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Ende der 17. UN-KlimakonferenzErst wollte ich etwas dazu schreiben. Dann wieder nicht. Was nutzt es, auf einen toten Gaul einzuschlagen? Doch irgendwie kann ich es mir nicht verkneifen. Auch wenn Schadenfreude eigentlich nicht mein Ding ist.

Fast wie beim Fußball. Wie kürzlich erwähnt, fand in Durban (Südafrika) vom 27. November bis 9. Dezember die diesjährige UN-Klimakonferenz statt. Das Medienecho hielt sich in noch engeren Grenzen als die Jahre davor. Als es bei Spielschluss unentschieden stand, ging man in die Verlängerung. Während erste Delegationen bereits die Koffer packten, kam es in der Nachspielzeit bis Sonntag früh offenbar doch noch zu einem klitzekleinen Kompromiss. Prompt titelte das Propaganda-Medium Spiegel Online: »Uno-Konferenz – Durban-Gipfel beschließt neuen Klimavertrag«. Die Berliner Morgenpost backte da schon kleinere Brötchen und schrieb: »Durban – Klimagipfel ist am Ende immerhin nicht gescheitert«.

Fragt sich nur, was die Leute beim Spiegel den lieben langen Tag so konsumieren. »Der Berg kreißte und gebar eine Maus« als Titel wäre immer noch schamlos übertrieben. Doch einerseits brauchen unsere Volksverr … äh … treter mindestens einen kleinen Sieg, den sie dem staunenden Wahlvieh in der Heimat präsentieren können. Andererseits war vor dem Hintergrund von Klima- und Wirtschaftsrealismus nicht viel zu holen.

Das ganze Geschwafel von menschgemachter globaler Erwärmung und von Klimazielen ist ein Kartenhaus, das als Basis nicht taugt. Die Welt hat zurzeit ganz andere Probleme als ein Klima, das sich nur in ebenso sündteuren wie armseligen Computersimulationen verhält wie die Politik es wünscht. Da hilft es auch nicht viel weiter, dass die gleichgeschalteten Medien hysterisch Panik schüren wenn der Wind einem chinesischen Reisbauern den Strohhut vom Kopf weht.

Nun gut, oder eher schlecht, jetzt will man das Kyoto-Protokoll – das eigentlich 2012 auslaufen sollte – weiterführen. Bis 2015 soll ein Nachfolgeprotokoll erarbeitet werden, das ab 2020 in Kraft tritt. Dann müssen auch Russland, Brasilien, Indien, China und die USA mitspielen. Schlau eingefädelt. Bis 2015 beziehungsweise 2020 fließt noch viel Wasser die Isar runter. Hoffentlich hat man den Klimaschwindlern bis dahin kräftig in den Allerwertesten getreten. Diese Selbstbereicherer braucht die Welt ebenso nötig wie die Bankster.

MfG
Hans

4 Antworten zu “Alles nichts, oder?”

  1. zdago sagt:

    @auf einen toten Gaul einzuschlagen?

    wäre es nur ein toter Gaul – aber die Lügner und Betrüger sind ja immer noch im Amt und machen unter der Hand weiter – wie hat es noch EU-Juncker beschrieben:
    „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
    (Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie – SPIEGEL 52/1999)

    Und es gibt den Klimawandel schließlich wirklich – erinnert sich noch jemand an den Geschichtsunterricht – Eiszeit usw.
    Allerdings haben unsere „Eliten“ nicht vor, etwas für die Menschheit zu tun – man denke nur an das Abholzen großer Wälder – Spanien, Italien, Nordamerika – überall, wo unsere Eliten Gewinne „realisiert“ haben in den vergangenen 2000 Jahren. Auch wenn menschliches CO2 nichts damit zu tun hat – es gäbe schon etwas zu tun. Aber mit dem Co2-Klimawandel geht es nur um betrügerisches Abzocken – ist schon richtig, diese „Eliten“ sind so notwendig wie ein Kropf – aber leider können sie weitermachen!

    mfg zdago

  2. Hans sagt:

    Hallo Zdago,

    einigen wir uns auf Koma. In den kommenden Jahren wird sicherlich viel Untergrundarbeit geleistet werden. Der Hauptgrund, warum die in bei ihrer Klimakonferenz auch dieses Jahr nicht weitergekommen sind, liegt darin dass es eine ganze Menge Länder gibt die sich nicht von diesem reisenden Schwindlerhaufen ausnehmen lassen wollen. Da braucht es »Überzeugungsarbeit™«, Erpressung, Bestechung und welche diplomatischen Spielarten es sonst noch gibt.

    MfG
    Hans

  3. Gilbert sagt:

    „Nicht ausnehmen lassen“ ist vielleicht etwas großzügig formuliert. Ich schätze, die haben eher mitbekommen, dass die Sahne in Form von CO2-Zertifikaten längst abgeschöpft und für sie in der Beziehung nichts mehr übrig ist.

    Die Zertifikate sollen in der letzten Zeit auch ganz schlecht laufen. Deutlich weniger verkauft als erwartet. Vielleicht schon das erst Rückzugsgefecht?

    Vielleicht bekommen wir das Ende aber auch gar nicht mehr mit, weil der Strom abgeschaltet ist, hier nur noch Schafe weiden und die Türken mangels Veralimentation durch das blöde deutsche Volk in die Türkei zurückgegangen sind.

    Es lebe das betreute Denken
    Gilbert

  4. zdago sagt:

    Hallo Hans,

    @In den kommenden Jahren wird sicherlich viel Untergrundarbeit geleistet werden.

    wie es der Juncker schon beschrieben hat. Obwohl ich nicht erwarte, daß in 2020 der Co2 noch eine Bedeutung hat. Wer bis dahin überlegt hat, braucht sich – auf der „Eliten“-Seite nicht mehr zu verstecken, und die Überlebenden der anderen Seite sind irrelevant.
    Oder – die „Eliten“ und ihre vielfältigen Helder in Justizund Beamtenschaft bewohnen bis dahin Bäume – an mehr oder weniger langen Seilen – und auch dann spielt es keine Rolle mehr.

    Jedenfalls wird das derzeitige System, in dem das meist ahnungslose, treudoofe Volk mit Lug und Trug dazu gebracht wird, das es will, was es soll, nicht mehr so lange bestehen. Eine Seite wird zahlen – nach altväter Sitte mit ihrem Blut. Es bleibt nur noch abzuwarten, ob es ausgeht wie die Bauernaufstände – oder wie Pol Pot !

    Buffet hat 2006 nicht nur zugegeben, daß es einen krieg der „Eliten“ gegen das Volk gibt (New York Times ,Ausgabe November 26, 2006) – habe ich mir einmal notiert – er hat auch die Überzeugung geäußert, das die Klasse der Reichen diesen Krieg gewinnt.
    Letzteres halte ich noch nicht für sicher, da die Reichen ihre Handlanger aus der Klasse der Armen brauchen für ihre Existenz, nicht nur für den Krieg. Und darin besteht eine potentiell tödliche Schwäche. Sicher – sie versuchen diesen Nachteil durch eine entsprechende Roboterentwicklung auszugleichen – aber: wir kennen ja den Terminator!
    Nichts ist für die Ewigkeit, daß werden diese Leute auch noch begreifen – nur – wie ich befürchte – zu spät, um ihre Existenz zu retten. Allerdings garantiert diese Gewissheit nicht das Überleben der überflüssigen anderen!
    mfg zdago