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Archiv für die Kategorie ‘Manipulationen’

Ei wo isses denn?

Freitag, 26. Oktober 2012

Kommt ein altes Muttchen in die Bank und will ihr Geld nachzählen. Die freundliche Angestellte am Schalter lächelt und erklärt ihr, das wäre nicht nötig. Sie hätte doch ihre Kontoauszüge, da steht alles drauf. Das Muttchen bleibt hartnäckig und die anderen Bankkunden gucken schon. Der Filialleiter, der die Unruhe bemerkt hat, kommt hinzu. Nach einiger Diskussion mit der resoluten alten Dame lässt er sich den Betrag, den die alte Dame auf dem Konto haben müsste, in sein Büro bringen und bittet das Muttchen hinein, damit sie in aller Ruhe ihr Geld zählen könne. Muttchen setzt sich an den Besuchertisch, kramt ihre Lesebrille aus der Handtasche und fängt an zu zählen. Dabei beäugt sie kritisch jeden einzelnen Schein, hält ihn gegen das Licht. Doch plötzlich, nach den ersten drei Geldbündeln, hört sie auf, steckt ihre Brille wieder weg und meint zu dem verdutzten Filialleiter: »Na, lassen wir es mal gut sein für heute, junger Mann. Bis hierher hat es ja gestimmt«.

GoldEs gibt so Dinge, die lassen mich nachts nicht ruhig schlafen. Doch, ehrlich. Zum Beispiel der Verbleib der Deutschen Goldreserven. Nein, nein, nicht das Nazigold aus dem so genannten »Dritten Reich«. Wo das ist, kann sich jeder denken. Nämlich weg. Nun ja, vielleicht nicht ganz weg. Es hat jetzt nur jemand anders. Aber die BRD (West) häufte in den Zeiten des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg einen nicht unerheblichen Goldvorrat an. Den zweitgrößten Goldschatz der Welt, nach dem der USA. Besitzer dieses gigantischen Vermögens ist die Deutsche Bundesbank. Also wir alle, die wir die Nationalität »DEUTSCH« im Reisepass stehen haben.

Die derzeit noch 3.395,5 metrischen Tonnen Gold resultieren aus der Ära von »Bretton Woods«, in der sich der US-Dollar zu einem festgelegten Satz in Gold umtauschen ließ. Die Deutsche Bundesbank kaufte damals mit Dollarüberschüssen aus der Leistungsbilanz zwischen 1951 und 1968 4.000 Tonnen Gold zusammen. Beließ es aber an den Handelsplätzen in New York, London und Paris mit der Begründung, es sei dort wegen der Gefahr eines militärischen Konfliktes mit dem Warschauer Pakt sicherer. Eine Erklärung die seinerzeit einen Sinn ergab. Wäre der so genannte »Kalte Krieg« jemals heiß geworden, dann hätte er sich großteils auf Deutschem Boden abgespielt. So waren jedenfalls die strategischen Planungen angelegt. Und da war es besser, wenn dem bösen Feind kein riesiger Goldschatz in die Hände fallen konnte.

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Rin in die Kartoffeln, …

Dienstag, 25. September 2012

… rus us die Kartoffeln. Am Sonntag gab ich im Kreise der Verwandtschaft noch stolz mein »Insider-Wissen« zum Besten, als ich sagte dass sich die Sache mit dem Biokraftstoff E10 wohl bald erledigt haben dürfte. Das hatte ich mir natürlich nicht aus den Fingern gesogen. Denn einerseits schrieb die Süddeutsche am 11. September unter: »EU plant Biosprit-Reform«, die EU würde über kurz oder lang die Subventionierung von Biosprit einstellen. Den Grund lieferten wissenschaftliche Studien, nach denen die Biokraftstoffe die Umwelt doch höher belasteten als erwartet. Was im Übrigen schon längst die Spatzen von allen Dächern pfiffen und viele Umweltschutzverbände auf ihren Netzwerkseiten beklagten. Außerdem titelte der österreichische Standard am 18. September: E10-Stopp begeistert Umweltschützer und verärgert Bauern«. Demnach wird die geplante Einführung von E10 in Österreich erstmal auf die lange Bank geschoben.

