Dresden nach der BombardierungZwischen dem 13. und 15. Februar 1945 wurde Dresden von alliierten Luftverbänden bombardiert. Die Stadt wurde dabei durch die Sprengwirkung der Bomben und durch den gezielt entfesselten Feuersturm dem Erdboden gleichgemacht. Die Einwohnerzahl der Stadt lag damals bei über 600.000 Menschen. Hinzu kamen – je nach Quelle – zwischen 200.000 und 700.000 Flüchtlinge aus dem Osten, die in der bis dahin vom Bombenterror unversehrten Stadt Zuflucht suchten. Dresden war angesichts der absehbaren Niederlage des Deutschen Reiches kein wirkliches militärisches Ziel mehr. Auch wenn sich dort im näheren und weiteren Umfeld diverse kriegswichtige Betriebe befanden und Dresden einen Eisenbahnknotenpunkt besaß. Der Nachschub, die Materialversorgung, war zu diesem Zeitpunkt längst zusammengebrochen. Sodass die Stadt keine kriegsentscheidende Bedeutung mehr hatte. Sie war lediglich noch Ziel für das so genannte »moral bombing« der angloamerikanischen Streitkräfte, die ihre Bombenladungen hauptsächlich über der Innenstadt und den Wohngebieten entluden.

Während man es in anderen Zusammenhängen mit Opferzahlen und dem Glauben an bestimmte Darstellungen nicht so genau nimmt und professionelle forensische Untersuchungen meidet wie der Teufel das Weihwasser, wird die Bombardierung Dresdens ein ums andere Mal »ergebnisoffen« durchleuchtet. Dabei überbieten sich »seriöse Historiker« in der militärischen Bedeutung der Stadt. Unterbieten sich gleichermaßen bei der Schätzung der Todesopfer. Noch im Jahre 2006 trat ein britischer »Historiker« vor die Fernsehkameras und vermeldete bewegt, es gab »nur« 35.000 Opfer der Bombardierungswellen. Zwischenzeitlich ist offiziell von mindestens 18.000 aber höchstens 25.000 Toten die Rede. Man sieht, wohin der Trend geht. Bis 2020 wird man wohl herausgefunden haben, dass Dresden im Februar 1945 eine evakuierte Geisterstadt gewesen sei und sich dort während die Bomben fielen nur Mäuse und Ratten aufhielten. Demgemäß also eine wie auch immer ausfallende Opferzahl rechtsextremes Gedankengut von notorisch Ewiggestrigen sein müsse.

In einer Welt, in der Wissenschaftlern die gewünschten Forschungsergebnisse von Politik und internationaler Hochfinanz diktiert werden, sind offiziell verkündete Zahlen und behauptete Fakten das Letzte worauf Verlass ist. Wir erinnern uns an die Massenvernichtungswaffen™, die es von wissenschaftlichen Experten im Irak zu finden galt. An die Vogelgrippe™, die Schweinegrippe™ und den Klimawandel™. Und das fand alles allein in den letzten paar Jahren statt. Es gibt viele andere Begriffe, an die sich so ein kleines ™ anhängen lässt. Auch aus jener schicksalhaften Zeit. Das freilich nur mit Vorsicht. Etliche Menschen sind für öffentliche Zweifel schon in den Knast gewandert, mussten empfindliche Geldbußen oder andere Benachteiligungen hinnehmen. Denn wir haben, seit er erfolgreich herbei gebombt wurde, einen »Freiheitlich-Demokratischen Rechtsstaat™«. Da ist die öffentliche Äußerung einer eigenen Meinung vom Gesetz ausdrücklich erlaubt. Immer vorausgesetzt, versteht sich, diese Meinung kollidiert nicht mit bestimmten politischen Empfindlichkeiten. Deutschland hat schon seit langer Zeit »Freunde« im Inneren und Äußeren. Und die haben traditionell ein nachweislich gestörtes Verhältnis zu Wahrheit und freier Meinungsäußerung.

