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Natürlich weiß ich was eine Räterepublik ist. Im Prinzip wenigstens. Was ich im Moment nicht weiß ist, wer sich eventuell in der Deutungshoheit über diese Begrifflichkeit wähnt. Man muss ja heutzutage aufpassen. Am Ende gerät man mit seiner Wortwahl in die Nähe von Gefilden, in denen längst schon jemand seine Schürfrechte gesichert hat. Doch bevor gleich irgendeinem oder irgendeiner vor Empörung die Halsschlagader platzt; ich möchte gar keinen Vergleich zu einer wie auch immer gearteten Räterepublik wagen. Nein wirklich, ich werde den Begriff hier nur missbräuchlich verwenden.

Seit Aschermittwoch herrscht Fastenzeit im traditionsbewussten Bayern. Also jenem Bayern, wo die Welt noch in Ordnung scheint. In der Zeit des Fastens wird, wie der Name schon sagt, gefastet. In früheren Jahrhunderten nach strengen kirchlichen Regeln, an die sich alle zu halten hatten. Des lieben Seelenheiles wegen. Doch war damals wohl niemand so erfindungsreich wie der Klerus selbst, wenn es darum ging die Fastenregeln etwas komfortabler zu gestalten. Auch wenn das Fleischessen verboten war, Fische waren es nicht. Sie durften nur nicht über einen runden Teller hinausragen. Also züchtete man Karpfen mit einem höheren Rücken. Kopf ab, Schwanz ab, und er füllte den Teller aus, ohne über den Rand zu hängen.

Salvator-Ausschank auf dem Nockherberg 1890Doch lebt der Mönch nicht vom Fisch allein, auch Bier kann ganz schön nährstoffreich gebraut werden. Mit vergleichsweise viel Alkohol zwar, aber es diente ja der Sättigung des darbenden Fastenbruders. Dieses gehaltvolle Bier wurde wegen seiner oft niederschmetternden primären Nebenwirkung Starkbier genannt.

Seit dem späten 18. Jahrhundert konnten die Paulanermönche mit königlich-bayerischer Erlaubnis ganzjährig Bier ausschenken. In der Fastenzeit durfte es dann gerne auch mal eine Maß Starkbier sein. Durch die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts ging die Brauerei der Paulanermönche auf dem Münchner Nockherberg in weltliche Hände über. Der neue Pächter und spätere Besitzer der Brauerei führte die Tradition des Starkbieranstichs ein. Ein Fest, bei dem das neue Starkbier eines jeden Jahres großzügig probiert wurde. Über die Jahre entwickelte sich der Starkbieranstich zu einem Spektakel. A-, B- und C-Prominenz feiert immer wieder ein Stelldichein und die Vertreter aus Landes- und Bundespolitik dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Für Letztgenannte hat es einen besonderen Grund. Denn sie müssen Gesicht zeigen und herzhaft lachen, wenn sie von einem eigens bestellten Kabarettisten »derbleckt« werden. Sonst könnte ja der Verdacht entstehen, der Kabarettist hätte recht mit seinen Anwürfen. »Derblecken« hat nicht etwa mit »derb lecken« zu tun, wie es schon mal jemand den ich kenne übersetzt hat. »Derblecken« kommt vom lächelnd die Zähne blecken, während man seinem Gegenüber satirisch überhöht den Spiegel vorhält. Was dann durchaus derb ausfallen kann und manch einer der so Gescholtenen im stillen Kämmerlein seine Wunden lecken dürfte. Aber Tradition ist Tradition und wer in die Politik geht muss eben etwas aushalten können. Doch bleibt es nicht aus, dass es auch Spielverderber gibt. Leute, die jedes Wörtchen auf die Goldwaage legen und immer alles aufbauschen müssen.

Der Schauspieler Michael Lerchenberg gab seit dem Jahr 2008 den »Bruder Barnabas« auf dem Nockherberg. In der Verkleidung als Paulanermönch »derbleckte« er die Politikerkaste. Zur Freude des Publikums und augenscheinlich auch zur Freude der Betroffenen. Kunst – in diesem Fall die kabarettistische – darf bekanntlich alles. Doch halt, Vergleiche mit bestimmten Geschehnissen in der Vergangenheit sind ebenso riskant wie die Verwendung von mit Deutungshoheit belegten Worten.