Und jetzt kommt auf einmal die Frankfurter Rundschau daher, die behauptet am Montag: »EU setzt auf Ethanol statt Biodiesel«. Angeblich will Brüssel das Biodiesel europaweit ganz abschaffen und dafür die Nutzung von Bioethanol massiv vorantreiben. Neben E10-Kraftstoff seinen in Zukunft E15, E25 und sogar E85 geplant. Wie aufs Stichwort springt DIE WELT der Frankfurter Rundschau zur Seite und bringt am gleichen Tag ein Gespräch mit dem neuen Bauernverbandspräsidenten Walter Heidl mit der Überschrift: »Die ganze E10-Debatte ist doch scheinheilig«. Darin preist Heidl die schöne Zukunft der erneuerbaren Energien aus heimischem Anbau. Und außerdem stimme das ja alles gar nicht, mit der Verknappung und Verteuerung des Nahrungmittelangebotes durch die Energieerzeugung von landwirtschaftlichen Flächen.

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Warmsanierung an 9/11

Dienstag, 11. September 2012

WTC-Puzzle für FortgeschritteneHoppla! Das hatte ich ja ganz vergessen. Heute ist wieder elfter September. Der elfte Jahrestag des warmen Rückbaus im World Trade Center. Jenem asbestverseuchten Relikt aus den 1970ern, das man nicht sanieren wollte weil es viel zu teuer gekommen wäre. Selbst der Abriss hätte mehr gekostet als der Bau. Ein an sich unlösbares Problem – außer man nimmt richtig viel Geld in die Hand und tut entweder das Eine oder das Andere. Gut, unsereins sieht das vielleicht ein bisschen eng. Weil einem normalen Menschen einfach die Skrupellosigkeit fehlt, eine Warmsanierung mit Menschen drin ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Als Larry Silverstein am 24. Juli 2001 den Zuschlag für den 99-jährigen Pachtvertrag auf die beiden Zwillingstürme des World Trade Centers erhielt, war die Asbestverseuchung der Gebäude längst bekannt. Es war deswegen bereits eine Sammelklage anhängig und nur noch eine Frage der Zeit, wann die Gebäude evakuiert und geschlossen werden müssen. Bei einer Autoversicherung hätte man von einem wirtschaftlichen Totalschaden gesprochen. Trotzdem ließ es sich der Baulöwe Silverstein nicht nehmen, den Vertrag abzuschließen. Der mit allen Wassern gewaschene Mann rannte also sehenden Auges in ein 99 Jahre dauerndes Verlustgeschäft?

Doch wie es der Zufall so will, saß da in den Bergen von Afghanistan ein böser islamistischer Waldschrat mit Rauschebart, wirrem Blick und gleichfalls wirr im Geiste. Versteckt in einer Höhle heckte er den finsteren Plan aus, Larrys Türme in Schutt und Asche zu legen. Er weckte 19 seiner schlafenden Kämpfer, die bis dahin als harmlose Studenten – auch in Deutschland – ein beschauliches Dasein fristeten. Bezahlte ihnen Flugunterricht in den USA und befahl, sie sollen sich danach mit entführten Verkehrsflugzeugen in Larrys versifftes World Trade Center stürzen. Selbstverständlich hatten die nunmehr erweckten Kämpfer nichts Eiligeres zu tun als dem Befehl nachzukommen. Und hauchten heute vor genau elf Jahren – nach einem letzten Blick in den Koran – ihr junges Leben beim Landeanflug in die Zwillingstürme aus. Zusammen mit über 3.000 anderen Opfern.

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Wie jetzt? Vagina-Aufstand?

Dienstag, 21. August 2012

Vor 130 Jahren, am 20. August 1882, fand die Uraufführung von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis berühmter »Ouvertüre 1812« statt. Das muss für die damals anwesenden Zuhörer ein wahrhaft bombastisches Klangerlebnis gewesen sein. Gehörten doch neben einem ausgewachsenen Symphonieorchester noch die Glockentürme einer Kathedrale sowie echte Kanonen zur Premieren-Orchestrierung.