Seit über 10 Jahren organisieren national gesinnte Gruppierungen um den 13. Februar Gedenkmärsche und Trauerkundgebungen in Dresden. Was mit dem typischen Beißreflex der gleichgeschalteten deutschen Blockparteien und den ebenfalls gleichgeschalteten »Deutschen Qualitätsmedien™« beantwortet wird. Rechtsextremisten wollen das Gedenken für ihre politischen Ziele vereinnahmen, wie es unisono heißt. Doch sind die allerwenigsten von denen Rechtsextremisten, die national denken. Und wenn es darum geht, Gedenken und Trauerkundgebungen für eigene politische Ziele zu missbrauchen, positionieren sich unsere so genannten Volksparteien und Volksvertreter wohl in vorderster Reihe. Haben auch keine Hemmungen, bei Bedarf das Gedenken an die Opfer in den Schmutz zu ziehen.

Neben dem sattsam bekannten Beißreflex ruft die Gutmenschenfraktion auch stets zu einer Gegenkundgebung auf. Spricht offen von Blockade eines genehmigten Gedenkmarsches oder einer Trauerkundgebung. Jetzt könnte man vielleicht naiv fragen: »Was sind das bloß für Idioten, die so eine Gegenkundgebung genehmigen? Es ist doch absehbar, dass es Zusammenstöße gibt«. Solche Gegenkundgebungen müsste man schon aus rein sicherheitstechnischen Erwägungen verbieten. Doch ist so ein Standpunkt in der Tat naiv. Denn es geht ja genau darum, dass Druck aufgebaut und das Ansinnen einer politisch nicht geliebten Minderheit diskreditiert wird.

Öffentlicher Aufruf zum Rechtsbruch
Öffentlicher Aufruf zum Rechtsbruch
Letztes Wochenende war es wieder einmal so weit. Die »Junge Landsmannschaft Ostdeutschland« (JLO) rief im Vorfeld zu einem genehmigten Trauermarsch mit Kundgebung in Dresden auf. Nach Medienverlautbarung sollen 5.000 Teilnehmer dem Ruf gefolgt sein. Alles böse Rechtsextremisten, versteht sich. In nationalen Kreisen war von 10.000 Teilnehmern die Rede. Die richtige Anzahl wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Dem in vielen Jahren eingeübten Automatismus folgend formierten sich die üblichen Verdächtigen zu Gegenkundgebungen. Denn wie es sich in einem »Freiheitlich-Demokratischen Rechtsstaat™« gehört, müssen gegen den Auftritt einer politisch nicht genehmen Minderheit alle nur denkbaren Schritte unternommen werden. Verständlich. Wo käme man denn auch hin, wenn man in einer Demokratie abweichende Ansichten tolerieren würde?

So kamen denn Gewerkschaften, Parteien, Wirtschaftsverbände zusammen, um eindrucksvoll zu beweisen, wie demokratisch man doch einem solchen Tag einen angemessenen Rahmen geben kann. Einige Landtagsfraktionen der Partei »Die Linke« – ursprünglich die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) – hielten gar unter freiem Himmel bei eisigen Temperaturen eine Fraktionssitzung ab. Die bei solchen Anlässen immer gern gesehenen Linksautonomen und die Antifa – häufig auch Linksfaschisten genannt – ließen es sich nicht nehmen, Eisenbahngleise und Straßenzüge zu blockieren. Darüber hinaus brennende Barrikaden zu errichten, Privatfahrzeuge und Einsatzfahrzeuge der Polizei zu demolieren, Schaufensterscheiben einzuschlagen.

Die »braunen Horden« seien unerwünscht, rief die Bürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Verstehbar. Wie es aussieht mag sie ihre Stadt lieber bunt. Das heißt, mit brennenden Autos und brennenden Mülltonnen. Mit marodierenden linken Schlägern und Blutlachen auf den Straßen. »Ich hoffe, dass das ein sehr deutliches Signal war an die, die diese Stadt zu missbrauchen versuchen«, meinte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Ein deutliches Signal war es denn sehr wohl. Nur nicht das, welches man vielleicht zu setzen glaubte. Denn mit ihren Aufrufen im Vorfeld, mit der Durchführung von Blockaden und der Randale verstießen unsere Musterdemokraten einmal mehr gegen gültige Gesetze.