Dieses Video besteht aus fünf Teilen, die automatisch nacheinander abgespielt werden. Die beanstandeten Äußerungen befinden sich im dritten Teil ab Zeitmarke 2:30. Der Bayerische Rundfunk hat seine Aufzeichnung mittlerweile zensiert.

Auf diesem Wege vielen Dank an Youtube-Benutzer »Merkelfanclub«.

Michael Lerchenberg alias »Bruder Barnabas« hatte sich Guido Westerwelle vorgeknöpft. Ein leichtes Ziel. Vor allem weil Westerwelle in der jüngeren Vergangenheit ein paar Tatsachen thematisiert hatte, die man von offizieller Seite lieber mit dem Mantel des Schweigens bedeckt hält. Dass Westerwelle dabei in Pauschalverurteilungen große Teile der Bevölkerung diffamierte, wird noch immer in vielen Foren heiß diskutiert. Dafür wollte Lerchenberg ihn abstrafen als er ausführte, Westerwelle möchte nun alle Hartz IV-Empfänger bei Wasser und Brot in einem Lager in Ostdeutschland sammeln. »Drumrum ein Stacheldraht, das haben wir schon mal gehabt«, meinte er. Über dem Eingang, »bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: Leistung muss sich wieder lohnen«.

Lerchenberg hat in dem Punkt recht, dass wir sowas in der Tat schon einmal gehabt haben. In jener Ära, über die wir Deutsche uns, wenn, dann nur ganz leise und mit möglichst viel verächtlichen Worten äußern dürfen. Wer damals keine Arbeit annehmen wollte und es sich lieber in der sozialen Hängematte bequem machte, der war verdächtig arbeitsscheu zu sein. Für solcherart Titulierte gab es im Sommer 1938 die Aktion »Arbeitsscheu Reich«. Wer als arbeitsscheu galt, wurde verhaftet und in Konzentrationslager zur Zwangsarbeit verbracht. Insgesamt sollen es über 10.000 Menschen gewesen sein, die man ins Lager steckte. Das waren die Vorgänge, auf die Michael Lerchenberg wegen der Pauschalurteile Westerwelles anspielte.

Freilich ist es Geschmackssache, ob man darüber jetzt lachen kann oder nicht. Die Reden beim Starkbieranstich sind – gelinde gesagt – stark pointiert und wer sie sich anhören will, sollte darauf achten nicht das dünnste Fell zu tragen. Charlotte Knobloch, derzeit noch Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, fand das jedenfalls nicht witzig und bezog Lerchenbergs Analogie auf das Leid der Juden in den Konzentrationslagern. Denn laut sattsam bekannter Lesart des Zentralrats gab es in Konzentrationslagern ausschließlich Juden. Keine Arbeitsscheuen, keine Zigeuner, keine anderen Glaubensrichtungen, niemand außer Juden. Da wird eifersüchtig drüber gewacht.

Mit seinen Äußerungen habe Lerchenberg eine Grenze überschritten, „die nicht hinnehmbar ist“, sagte Knobloch am Donnerstag.

Stilblüte im Original: Knobloch empört über KZ-Anspielungen

»Ja, die Grenze ist wirklich nicht hinnehmbar«, ist man versucht flapsig beizupflichten.

»Zentralrat befiel, wir folgen dir«. So lautet das Credo der deutschen Politikerkaste, sobald aus erwähntem Rat der leiseste Hauch von Empörung anklingt. Gemeinsam kriegten sie sich nicht mehr ein vor lauter Betroffenheit. In offensichtlich völligem Unverständnis dessen, was Lerchenberg auf den Punkt bringen wollte, machten sie sich gehorsam über ihn her. Und Guido Westerwelle zickte rum: »Scharf kritisiert zu werden, gehört zu meinem Amt dazu. Mit einem KZ-Wächter verglichen zu werden, geht zu weit«. Zudem wolle sie künftig nicht mehr auf den Nockherberg eingeladen werden. Welch herber Verlust. Naja, jetzt ist Spaß-Guido erstmal auf Südamerikareise. Katastrophentourismus in Chile. Und wenn Westerwelle wieder zurück ist, stehen ein paar peinliche Fragen über Parteispenden verbunden mit diversen Urlaubsreisen an. Das wird sicher ein Spaß, Guido.
Siehe: Opposition will Klarheit über Westerwelle-Reisen

»Bruder Barnabas« alias Michael Lerchenberg hat inzwischen den Job hingeschmissen. Seine KZ-Anspielungen waren jedoch nicht anstößig, wie er sagt. »Mein Bruder Barnabas hat mit seiner Form der politischen, auch zu Teilen ernsten und durchaus manchmal provokanten Fastenpredigt sicherlich Maßstäbe gesetzt. Nichts und niemanden hat er geschont«, erklärte Lerchenberg. Und weiter: »Wenn diese Form der anspruchsvollen, satirischen, politischen Predigt auf Dauer dem Nockherberg nicht zuzumuten ist, dann ist es besser, man zieht seine Konsequenzen und macht den Weg frei für einen unbelasteten Neubeginn«.

