Diese Webseite verwendet im Normalbetrieb keine Cookies. Es sei denn, Sie schreiben hier Kommentare. Oder Sie versuchen sich anzumelden.cookies policy.     HABS KAPIERT

Während der vorigen zwei Wochen habe ich ein wenig Netzwerkabstinenz geübt. Nur um einmal etwas Abstand von dem alltäglichen Wahnsinn zu gewinnen. Von dieser andauernden Reizüberflutung im Weltgeschehen bekommt man eine regelrechte Hornhaut auf der Seele. Vielleicht hätte ich mir meine Hornhaut aber besser bewahren sollen. Nach dem, was ich die letzten drei Tage zu lesen hatte, da bekommt sogar meine Gänsehaut noch eine Gänsehaut.

Wie wir alle aus dem Schulunterricht wissen dürften, dreht sich die Erde immer langsamer. Hat sie für eine komplette Drehung um die eigene Achse vor einer Milliarde Jahre noch wenige Stunden gebraucht, benötigt sie heute schon fast einen ganzen Tag. Nämlich 23 Stunden und 56 Minuten. Schuld ist der Mond in Zusammenspiel mit den Ozeanen der Erde. Selbiger beschert mit seiner Gravitation den Meeren Ebbe und Flut, bremst nach und nach die Drehung unseres Planeten ab und gewinnt dabei selbst an Fahrt (Energieerhaltungssatz). Weshalb sich der Mond irgendwann in ferner Zukunft von der Schwerkraft der Erde lösen und in den Tiefen des Weltalls verschwinden sollte.

In Abwandlung des Shakespeare-Zitates: »Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt«, steht jedoch plötzlich im weltweiten Netz zu lesen dass die Drehzahl unserer blauen Kugel unerwartet zugenommen hat. Aus diesem Grund verzichtete man in der letzten Silvesternacht auf die eigentlich geplante Schaltsekunde. Die Wissenschaftswelt rätselt zwar noch, wie das kommen konnte. Aber BILD hat schon die Lösung. In einem brillianten Meisterwerk journalistischer Investigativkunst enthüllt das Blatt lässig in gewohnt großen Buchstaben: »Wegen Erderwärmung – Erde dreht sich immer schneller«.

Diplom-Geophysiker Felix Landerer (30) vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg zur wichtigsten Folge: „In Zukunft werden unsere Tage kürzer!“

Bisher dauert es 23 Stunden und 56 Minuten, ehe die Erde sich einmal um sich selbst gedreht hat.

Warum soll dieses Tempo in Zukunft steigen? Landerer: „Weil das Gewicht der Erde sich neu verteilt.“

Die erwärmten Ozeane sollen sich ausdehnen, bisher flache Gebiete überfluten und damit schwerer machen. Da vor allem die Nordhalbkugel betroffen ist, wird der obere Teil der Erde schwerer. Der Forscher:

„Dann beobachten wir einen Effekt wie bei einem Eiskunstläufer, der eine Pirouette dreht. Er wird schneller, weil er sein Gewicht (Arme und Beine) heranzieht. Die Erde wird schneller, weil ihre Masse näher ans Zentrum rückt.“

Quelle: Wegen Erderwärmung – Erde dreht sich immer schneller

Ja, nee. Schon klar. Wenn die Nordhalbkugel schwerer wird, dann verhält die Erde sich wie ein Eiskunstläufer bei der Pirouette während er Arme und Beine heranzieht. Wegen der Klimaerwärmung, wie von Bild.de berichtet. Logisch. Und ich Naivling habe mir bisher immer nur Sorgen gemacht, dass ich wegen der Corioliskraft irgendwann mal ein Schleudertrauma bekomme. Mannomann: Diplom-Geophysiker, 30 Jahre alt, lebt vermutlich noch bei seiner Mutter. Offenbar frisst die PISA-Studie ihre Kinder nicht, sie speit sie wieder aus. Außerdem steht Australien unter Wasser und nicht England. Von wegen, die Nordhalbkugel würde schwerer.

Nichtsdestotrotz: Wenn die Erdrotation jetzt plötzlich und unerwartet einen Zahn zulegt, dann bedeutet das im Umkehrschluss was? Richtig, der Mond bewegt sich wieder auf die Erde zu. Irgendwo muss die Energie dafür ja herkommen.

Das gefällt mir alles ganz und gar nicht. Wir sollten die Zeichen erkennen. Die Erde tickt nicht mehr richtig. Australien ist von einer Sintflut betroffen. Die Bewohner in den überfluteten Gebieten sind von Giftschlangen bedroht. In Arkansas trieben letzte Woche Donnerstag hunderttausende von Fischen mit dem Bauch nach oben im Arkansas-River. In der Silversternacht fielen tausende von Vögeln keine 200 Kilometer vom Ort des Fischsterbens entfernt tot vom Himmel. Und in Chile bebte am Neujahrstag wieder die Erde.

Müssen die Zeichen noch deutlicher werden? Die Maya haben sich um ein Jahr verrechnet. Die Welt geht bereits 2011 unter, nicht 2012. Hoffentlich fällt der Weltuntergangstag nicht wieder auf ein Wochenende. So wie letztes Weihnachten und Neujahr.

MfG
Hans

3 Antworten zu “Argh, die Welt geht unter!”

  1. zdago sagt:

    @Die Erde tickt nicht mehr richtig

    ach was – das Universum ist ein Gleichgewichtsystem – wenn auf der einen Seite etwas auf den vollen Tisch geschoben wird, bewegen sich viele Teile und auf der anderen Seite fällt etwas runter.
    Das Problem besteht nur im beschränkten Blickwinkel des Menschen und der unbegrenzten Gier einer Minderheit, die daran leider nicht als erste, sondern erst als letzte sterben werden.
    Sie wissen nur nicht, wie der energetisch stabielste Punkt des planetaren Systems aussieht – aber vielleicht ist ihnen bekannt, das die Erde mit einer für Menschen giftigen Athmosphäre gestartet ist und sich dann unter dem Einfluß vieler Aspekte veränderte. Möglicherweise wird die Erde ein System anstreben, wie es die Venus schon erreicht hat. Das würde die Krankheit Mensch eleminieren – ist aber noch lange kein Weltuntergang. Nur einige größenwahnsinnige Parasiten würden vom Planeten verschwenden.
    mfg zdago

  2. Experte sagt:

    „Wegen Erderwärmung … “

    LEIDER LEIDER:
    Seit 1995 gibt es KEINE Erderwärmung,
    seit 2002 wird es ZUNEHMEND kälter.
    Traurig.
    google: „Kältetote“ – Es werden jedes Jahr mehr!

  3. Experte sagt:

    @zdago,

    „die Krankheit Mensch eleminieren“

    Wenn du dich wie die Pest fühlst, gib ein schönes Beispiel, setz‘ ein Zeichen:
    Erschieß dich! :-)
    Oder folge den WHO-Skull&Bones-Impfempfehlungen.