Zunächst einmal gegen das Grundgesetz, wo es heißt:

Artikel 8 GG

(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

Der Trauermarsch und die Kundgebung der JLO waren eine genehmigte Veranstaltung, die völlig legal dem Buchstaben der Gesetze genüge tat. Eine wie auch immer geartete Behinderung der Versammlung verstieß indes gegen § 21 Versammlungsgesetz.

§ 21 VersammlG

Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Zugleich verstieß der bundesweite Aufruf zu der Blockade gegen § 111 StGB (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten).

§ 111 StGB

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26 StGB) bestraft.
(2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

Hinzu kommen dann noch Nötigung (§ 240 StGB), Sachbeschädigung (§ 303 StGB), Gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB), Landfriedensbruch (§ 125 StGB), Widerstand gegen die Staatsgewalt (§§ 113 und 114 StGB) et cetera pp. In einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat hätte die Staatsanwaltschaft nach einer so massiven Übertretung der Gesetze ziemlich viel Arbeit. Wie sieht es hingegen in dem »Freiheitlich-Demokratischen Rechtsstaat™«, genannt BRD, aus? Nicht anders als in jener Zeit, über die man sich politisch korrekt nur verächtlich äußern darf. Wenn es um Andersdenkende geht, gibt es keine Unterschiede zu den 1930er Jahren. Nur dass Gewalt und Rechtsverstöße heute von der anderen Seite ausgehen.

Wer sich im Besitz einer höheren oder höherwertigen Moral wähnt, meint offensichtlich dass er sich über alle Gesetze stellen darf. Dass er nach Belieben Gewalt gegen Privatpersonen und gegen die Polizei üben darf. Fühlt sich zugleich von der Politik bestätigt, die ihrerseits gezielt zu solchen Rechtsbrüchen aufruft. »Die letzten Jahre, wurden durch dieses Jahr deutlich übertroffen. Linke Gewalttäter brannten Barrikaden ab, Schlugen bei einer Deutschen Bank Scheiben ein, zerstörten Polizeifahrzeuge und griffen in einer menschverachtenden Art und Weise die eingesetzten Polizeibeamten an, beleidigten und verletzten diese unter dem sehenden Auge von Europaparlamentariern, Bundestagsmitgliedern und Landtagsmitgliedern.«, wie die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen formuliert (Fehler im Original).
Siehe: DPolG Sachsen – 15.02.10 Presseerklärung zum 65. Jahrestag

Wie schon bei vielen anderen Gelegenheiten gesehen, ist dieser »Freiheitlich-Demokratische Rechtsstaat™« reiner Etikettenschwindel. In Sonntagsreden vom »Freiesten Staat auf Deutschem Boden™« macht sich die Floskel alle Mal gut. Doch genau dann, wenn er gefordert ist, versagt er kläglich.

Was die Zahl der Opfer der Bombardierung Dresdens betrifft, werde ich es Michael Winkler gleich tun und künftig von 600.000 ausgehen. Obgleich ich vermute und hoffe, dass es weit weniger waren. Aber wenn in diesem und anderen Zusammenhängen mit fiktiven Zahlen gearbeitet wird, dann nehme ich das gleiche Recht für mich in Anspruch.

MfG
Hans

5 Antworten zu “Freiheitlich-Demokratischer Rechtsstaat™”

  1. zdago sagt:

    Dresden – und dabei hatten sie noch Glück, nur von Bomben und Tieffliegern gejagd zu werden. Geplant war der Einsatz einer Atombombe, hätten sie sie nur rechtzeitig fertiggestellt. Dummerweise ist Deutschland damals zu schnell zusammengebrochen – der große Bumm war nicht fertig, und so mußte man die versammelte Wirtschaftskonkurrenz dort mit konventionellen Bomben umbringen.
    Obwohl selbst da noch die Hilfe von Verrätern notwendig war, die den Nachtjägern Startverbot erteilt haben, als die Nachtbomber kamen.
    Ganz interessant übrigens, der Einsatz von Verrätern und Lenkern auf allen Seiten. 1939 in Polen gab es im Gegenzug auf polnischern Seite Allierte, die den letzten polnischen Bombern den Einsatz gegen deutsche Nachschubkolonnen verboten haben.
    Je mehr Informationen ich sammle, desto mehr gewinne ich den Eindruck, daß der ganze WK ablief wie ein Theaterstück, bei dem Sieg und Niederlage schon im voraus bestimmt waren, unabhängig davon, wie tapfer oder feige, klug oder dumm die Soldaten an der Front waren. Ganz einfach dadurch, daß die taktischen und strategischen Bewegungen im Hintergrund durch ein Netz von Verrätern auf allen Seiten nach Plan ausgeführt wurden.
    Mit einer Ausnahme: der deutschen Angriff auf Russland kam entgegen allen Planungen um 14 Tage zu früh und hat die geplante Vereinigung ganz Europas unter dem Rotbanner vereitelt.