Der am meisten beanstandete Satz – der mit dem Schriftzug über dem Tor – war ein Vorwurf an die Adresse Westerwelles, kein Witz. Und anstößig waren die KZ-Anspielungen nicht, wenn man den geschichtlichen Hintergrund kennt. Aber was soll man von den heutigen Politikern schon erwarten? Joschka Fischer wusste zu seiner Zeit in der Regierung noch nicht einmal, wann der Zweite Weltkrieg stattfand. Wenn man den Mann als Indikator nimmt, wird begreifbar warum sich die deutsche Politikerelite vom Zentralen Empörungsrat der Juden ein ums andere Mal ins Bockshorn jagen lässt.

An der Stelle kommen mir leise Zweifel, ob ich in dieser Räterepublik das Wort Juden überhaupt noch schreiben darf. Darf man Juden noch als solche bezeichnen? Oder erfüllt das bereits den Straftatbestand der Volksverhetzung? Ich meine, man weiß ja nicht welchen Furz der Zentralrat heute wieder quersitzen hat.

MfG
Hans

7 Antworten zu “Räterepublik”

  1. Gilbert sagt:

    Grüß Gott Hans,

    so ein unerträglicher Rassismus ! Ich bin empört ! Ich zitiere: „bankpolitischer Ostfriese“. So eine Unverschämtheit ! Ich verbitte mir diesen auf uns Ostfriesen gemünzten Antisemitismus ! Wenn man auf dem Seeweg zu euch kommen könnte, würden wir euch glatt den Kaperkrieg erklären. Wehe dem nächsten bayerischen LKW, der hier durch die Lande fährt. … grummel … brummel … Und wehe, der hat kein Bier dabei !

    Ansonsten fühle ich mich aber eher an ->das hier erinnert. Wie kann man da sitzen und darüber lachen und sogar Beifall klatschen, wenn jemand verkündet, man sei das blödeste und korrupteste Arschloch, das sich im Raum befindet ? Ist das nun der Beweis, dass wir von Außerirdischen regiert werden ? Außerirdische, bei denen Lachen und Beifall das Zeichen äußerster Wut, Zuschlagen und Messerstechen aber als Humor und gute Laune gelten (wie sonst könnten sie so viel Sympathie für Kulturbereicherung aufbringen) ?

    Diese Leute haben nicht nur keine Ahnung von der Geschichte, sie haben auch die Rolle des Narren nicht verstanden. Der soll sie nicht nur zum Lachen bringen, sondern auch zum Nachdenken. Aber das steht wohl auch nicht auf der Agenda der außerirdischen Lebensform.

    Was Westerwelles Sprüche angeht, hier mal ein Zitat zu einem Teilaspekt des Thema

    Im letzten Jahr hat meine Partei bei der holländischen Regierung angefragt, eine Kosten/Nutzen-Analyse über die Massenimmigration zu erstellen. Aber die Regierung hat sich geweigert, uns zu antworten. Warum? Weil sie Angst vor der Wahrheit hat. Elsevier, eine holländische Wochenzeitung, hat die Kosten auf mehr als 200 Milliarden Euro berechnet. Alleine im letzten Jahr ergab sich ein Betrag von 13 Milliarden Euro. In Europa wurden noch mehr Berechnungen angestellt: Nach der dänischen Nationalbank kostet jeder dänische Immigrant aus einem muslimischen Staat den dänischen Staat mehr als 300.000 Euro. Dasselbe kann man in Norwegen und Frankreich sehen. Das Ergebnis, das man daraus ziehen kann ist: Europa verarmt von Tag zu Tag. Verarmt immer mehr dank der Massenimmigration. Verarmt immer mehr dank der Demographie. Und die Linken sind hocherfreut.

