenn sie einen Beitrag zum Klimaalarmismus leisten. Denn zur Ehrenrettung des Regenwurmes lässt sich oben gezeigte Grafik von der Entwicklung der Durchschnittstemperaturen in den letzten 10 Jahren anführen. Wenn sich auch die erwähnten holländischen »Wissenschaftler« eine Erhöhung des globalen Erwärmungspotenzials von 16 Prozent aus den Fingern saugen, sprechen die Fakten gegen deren These. Es gibt keine Erwärmung. Die »Globale Erwärmung™« steht seit 15 Jahren still und verkehrt sich in ihr Gegenteil. Demnächst muss das Geschäftsmodell »Globale Abkühlung™« wieder aus der Schublade gezogen werden. So wie in den 1970ern. Es ist wie in der Mode: Alles kommt irgendwann wieder.

MfG
Hans

*) Ich halte es für unwahrscheinlich dass Papst Benedikt XVI. deswegen zurückgetreten ist.

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