    Und so geht auch heutzutage die Entwicklung ihren geplanten Gang, unabhängig von Recht und Gesetz. Ausreichend ist nur der Anschein der Legalität, der den Widerstand der Ahnungslosen minimiert.
    Beispielhaft auch, daß Köhler letzte Woche die Zensurgesetze der Porno-Ursel abgezeichnet hat in Mißachtung der größten Gegen-Petition, die es je gab und allenanderen Widerstandes. Er hat einfach abgewartet, bis das Augenmerk des Volkes auf andere Dinge gerichtet war, und dann stillschweigend durchgezogen, was geplant war, um störende Seiten wie diese aus dem Weg zu räumen.
    Und – ach ja – 600.000 Tote für die Angriffe auf Dresden sind nicht fiktiv, sondern dürften die reale Größenordnung widerspiegeln.
    Aber wie sie schon sagten, es gibt in diesen Dingen eine historische, eine politischen und eine juristische Wahrheit, und die stimmen nicht immer überein – zumal wenn angelsächsische Finanzinteressen betroffen sind.
    mfg zdago

  2. Hans sagt:

    Hallo Zdago.

    @Theaterstück
    Ja, da ist was dran. Wobei meines Erachtens Sieg und Niederlage nicht notwendigerweise voraus bestimmt waren. Aber sich alleine aus der Ressourcenverteilung und der räumlichen Ausdehnung der Deutschen Wehrmacht zwangsläufig ergab.

    @der große Bumm war nicht fertig
    Einer Quelle zu Folge war die deutsche Atombombe fertig. Es gibt zum Beispiel in Thüringen Bunker, die nicht geöffnet werden dürfen. Vielleicht, weil sich dort Hinweise darauf finden. Die deutsche Atombombe wurde – der Quelle gemäß – damals nicht eingesetzt, weil die USA mit dem Einsatz von B- und C-Waffen gegen die Zivilbevölkerung drohten. Wenige Monate nach der deutschen Niederlage und nach der Aufbringung eines deutschen U-Bootes mit Bombenmaterial und Zündern, hatten die USA ihre Bombe fertig. Da kann sich jeder seinen Reim drauf machen.

    @600.000
    Diese Zahl ist meiner Meinung nach zu hoch gegriffen. Deshalb habe ich sie bewusst übernommen. Das ist meine ganz eigene politische Wahrheit.

    MfG
    Hans

  3. Gilbert sagt:

    Während das Hitler-Regime die Judenvernichtung betrieben hat (eigentlich nicht ganz richtig; bis Kriegsbeginn ging es “lediglich” um Vertreibung), hatte Churchill ein ungleich größeres Ziel: die Deutschenvernichtung. Und es lagen da auch ganz offizielle Pläne vor, wie das maschinell zu erledigen sei. Das ist natürlich etwas komplizierter bei einem 80 Mio-Volk, aber auch kleine Nadelstiche wie Desden waren ein Weg dahin. Aber man denke auch mal an Hamburg (der Testfall, wie so was zu erledigen ist), Berlin und andere deutsche Städte. Die Trümmerlandschaft, die man in den Knoppschen Propagandafilmen immer vorgesetzt bekommt, sind samt und sonders erst 1945 entstanden. 1000-Bomber-Raids auf Berlin gab es ab März 1945. Und das wurde sogar wissenschaftlich betrieben: Wohnblockknacker (bis 3.000 kg Luftminen, d.h. deutlich über dem Boden zündende Bomben) deckten die Dächer ab, Phosphorbomben hatten dann freie Bahn ins Dachstuhlholz. Das waren keine Angriffe, die gegen militärische Ziele gerichtet sein konnten, auch keine, die gegen die Moral der Bevölkerung gingen, das waren Angriffe gegen die Existenz eines Volkes. Die Russen wurden zwar am Eifrigsten von der Wehrmacht bekämpft, aber möglicherweise kann man es sogar Glück nennen, dass Deutschland zu 1/4 russisch besetzt wurde. Wenn die westlichen “Befreier” ihre Politik gegenüber der deutschen Bevölkerung so fortgesetzt hätten, wie sie 45-47 geführt worden war, wären die Leute vermutlich zwei Jahre später in Scharen in die DDR übergelaufen.