    Geert Wilders vor dem britischen House of Lords

    Wie es neulich sogar im „Ersten Deutschen Propagandafernsehen“ offen gesagt wurde: wir brauchen diese Leute nicht nur nicht, wir können sie nicht brauchen. Selbst wenn alle kooperativ wären, 800.000 offene Arbeitsplätze stehen in keinem Verhältnis zu mehr als 6.000.000 Arbeitslosen (und damit sind noch nicht mal alle gezählt). Westerwelle hat Recht, wenn er sagt, dass man nicht bei jeder Gelegenheit mit der Gießkanne herumgehen kann und damit auch noch großzügig Sozialfälle aus anderen Ländern anlockt (das stammt allerdings nicht von Westerwelle, sondern von Sarrazin). Hier bestünde eine Möglichkeit, mal aufzuräumen und sich danach auch mal gezielter um das eigene Proletariat zu kümmern und auf der anderen Seite auch die zu entlasten, die die Zeche zahlen dürfen.

    Der ZdJ poltert unpassend dagegen. Soll er tun. Das Problem ZdJ erledigt sich möglicherweise durch den importierten islamischen Antisemitismus von selbst.

    Gilbert

  2. zdago sagt:

    ach ja – so sind sie halt – die Besserverdienenden. Im Austeilen stark, im EInsetecken schwach!

    Das ganze Geschrei ist doch nur eder Beleg, daß er recht hat, der Bruder. Der getroffene Hund bellt eben. Und ein Maulkorb ist bei diesen … schon lange fällig.

    Viel interessanter finde ich die Nachrichten über Griechenland. gelegentlich hört man da von umfangreichen Demonstrationen und das die EU-Eingreiftruppe schon in Bereitschaft geht, um die zahlungsunwilligen Griechen lissabon-gerecht abzuschießen.

    KeinWunder, daß die Hunde so bellen, damit man das Geschrei nicht hört.

    Bei den Wikinger-Königsbegräbnissen haben die Trauernden draußen auch immer ein Riesen-TamTam gemacht, wenn die Freunde innen noch einmal die Mägde vergewaltigt haben – natürlich nur aus Freundschaft – ehe sie sie dann erwürgt haben, damit sie mit ihrem Herren nach Walhalla fahren!

    Es finden sich immer noch andere Interessen – was also soll hier versteckt werden?
    mfg zdago

  3. Hans sagt:

    Grüß Gott Gilbert,

    ja, die Ostfriesen haben es nicht leicht. Wusste gar nicht, dass sie semitischer Abstammung sind.

    Aber wenn Du Bayern auf dem Seeweg erreichen willst, kein Problem: Nordsee, Ärmelkanal, Atlantikküste entlang bis Gibraltar, Mittelmeer, Bosporus, Schwarzes Meer und dann Donau stromaufwärts. Gut, ist etwas umständlich. Deshalb hat man den Rhein-Main-Donau-Kanal gebuddelt. Ist kürzer. Und Bier gibt’s in Maßkrügen, nicht in Lkws. Aus denen trinkt sich’s schwer.

    Das was Dich an Augsburger Puppenkiste erinnert, nennt man Tradition. Es ist alte deutsche Sitte, sich einen Hof- oder Stadtnarren zu halten. Der durfte alles sagen, was er wollte. Oder auch Streiche spielen. Denn er hatte die sprichwörtliche Narrenfreiheit. Nachdem die Politik teilweise die Rolle des Adels übernahm, muss sich diese nun die Tiraden von »Berufsnarren« anhören. Und wenn es denn wahr ist auch, dass sie die blödesten und korruptesten Arschlöcher im Saal sind. Diese »Berufsnarren« sind meist mit einem IQ ausgestattet, der weit über den Horizont der Gescholtenen hinausgeht. Auch den geschichtlichen. So muss man sich nicht wundern, wenn der Politadel von heute über Hofnarren herfällt. Einerseits weil sie nicht wissen, dass so etwas in früheren Zeiten als unentschuldbarer faux pas gewertet wurde. Andererseits weil sie trotz aller Geld- und Machtgier zu dämlich sind, die Botschaft des Narren richtig einzuordnen.

    Keine Narrenfreiheit hat indes die Politik. Besonders wenn sie auf die Produkte ihrer eigenen Fehler eindrischt.

    Aus dem Gastartikel von Guido Westerwelle in WELT ONLINE

    CDs mit den Daten krimineller Steuerhinterzieher erregen die ganze Republik. Tausendmal mehr Bürger, die für ihre Arbeit weniger bekommen, als wenn sie Hartz IV bezögen, tun es nicht. Was sagt eigentlich die Kellnerin mit zwei Kindern zu Forderungen, jetzt rasch mehr für Hartz IV auszugeben? Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.