Die »Ouvertüre 1812« hatte Tschaikowski für die Weihe der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau geschrieben. Da jedoch in einer orthodoxen Kathedrale weder Symphonieorchester noch Kanonen erlaubt sind fand die Uraufführung auf dem Vorplatz statt. Wie auch neun Monate später die Aufführung bei der Einweihungszeremonie. Der Anlass für den Bau der Christ-Erlöser-Kathedrale war der Sieg Russlands über Napoleons Invasionstruppen im Jahre 1812.

Leider wurde die erste Kathedrale während der Stalin-Ära im Jahre 1931 zerstört. Doch nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in den 1990er Jahren wieder aufgebaut. Vor 12 Jahren, am 19. August 2000, fand die erneute Einweihung der Kathedrale statt. Einen Tag später wurde in der wieder erbauten Christ-Erlöser-Kathedrale die 1918 von den Bolschewisten ermordete Zarenfamilie als Märtyrer heilig gesprochen.

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Organspende rettet Leben?

Sonntag, 29. Juli 2012

Und? Schon Post von der Krankenversicherung gekriegt? Falls nicht; keine Sorge, die kommt noch. Darin werden Sie darüber informiert wie wichtig die Organspende ist. Vielleicht können Sie gleich einen beiliegenden Organspendeausweis ausfüllen und fürderhin mit sich führen. Auch können Sie Ihre Spendebereitschaft in einer zentralen Datenbank registrieren lassen. Zappzerapp, schon sind Sie »amtlich beglaubigter« Organspender.

Das ist natürlich nichts womit sich in der Disko angeben ließe. Dafür bereitet es aber auch keine sonderliche Mühe. Denn aller Voraussicht nach werden Sie in diesem »Ehrenamt« nur ein einziges Mal tätig – postmortem. Das heißt; idealerweise bekommen Sie nichts mehr davon mit wenn man sich über Ihre inneren Organe, die Hornhaut Ihrer Augen, Ihr Knochenmark, Ihre Gliedmaßen, Ihr Gesicht oder – sofern biologisch veranlagt – über Ihre Gebärmutter hermacht. Sie brauchen das alles eh nicht mehr wenn Sie mal tot sind.

Doch halt, vielleicht sollten Sie dann besser nicht so ganz tot sein. Denn die Organe eines richtig Toten sind weit weniger gut verwertbar. Eigentlich gar nicht, weil zum Beispiel die Nieren schon bei Eintritt des Todes anfangen unerwünschte Stoffe zu produzieren und ein Herz nach dem vollständigen Ableben wertlos ist. Also braucht es einen bestimmten Zustand von tot. Medizinisch und rechtlich darf der Spender nicht mehr am Leben sein. Aber die begehrten Innereien sollten bis zur Entnahme noch völlig normal funktionieren. Ein schmaler Grat. »So tot wie nötig, so lebendig wie möglich«, formulierte es Prof. Dr. Franco Rest von der FH Dortmund.
Siehe: Kritische Aufklärung über Organtransplantation – Handzettel zu Organspende (PDF)

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Zwischen den Jahren: Denk mal wieder

Dienstag, 27. Dezember 2011

Wer vertraut noch den Politikern, wenn selbst der Bundespräsident mehrfach der Vorteilsannahme im Amt überführt wird und sich keinerlei Konsequenzen daraus ergeben. Wer traut noch den Medien, wenn die Bild Fotos aus Nepal reißerisch mit »Hunderte Tote bei Unruhen in Tibet« übertitelt und das ZDF alte Bilder aus dem Irak als aktuelle Gräueltaten in Syrien ausgibt?

Wer glaubt ernsthaft an Demokratie, wenn die einzelnen Parteien keine wirkliche Alternative untereinander mehr zeigen? Andreas Popp von der Wissensmanufaktur – meines Erachtens einer der besten Analytiker und Querdenker die es gibt – hat eine Art von Weihnachtsansprache aufgezeichnet die sich erfrischend von der durchgestylten Weihnachtsansprache unseres selbstverständlich nicht korrupten Bundespräsidenten unterscheidet. Er stellt die Demokratie in diesem Lande in Frage. Erfolgreich.

