WICK Blau - Arktis Projekt 2009Letzten Donnerstag machte mich die nette Kassiererin an der Tankstelle, die meine besondere Vorliebe für den Klimaschwindel bereits kennt, grinsend auf eine Tüte WICK Blau aufmerksam. Da steht drauf: »Diese Tüte schützt 50 m² Arktis«. Für mich war sofort klar: »Jetzt sind die auch auf den Klimazug aufgesprungen«. Und wie bescheuert! 50 m²? Auf welcher Berechnungsgrundlage denn? Ich scheute jedenfalls weder Kosten noch Mühen und kaufte die Tüte. Zu rein aufklärerischen Zwecken freilich. Bonbons mit Süßstoff sind nicht mein Ding. Aber wenn es gegen den Klimaschwindel geht, muss man eben Opfer bringen. Bei dem Thema bekomme ich immer sofort einen dicken Hals.

Die Sache musste recherchiert werden. Zunächst folgte ich investigativ dem gut versteckten Hinweis auf der Vorderseite der Tüte, wo geschrieben steht: »(siehe Rückseite)«. Doch auf der Rückseite steht gar nichts von Klima. Statt dessen eine Erklärung, dass ein Teil des Kaufpreises an die »WWF Eisbär-Patrouillen« geht. WICK bezahlt die jährlichen Kosten der Eisbär-Patrouillen für eine Fläche von 400 km². Und legt anteilig die Kosten für 50 m² auf jede Tüte WICK Blau um. 400.000.000 m² : 50 m²/Tüte = 8.000.000 Tüten. Die gilt es zu verkaufen. Wünsche viel Erfolg dabei.

Eisbären-WeckdienstNun ist der WWF nicht ganz astrein, wie es auch Greenpeace nicht ist. Aber in Teilbereichen wird nützliche Arbeit geleistet. Wie es scheint auch bei den Eisbär-Patrouillen. Tatsächlich geht es den Patrouillen nicht allein um die Eisbären. Eher um die Menschen, die mit in den Eisbär-Gebieten Ostsibiriens leben. In den Jahren, in denen es während der Sommermonate zu einer verstärkten Eisschmelze in arktischen Regionen kam, verkleinerten sich die Jagdgebiete der Eisbären. Diese Bereiche frieren nach wenigen Wochen wieder zu. Aber für eine gewisse Zeit sind die dort lebenden Menschen für die Eisbären interessant, weil sich die Robben – ihre Hauptnahrungsquelle – zu schnell ins Wasser zurückziehen können. Und sobald eine Robbe das Wasser erreicht hat, ist sie für den Eisbären verloren. Der Mensch hat diese Fluchtmöglichkeit nicht. Die Eisbär-Patrouillen wachen über die Bewegungen der Eisbären, schlagen Alarm wenn sie sich menschlichen Wohngebieten nähern und treiben die Bären zurück in die Wildnis.

Zwar dürfte sich das Problem mit dem zur Sommerzeit schmelzenden polaren Eis in den nächsten 10 bis 20 Jahren nicht mehr so stark zeigen, wie noch Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre. Aber das mit den Patrouillen nenne ich dennoch einmal einen sinnvollen Umgang mit den Kapriolen des Klimas. Kein Alarmismus, keine sündhaft teuren Klimagipfel bei denen nichts Brauchbares raus kommt, kein verlogener Al Gore, der sich die Taschen mit Geld voll stopft. Einfaches Handeln an der richtigen Stelle, das bringt in der Sache viel mehr.
Siehe: Die WWF Eisbär-Patrouillen

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Das hier ist keine Werbeaktion für WICK Blau. Ich wollte nur das gute Beispiel herausstellen.

MfG
Hans

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