    Siehe: Ungelöst: Das neue Hartz IV

    Sowas dümmlich Populistisches liest man selten. Westerwelle kommt mir vor wie ein Frosch, der jahrelang mit anderen Fröschen in den gleichen Teich gekackt hat und sich plötzlich darüber beschwert, dass das Wasser dreckig ist. Spaß-Guido gehört zu denen, die es geschafft haben Arbeitsplätze zum Exportschlager zu machen. Zu denen, die gleichzeitig Sozialfälle aus aller Herren Länder importieren. Deutschland sei ein Einwanderungsland, und wer etwas anderes sagt ist rechtsextrem.

    Westerwelle und seine Mitstreiter waren lange nicht an der Regierung beteiligt, aber sie haben mit in das selbe Horn gestoßen. Freie Marktwirtschaft bis hin zum Raubtierkapitalismus. Jetzt sind viele der deutschen Arbeitsplätze woanders und Spaß-Guido schimpft über die, die sich hierzulande ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können. Nimmt eine Kellnerin und ihre Kinder als rhetorische Geiseln und schreibt, wie ungerecht hoch doch die Bezahlung der Hartz-IV-Empfänger ist. »Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken«, nennt er das. Wie wäre es denn, wenn Westerwelle seiner fiktiven Kellnerin einfach mehr bezahlt für ihre Leistung? Immerhin ist das ein Knochenjob. Wie wäre es mit Mindestlöhnen, die die unteren Gehaltsstufen so weit anheben, dass sich Leistung wirklich wieder lohnt? Aber nein, dann ginge der Westerwelle-Klientel ja zuviel Geld durch die Lappen. Die denkt sich lieber Konstrukte wie 1-Euro Jobs aus. Die »working poor«, die arbeitenden Armen, gibt es nicht nur in den USA. Auch hierzulande.

    Spaß-Guido sollte nicht über die Hartz-VI-Empfänger schimpfen, die sind Produkte einer völlig falschen Politik auf Kosten der Bevölkerung. Sondern sich lieber Gedanken darüber machen wie der Mittelstand gestärkt werden könnte. Vielleicht auch darüber, wie die Einwanderung in unsere Sozialsysteme gestoppt werden könnte. Aber das traut er sich nicht. Wetten?

    MfG
    Hans

  4. Hans sagt:

    Grüß Gott Zdago,

    ein Anfangsgedanke von mir war, die Betroffenheit über die KZ-Analogie sei nur vorgeschoben. Lerchenberg sollte wegen der Vorwürfe in Richtung Politik aus dem Job geworfen werden. Doch was Lerchenberg da zum Besten gab war offenkundig. In geballter Form zwar, aber es sollte ja Spaß machen.

    Die EUROGENDFOR ist eine paramilitärische Polizeitruppe. Sie besteht zurzeit aus etwa 3.000 Angehörigen. Beteiligt sind Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Niederlande und Rumänien. In Griechenland hätten diese Leute nichts zu suchen, außer die griechische Regierung fordert sie an.

    Falls sie es tut, hat die Polizeitruppe kraft des Lissabonvertrages tatsächlich die Möglichkeit lethale Mittel gegen Aufständische einzusetzen. Schrecklich, dass davor vorher niemand gewarnt hat.

    MfG
    Hans

  5. Gilbert sagt:

    Gott zum Gruße, Hans,

    da stellt man sich als (Wahl)Ostfriese schon so doof, wie das allgemein angenommen wird, und dann wird selbst das nocht falsch verstanden. Wie war das noch ? Wenn ein Ostfriese nach Österreich geht, haben die Preussen einen Deppen weniger und die Österreicher einen Ingenieur mehr. Außerdem steigt in beiden Ländern der Durchschnitts-IQ. 😉

    Und ficktiv wird sich der Guido allenfalls mit dem Kellner abgeben, aber nicht mit der Kellnerin.