Den Volltext dieses Beitrages finden Sie unter: »Wählerauftrag mit über 90 % an das „ZK der KED“«

MfG
Hans

Die Sonne schickt keine Rechnung

Sonntag, 27. November 2011

Logo der 17. UN-KlimakonferenzSchöner Spruch, gell? Und so entwaffnend. Man möchte fast das Taschentuch zücken und sich ergriffen ein Tränchen wegtrocknen. Doch nein, die Sonne schickt tatsächlich keine Rechnung und sie scheint für alle. Die Rechnung dafür schicken Menschen. Beispielsweise versteckt in der Stromrechnung. Man möchte es nicht für möglich halten, aber es geschieht. Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher bezahlen, damit Hausbesitzer ihre Solaranlagen auf dem Dach finanzieren können. Als Begründung lügt man uns etwas von Umweltfreundlichkeit vor. Dabei geht es in Wahrheit nur darum, einen bestimmten Industriezweig mit erschwindelten Geld zu unterstützen.

Apropos Schwindel: Heute treffen sich wieder die Nutznießer der medialen Aufbauarbeit der letzten Jahrzehnte um bei einem fröhlichen Stelldichein zu beratschlagen, wie dem Bürger noch mehr Geld aus den Taschen geleiert werden kann. Dieses Jahr hat man sich einen Platz ausgesucht, an dem es zurzeit mit Sicherheit warm ist. Nachdem bei der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen massenhaft Teilnehmer wegen der Kälte absprangen und es 2010 in Cancún (Mexiko) so kalt war wie schon lange nicht mehr, wird die illustre Gesellschaft im südafrikanischen Durban sicher nicht Gefahr laufen, von ihrem Klimaglauben abzufallen.

Im Vorfeld wurde bereits wieder fleißig die Werbetrommel gerührt. Der CO2-Ausstoß sei so hoch wie nie, tönte es Anfang November aus den Gazetten der veröffentlichten Meinung. Selbstverständlich garniert mit Bildern von Eisbären, denen das Eis knapp wird. Gibt es eigentlich Belege dafür dass die Steinzeit zu Ende ging, weil den Steinzeitmenschen die Steine ausgingen? Ja ok, schlimme Sache das. Jemand müsste mal ein ernstes Wörtchen mit der Natur reden. Die ist nämlich für 96 % des CO2-Anstieges verantwortlich. Der Mensch hat daran nur einen Anteil von 4 %. Das heißt, dass sich der CO2-Anstieg auch ohne den Menschen fortsetzen würde. Was soll also dieser Unfug?
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’s mannichelt wieder

Sonntag, 20. November 2011

Langsam wird es kälter draußen. Der Winter kündigt sich an. Bald kommt wieder die heimelige Zeit, in der wir einen Schmarr’n vor die Haustüre hängen. Dazu eine Kinderbastelschere mit abgerundeten Enden, damit sich ein hungriger Wanderer ein Stückchen von der süßen Köstlichkeit abschnippeln kann. Ein schöner Brauch, nicht wahr? Ach, kennen Sie gar nicht? Tja, so wandeln sich eben die Gepflogenheiten. Früher war es wohl einmal Tradition, in der Vorweihnachtszeit einen großen Lebkuchen vor die Haustüre zu hängen, nebst einem Lebkuchenmesser. Damit sich erwähnter Wandersmann oder die Nachbarn daran laben konnten. Bis zu jenem denkwürdigen Dezembertag, an dem der damalige Passauer Polizeichef Alois Mannichl ein Opfer seiner fleißigen Brauchtumspflege wurde.

Es war der 13. Dezember 2008, draußen schon stockdunkel, da ging der Herr Mannichl in seinem Heimatort Fürstenzell noch einmal nach draußen. Er wollte offenbar schauen, ob genug Lebkuchen an der Türe hing. Vermutlich auch um generell nach dem Rechten zu sehen, in seiner Eigenschaft als Polizeichef. Wobei er seiner Aussage nach tatsächlich auf einen Rechten traf. Letzterer hatte sich des Lebkuchenmessers bemächtigt und dem Polizeichef damit heimtückisch die Brust geritzt. Behauptet Mannichl. Niemand eilte ihm zu Hilfe, niemand in der Nachbarschaft hatte etwas gesehen, niemand hörte den Attentäter höhnisch rufen: »Viele Grüße vom nationalen Widerstand …«. Und niemand sonst kannte dort in Fürstenzell den mysteriösen Lebkuchenbrauch. Doch seit diesem Tag hängen wir in der Vorweihnachtszeit einen Schmarr’n und eine Kinderbastelschere vor die Türe. Damit uns der große, böse, glatzköpfige und vor allem rechtsextremistische Lebkuchenmann nicht mit einem Lebkuchenmesser malträtieren kann.

