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Archiv für die Kategorie ‘Soziales’

Maaahlzeit!

Samstag, 16. Februar 2013

Zum WiehernUnd? Schon mal Pferdefleisch gegessen? Wäre leicht möglich. Aber keine Sorge. Pferdefleisch gilt als sehr gesund im Vergleich zu anderen Fleischsorten. Es enthält einen zehnmal so hohen Eisenanteil (blutbildend) wie Rindfleisch und kaum Fett. Außerdem ist es reich an Vitaminen. Nun gut, manch einen Zeitgenossen hierzulande mag es bei dem Gedanken an ein saftiges Pferdesteak schütteln. Darunter besonders jene die beim Anblick eines zünftigen Schweinsbratens mit Knödel und Kraut in bittere Tränen ausbrachen, nachdem sie »Ein Schweinchen namens Babe« gesehen hatten.

Der heutige »zivilisierte« Mensch ist einfach zu verkopft. Zu verkünstelt. Tatsächlich gehört Pferdefleisch zu den ältesten Nahrungsmitteln der Gattung Homo sapiens. Funde aus Stein- und Kupfersteinzeit belegen, dass das Pferd offenbar eine bevorzugte Jagdbeute war. Bei einem urzeitlichen kasachischen Stamm – dem die erste Domestikation des Pferdes nachgesagt wird – soll Pferd sogar Hauptnahrungsmittel gewesen sein. Recycling mal anders. Erst Nutztier, dann Lebensmittel. Damals wurde eben nichts verschwendet.
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Wie war das noch mit der Leitkultur?

Montag, 15. Oktober 2012

Hachja, wie doch die Zeit vergeht. Zwei Jahre ist es her, da ereiferte sich die ganze Republik über die Integrationsunwilligen aus der hiesigen Parallelkulturbereicherung. Thilo Sarrazin veröffentlichte ein kritisches Buch zum Thema, das ihm letztlich seinen Platz im Vorstand der Bundesbank kostete. Horst Seehofer verkündete in markigen Worten, dass etwas geschehen müsse. Und selbst Angela Dorothea Merkel, verh. Sauer, geb. Kasner, gewendete FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, erklärte Multikulti für gescheitert.
Siehe: Eigensinnig.org – Leitkultur? Echt jetzt?

Ein hoffnungsvoller Anfang, eigentlich. Wie gesagt, zwei Jahre ist es her. Und was ist in der Sache geschehen? Na was wohl? Aus anfänglich operativer Hektik ging man zum Tagesgeschäft über. Für den Fall dass doch noch ein übereifriger Journalist nachfragte, hatte man sich die passenden Worthülsen und Vorzeigeprojekte zurechtgelegt. Noch immer gibt es in Berlin und anderen Deutschen Großstädten »no go areas«, in denen Polizei und Justiz nichts zu sagen haben. Noch immer verkünden Hassprediger in Moscheen archaische Ideologien. Noch immer befehlen Familienclans aus mittelalterlich strukturierten Weltgegenden Ehrenmorde in Deutschland. Noch immer verachten zugewanderte Muslime ihre Gastgeber, werden Deutsche Frauen als Schlampen tituliert. Noch immer werden Deutsche Kinder an Schulen als Minderheit gemobbt. Aber hey, hatte jemand ernsthaft etwas anderes erwartet?

Im Sommer diesen Jahres wagte sich ein neuer Buchautor aus dem SPD-Lager hervor, der als langjähriger Bürgermeister von Neukölln mal so richtig aus dem Nähkästchen plauderte. Heinz Buschkowsky geht bald in Rente, muss sich um seine politische Karriere keine Gedanken mehr machen. Also ließ er es mit »Neukölln ist überall« noch einmal so richtig krachen. Natürlich kann man ihm unterstellen, dass er sich mit dem Buch wohl seinen Übergang in den Ruhestand vergolden will. Aber es ist trotzdem viel wert, wenn jemand aus dem Establishment öffentlich und laut sagt, was man sonst nur hinter vorgehaltener Hand tuschelt. Denn zu groß ist mittlerweile die Gefahr für den Normalbürger, mit ein paar falschen Worten wegen Diskriminierung oder Volksverhetzung vor Gericht zu landen.

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Der Ramsauer schon wieder

Sonntag, 07. Oktober 2012

»Haste ma‘ ’ne Maaak?«, war vor Jahrzehnten die häufig gebrauchte Floskel einer echt angesagten Bewegung. Wer mit der Frage an den Falschen geriet, bekam allerdings zu hören: »Wasch dich, lass dir die Haare schneiden und such dir Arbeit du dreckiger Hippie!«. Heute haben wir den Euro und der wird uns ohne weitere Rückfrage aus der Tasche gezogen. Nicht von Hippies, sondern mittels des Finanzamtes. Und sie bekommen nie genug. Je mehr der Staat in die Finger kriegt, umso größer wird die Begehrlichkeit. Es gibt ja so viele hungrige Mäuler zu stopfen.