    Mit dem Verhältnis Hartz-IV/Arbeitslohn hat er nun leider Recht, und wenn ich mir das Kneipensterben hier im Norden so anschaue (immerhin sind wir auch Feriengebiet), möchte ich das mit der Machbarkeit von Mindestlöhnen zumindest auf dem Terrain bezweifeln. Meiner Meinung nach sollte man Leih- und Zeitarbeit verbieten, weil das nichts anderes als ein Wrap-Around um großzügigere Kündigungsbedingungen ist, der gerade von den Großfirmen schamlos zum Lohndumping zweckentfremdet wird. Ich verstehe nicht, wieso die Gewerkschaften da nicht wacher werden. Zeit- und Leiharbeit weg und vernünftige tarifliche Kündigungsregeln, dann könnten die Gewerkschaften für tarifliche Mindestlöhne sorgen, ohne dass man sich einem Staatsdiktat aussetzt.

    Daneben wäre natürlich mal ein Entrümpeln der Sozialsysteme von allem nichtkooperativen und unsolidarischen Ausländerkram notwendig. Das Gegenteil ist der Fall. Seit Wegfall des Visumzwangs im Januar sind alleine an Mazedoniern mindestens 170.000 hier hingekarrt worden, ohne dass das überhaupt nur erwähnt wird. Solange wir weiterhin Leute großzügig versorgen, die hier effektiv nicht gebraucht werden, wird es weiter bergab gehen. Aber da wird die Frau Westerwelle und das Merkel nicht drangehen. In der Frage gehen wir also kondom.

  6. zdago sagt:

    @Schrecklich, dass davor vorher niemand gewarnt hat.

    ja – so ist diese traurige Welt. Man weiß nie, was als nächstes passiert.

    Hallo Hans,

    ich finde es einfach absonderlichm, was da alles auf einmal so öffentlich wird. Eine …. fährt blau (wer war da eigentlich noch im Auto?) und tritt zurück, die Priester üben die alte griechische Form der Knabenliebe, in den elitären Schulen geht dasselbe ab?
    Da stellen sich mir doch Fragen.
    Waren da eigentlich nirgends Mädels betroffen – sind die alle schwul?
    Wieso werden da so alte Kamellen öffentlich – was ist mit aktuellen Fällen?
    Mit wem war der CDU-Mensch da noch auf Parteikosten im Bordell? (Oder war das eine andere Partei? Und warum ist das geheim?)

    Worum geht es hier? Ist das ein Attentat auf das Christetum, um die laufende islamisierung zu stützen?
    Ist das Ablenkung, um von der sich entwickelnden EU-Diktatur und den Finanzproblemen abzuwenden? Schließlich haben nur die Drogenbosse (lt. einigen Zeitungen) genug Geld, um die Banken vor dem Ruin zu retten!

    So langsam verliere ich den Überblick – es passieren Dinge, die nicht passieren sollten – und ich verstehe nicht, warum?
    Ich stelle nur fest, daß mir heute Informationen fehlen, um das Muster zu erklären!
    mfg zdago

  7. knallbonbon sagt:

    ja ja so sind’s die christlichen schwarzen!

    wenns im eigenen geldbeutel passt machen sie auch mit bekennenden ars..fic..rn und schwanzl..schern, lügnern, betrügern, steuerhinterziehern, massenmördern, waffenschiebern, drogenbaronen, menschenhändlern und kindes-ausbeutern (wenns denn sein müsste auch mit SATAN selbst) gemeinsame sache. und das sogar und obwohl ihr höchstselbst hochgehaltenes christliches glaubens-fähnlein die explizite steinigung derselben fordert (und das nicht nur im alten testament).

    aber was kümmert die schwarzen ihr herum-ge-GOTT-ele wenn das ureigene täschle gut mit silberlingen gefüllt wird!

    einen riesen-haufen-schei,ßdreck halt!

    das sind dann ja auch genau dieselben die mit-einstimmen in das hohe lied der „römischen dekadenz“ während sie sich selbst – den schwanz noch im warmen ar,che eines schutzbefohlenen – den kaviar gierig mit der schaufel in den unersättiliche rachen stopfen!

    aber den anderen, den armen und lobby- und PR-Agenturlosen – die welche am rande des existenziellen minimums dahin-siechen (denen sie nicht einmal vor lauter geifender gier, eigen- und selbstsucht die butter – geschweige denn ein stückchen extrawurst – auf einem 2 wochen alten stück brot gönnen) wollen sie dann „den untergang des abendlandes und den (von ihnen selbst verhöhnten) christlichen werten“ in die schuhe schieben!

    verkommener, verwerflicher und verachtenswerter als dieses meineidige, wortbrüchige, betrügerische, volksverhetzende, ehrlose und menschlich wertlose schwarz/gelbe lumpenpack und haufen von halsabschneidern und volksverarschern kann man wohl kaum noch werden!!!