Es gibt so Nachrichten, bei denen beschleicht einen auf der Stelle ein komisches Gefühl. Fast wie bei der Waschmittel- oder Zahnpastawerbung. So aufgeregt, so künstlich und so penetrant. Ein Riesengewese um ein Ereignis, bei dem sich jeder logisch denkende Mensch an die Stirn tippt.

So auch in den letzten Tagen. Dass mit NSU seit letztem Wochenende nicht mehr die altehrwürdige Automarke gemeint ist, dürfte sich bereits herumgesprochen haben. NSU steht jetzt für »National-Sozialistischer Untergrund«. Dem Vernehmen nach soll es diese Organisation bereits seit Ende der 1990er Jahre geben. Eine Terrorzelle in Zwickau, von der man in 13 Jahren keinen Piep gehört hatte. Mit ganz bösen Rechtsextremisten. Und die standen in Verbindung mit oder unter Aufsicht von bundesdeutschen Verfassungsschützern – so genau will man das anscheinend immer noch nicht abgrenzen.

Mindestens 10 Menschen soll die Bande in den vergangenen Jahren ermordet haben. Wahllos, wie es heißt. Aber freilich mit Fremdenhass, wie sich das »offenkundig« für einen gestandenen Neonazi gehört. Denn neun von den Ermordeten waren Ausländer, beziehungsweise hatten einen Migrationshintergrund. Die zehnte Ermordete war die Polizistin Michéle Kiesewetter, die im Jahre 2007 auf Streife in Heilbronn zusammen mit einem Kollegen unversehens in ein Feuergefecht mit den Bandenmitgliedern geraten ist.

Die übrigen Fälle wurden unter »Dönermorde« zusammengefasst, da es zwei Inhaber von Döner-Läden unter den Opfern gibt. Alternativ hätte man vielleicht »Obst- und Gemüsehändlermorde« wählen können. Was aber nicht so griffig herüber käme. Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, regte sich bereits öffentlich über den Begriff »Dönermorde« auf. Er mache ihn wütend, weil er gedankenlos benutzt würde und niemand nach den Opfern fragt. Nunja, ich weiß nicht wie lange der nette Herr Kolat schon in Deutschland lebt. Aber eigentlich sollte er gelernt haben dass in Deutschland alles ein aussagekräftiges Etikett bekommt. Auch eine Serie von Morden. Und wenn er sich schon aufregt, dann sollte er sich auch über die zahlreichen Opfer aufregen die unter dem politisch nicht korrekten Etikett »Deutschenhass« abgeheftet wurden. Nach denen darf nicht öffentlich gefragt werden, und nicht nach den Tätern. Man könnte ja bestimmte Ethnien mit der Frage beleidigen.

Doch lassen wir das und zählen einmal die Opfer auf, nach denen laut Kolat niemand fragt:
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Ich hätte da noch eine Frage …

Samstag, 22. Oktober 2011

Muammar al-GaddafiTja. Nun ist er tot, der böse Despot. Obwohl es die letzten paar Jahre so aussah, als würde der kauzige Muammar al-Gaddafi von der veröffentlichten Meinung hierzulande wieder etwas mehr gemocht. Aber nachdem er sich gegen die Revolution in seinem Lande wehrte, da war er wieder der böse Despot.

Schon komisch, wie die Dinge sich ändern können. Bis zum Jahre 2004 vom Westen isoliert, gaben sich plötzlich alle möglichen westlichen Politiker in Libyen die Klinke in die Hand. Großbritanniens Premierminister Toni Blair, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und nicht zuletzt Karl-Theodor zu Guttenberg in seiner Eigenschaft als Bundeswirtschaftsminister machten Muammar al-Gaddafi ihre Aufwartung. Bundesverteidigungsminister Peter Struck fand nichts dabei, libysche Sicherheitskräfte von Deutschen Spezialisten ausbilden zu lassen. Und Monsieur le President Nicolas Sarkozy ließ sich von Gaddafi gar seinen Wahlkampf schmieren. Wer weiß, wem das noch alles zuteil wurde.