  4. zdago sagt:

    @weil die USA mit dem Einsatz von B- und C-Waffen gegen die Zivilbevölkerung drohten.
    ob sie nur drohten – oder nicht unauffällig konnten. Damals war auch die US-Bevölkerung bei aller Dummheit noch nicht so bekifft wie heute.
    Sagt dir die Stadt Bari etwas? 3. September 1943.19 alliierte Nachschubschiffe werden vernichtet, 7 weitere beschädigt. Auf der SS John Harvey waren auch 100 Tonnen Gelbkreuz-Gas geladen, und als der Frachter durch Volltreffer versenkt wurde, wurde das Zeug undicht. Genau wie in New York und Asbest wurden auch damals die US-Soldaten und Bevölkerung nicht gewarnt. Gab offiziell rund 600 Verletzte und 80 Tote und hat “Ike” wohl etwas den Spaß verdorben.

    Mit dem großen Bumm war die US-Bombe gemeint – die deutschen haben wohl eher nicht geagt, daß Ding einzusetzen, weil sie nciht wußten, was alles passiert bei einem großen Kaliber. Die Amis hatten da wohl weniger Bedenken.

    @Gilbert Und das wurde sogar wissenschaftlich betrieben
    Und sogar sehr profossionell. Die haben nach Original-Plänen (darauf hatten sie ja Zugriff, weil viele Bauten über US-Banken finanziert wurden zwischen 1918 und 1939 und dabei die Pläne bei den Banken hinterlegt werden mußten) eine ganze Stadt nachgebaut und sehr detailliert ausprobiert, welche Bombenmischung am effektivsten war.
    Das sich die Allierten auf die Menschen konzentrierten und nicht wie die Deutschen auf Fabriken und Industrie-Zentren, lag wohl nur an der besondern Menschenfreundlichkeit der alliierten Befreier. Bei dem Material hätten sie schließlich vieles zerstört, was sie vorher selbst finanziert haben.
    mfg zdago

  5. Gilbert sagt:

    …selbst finanziert.

    In der Tat. Um Industriebetriebe, die mit aliiertem Geld finanziert waren, haben sie immer einen großen Bogen gemacht, zumal die ja auch während des Krieges fleißig Gewinn abwarfen. Die Deutschen haben ja, angefangen bei den GM-Lizenzen für Opel, fein säuberlich über jedes Gerät Buch geführt und sämtliche Gebühren und Gewinne fein säuberlich überwiesen. Selbst Auschwitz wurde nicht bombadiert, obwohl den Aliierten sehr früh klar war, was da passiert (es sind ja immer wieder Leute entkommen, die auf dem Weg über den polnischen Untergrund berichteten), weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die daneben liegenden, durch I.G.Farben und US-Kapital finanzierten Fabriken nicht aus Versehen getroffen werden könnten.

    Churchill hat in mindestens drei Kriegen (Buren-, 1. WK, 2. WK) Krieg gegen und mit der Zivilbevölkerung geführt, will heißen, hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung des Gegners und unter bewusstem Einsatz des Lebens Unbeteiligter, um gegen den Gegner aufzuhetzen. Und diesen Schlächter stellt man heute immer noch als großen Helden und Befreier dar. Widerlich.

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