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Grüner Kassenwart Christian GoetjesDer GrünInnen-Landesverband Brandenburg sucht einen Schatzmeister. Genau genommen zwei. Den neuen und den alten. Letzerer hat sich sich aus dem Staub gemacht und die Parteikasse gleich mitgenommen. Christian Goetjes – Alter 33, Berufsstudent, lebte noch bei seiner Mutter – war seit dem Jahr 2000 Schatzmeister bei den Grünen in Brandenburg.

Goetjes soll über längere Zeit Beträge von mehreren Hundert bis einigen Tausend Euro auf Konten in Bulgarien überwiesen haben. Woher könnte ein Dauerstudent so viel Geld haben? Das fragte sich auch eine Berliner Bank, bei der Goetjes diese Überweisungen tätigte und erstattete 2010 Verdachtsanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen möglicher Geldwäsche. Der Schatzmeister bekam eine Vorladung zur Vernehmung, wegen der er demnächst bei der Polizei vorstellig werden sollte.

Dann ging alles sehr flott. Goetjes, der seit letztem Jahr volle Zugangsberechtigung zum Konto der Partei hatte, hob in wenigen Tagen das Parteivermögen in Höhe von 40.000 Euro ab. Außerdem setzte er seine grünen Mitstreiter in Kenntnis, er wolle künftig nicht mehr Schatzmeister sein. Als Grund gab er an, er hätte zuviel Stress und außerdem wolle er sich ganz auf sein Studium konzentrieren. Aber wieviel Stress kann ein Schatzmeister, der über 40.000 Euro wacht, eigentlich haben? Und wie die Polizei mittlerweile feststellte, ist Goetjes in Wahrheit an keiner Universität eingeschrieben.

Der Schatzmeister verschwand dem Vernehmen nach Richtung Bulgarien. Dorthin, wo er wohl offenbar eine Freundin hat, der er die ganze Zeit Hunderte und Tausende von Euro überwies. Das LKA Brandenburg ermittelt gegen ihn nun nicht mehr nur wegen Geldwäsche sondern auch wegen Veruntreuung der Parteikasse. Die GrünInnen in Brandenburg stehen derweil ohne Geld da. Blöd gelaufen. Aber wie lange werden die 40.000 Euro wohl reichen? Selbst in Bulgarien ist das Leben nicht mehr so billig wie früher.
Siehe: Grüner Kassenwart wegen Geldwäsche unter Verdacht

Mit Blick auf die durch und durch korrupte Politlandschaft könnte Christian Goetjes dennoch eine große Karriere bevorstehen. Ähnlich wie es dem CDU-Politiker erging, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte. Bei ihm fand man zu Zeiten der Kohlschen Parteispendenaffäre 100.000 D-Mark in seiner Schreibtischschublade, die er dort »vergessen« hatte. Soll tatsächlich vorkommen. Weshalb ich auch sicherheitshalber regelmäßig meine Schreibtische durchstöbere. KänguruhMan weiß ja nie. Dem, dessen Name hier nicht genannt werden soll, schadete seine »Vergesslichkeit« indes nicht. Denn der ist heute Bundesfinanzminister.

Die GrünInnen in Brandenburg wollen nächste Woche einen neuen Schatzmeister ernennen. Eingedenk der klammen Parteikasse würde ich ihnen ein Känguruhweibchen empfehlen. Denn kein Lebewesen versteht es besser, mit leerem Beutel große Spünge zu machen.

MfG
Hans

3 Antworten zu “Stelle frei”

  1. zdago sagt:

    @dessen Name hier nicht genannt werden soll

    muahahah – der Demenzminister ! Eigentlich doch gut so – aus der Sicht der heutigen Politeska – da kann so mancher die schwarzen Koffer dann selbst einsacken!
    Wäre doch unterhaltsam, wenn er einmal seinen Mr. Potter findet und sich in üble schwarze Luft auflöst ! Jedenfalls kein Verlust fü ehrliche Mitbürger.
    mfg zdago

  2. Gilbert sagt:

    … und dann noch ->das hier

  3. zdago sagt:

    @das hier

    die Beschreibung ist ebenso richtig wie die CDU keine Alternative ist.
    Und leider – Fälle wie Dutreaux oder der Sachsensumpf – sind 10-jährige Blondinen inzwischen zum Statussymbol der modernen „Eliten“ geworden, da sind die Grünen mit ihren Progerammen willige und wohlgesonnene Helfer – da werden sie bei keiner der etablierten Parteien Hilfe finden
    mfg zdago