HDI-Karte 2007Aber Libyen unter Gaddafi muss ein schrecklicher Ort gewesen sein. Zumindest wenn es nach diversen Meldungen der »Deutschen Qualitätsmedien™« geht war Libyen bisher eines der unterentwickeltesten Länder Afrikas. Zu ganz anderen Schlüssen kam indes der 2010 erhobene »Human Development Index« (HDI) der Vereinten Nationen. Denn in Wahrheit war Libyen bis 2010 die bestentwickelte Nation auf dem afrikanischen Kontinent und belegte in der HDI-Weltrangliste Platz 53. Noch vor Saudi Arabien, dem EU-Mitglied Bulgarien und weit vor Russland oder der Türkei.
Quelle: UNDP – Human Development Report 2010
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Ein neuer Krieg muss her. Schnell!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Langsam wird es höchste Zeit für die »Internationale Hochfinanz«. Das gute alte Geldsystem, das nur durch kontinuierliches Wachstum existieren kann, stößt an seine Grenzen. Eigentlich wäre das noch kein wirkliches Problem. Wie wir in der Vergangenheit gelernt haben, wird das – was wir als Geld betrachten – einfach weniger wert. Was also nach Wachstum aussieht ist in Wahrheit nichts anderes als eine schleichende Enteignung. Auch Inflation genannt. Aber trotzdem ging es bisher immer irgendwie weiter. Nur hat die »Internationale Hochfinanz« in den vergangenen 10 oder 20 Jahren den Bogen etwas überspannt. Irgendwann rächt es sich von selbst, wenn man aus dem Arbeitsprozess der Völker immer mehr Geld abzweigt und noch dazu ein künstliches Finanzvolumen aufbauscht, das aller Realität Hohn spricht. Das Geldsystem, wie wir es heute kennen, droht in Kürze zusammenzubrechen. Das behaupte nicht ich, sondern anerkannte Wirtschaftswissenschaftler.

Doch für solche Endzeitszenarien hat die »Internationale Hochfinanz« bekanntlich ein probates Mittel: Krieg. Und wer ist für einen Krieg besser geeignet als die USA? Das Land ist über 20 Jahre nach dem Ende des »Kalten Krieges« noch immer bewaffnet, als stünden morgen Stalins Rote Armee, Maos Volksbefreiungsarmee und Pol Pots Rote Khmer vor der Tür. Wie bereits im Jahre 1898 verstehen es die USA noch heute, einen Krieg oder eine Kriegsbeteiligung herbei zu lügen wenn die Finanzen im Lande zur Krise mutieren. Plump, wie üblich. Aber wer traut sich schon offiziell Kritik zu üben, wenn es um die machtpolitischen und finanziellen Interessen der am höchsten gerüsteten Nation der Erde geht. Mahmud Ahmadinedschad, ja. Aber der hat dafür auch eine ganz schlechte Presse im Westen.

Nach Afghanistan und dem Irak ist augenscheinlich der Iran das erklärte Ziel US-amerikanischem Expansionsgeistes in jüngerer Zeit. Nicht dass sie eines dieser Länder annektieren wollten. Darum geht es nicht, sondern um deren Bodenschätze und bestimmte »landwirtschaftliche Erzeugnisse« (siehe: Moskau befremdet: USA wollen Anbauflächen mit Opiummohn in Afghanistan nicht vernichten). Hinzu kommen frische Umsätze für den militärisch-industriellen Komplex der USA. Ein nicht ganz unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Jede Bombe die eine Hochzeitsgesellschaft auseinandersprengt, jeder Bunker-Buster der einen Luftschutzbunker samt Insassen pulverisiert und schlicht jede einzelne verschossene Patrone müssen schließlich nachbeschafft werden. Dafür lohnt es sich doch, Millionen toter Zivilisten in Kauf zu nehmen. Es trifft ja keine US-Wähler.

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