OjeDamit meine ich nicht die Empfänger von Transferleistungen (vulgo: Hartzvierler). Wir haben auch noch notleidende Bänker und viele Sonstige, die gern von einem leistungslosen Einkommen leben. Die langen richtig zu. Leben zum Teil sogar von der prekären Situation der Ärmsten der Gesellschaft. Im Jahr 2010 hat der Staat 49 Milliarden Euro für die Hartz-IV-Empfänger ausgegeben. Davon sind den Bedürftigen 24 Milliarden zugeflossen. 25 Milliarden Euro versickerten in der Verwaltung und in häufig komplett überflüssigen Fortbildungsmaßnahmen. Wer schnell und sicher reich werden möchte, der braucht nur etwas Vitamin B und geeignete Schulungsräume. Oder gleich kriminelle Energie. Den im Folgenden angehängten Artikel sollte man gelesen haben. Danach bleibt es einem freigestellt, sich erschüttert an den Kopf zu fassen oder am Telefon den Abgeordneten seiner Wahl zur Sau zu machen.
Siehe: DER SPIEGEL – Sozialstaat – Die Hartz-Fabrik

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema. Noch immer dreut das Menetekel von der Maut. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Konsorten lassen nicht locker. Es fehlt Geld für den Straßenbau und deren Erhalt. 7 Milliarden Euro soll das Schlagloch in der Staatskasse jetzt schon groß sein. Letztes Jahr Anfang Oktober waren es noch zwei Milliarden (siehe Ramsauer! Oder wer spinnt hier?). Ja, das ist natürlich blöd. Dabei nimmt der Staat doch schon so viel Geld von den Autofahrern ein. Im Jahre 2010 waren es 8,49 Milliarden Euro Kfz-Steuer, 17,72 Milliarden Euro Energiesteuer auf Benzin und 18,00 Milliarden Euro Energiesteuer auf Dieselkraftstoff. Ohne Flugbenzin, Lkw-Maut und ungeachtet der Mehrwertsteuer, die bei Benzin und Diesel noch auf die Steuern oben aufgeschlagen wird(!), wären wir 2010 schon bei 44,21 Milliarden Euro Einnahmen.

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Unschuld der Toleranz

Mittwoch, 19. September 2012

Na gut, dann befasse ich mich eben doch mal mit dem Thema. ZEIT ONLINE schrieb am letzten Wochenende: »Die rechtsextreme Gruppierung Pro Deutschland will das Schmähvideo über den Propheten Mohammed in Berlin vorführen. Innenminister Friedrich will das verhindern«. Es ist nicht verwunderlich, wenn die extrem links gedrillte Journaille bei ZEIT ONLINE alle Vertreter einer anderen Sichtweise als der eigenen mit »rechtsextrem« tituliert. Getreu der einsteinschen Erkenntnis, dass alles relativ sei, sind die Schreiberlinge der ZEIT aus ihrer Perspektive zwangsläufig davon überzeugt. Tatsächlich stellte das Verwaltungsgericht Hamburg mit Urteil vom 5. Februar 2008 jedoch bereits fest, dass die »Bürgerbewegung pro Deutschland« nicht rechtsextrem ist. Und verdonnerte die Hamburger Innenbehörde dazu, eine im Verfassungsschutzbericht 2005 erfolgte Einstufung der Bürgerbewegung als »rechtsextremistisch« wieder zurück zu nehmen. Außerdem sollte sie im folgenden Verfassungsschutzbericht klarstellen, dass diese Behauptung rechtswidrig war. Was die ZEIT ONLINE nicht daran hindert, weiterhin das Adjektiv »rechtsextrem« zu gebrauchen. Aber man weiß ja aus welcher Ecke es kommt.
Siehe: ZEIT ONLINE – Pro Deutschland will Mohammed-Film in Berlin zeigen

Wo wir gerade vorher bei »relativ« und Perspektive waren: Ganz interessant nebenbei, dass die ZEIT einen Artikel über Berlin, Hans-Peter Friedrich und pro Deutschland unter Politik/Ausland einsortiert. Von wo aus wurde denn dieser Beitrag diktiert?

Jyllands Posten - Eine der Mohammed KarikaturenNeuaufguss des alten leidigen Problems. Heuer ging ein angeblich israelischer Filmemacher unter dem Falschnamen Sam Bacile hin und veröffentlichte von den USA aus einen kurzen Trailer für einen zwei Stunden dauernden Film. Den Schauspielern wurde weisgemacht, sie spielten Rollen in einem Dokumentarstreifen der vom Leben in Ägypten vor 2000 Jahren handelt. Doch schnitt man die Aufnahmen nachträglich abweichend vom ursprünglichen Drehbuch zurecht, synchronisierte sie mit neuem Text und gab dem Werk den Titel »Innocence of Muslims«. So entstand daraus ein blutrünstiger Film über die historische Figur Mohammed, wie sie um das Jahr 600 gelebt haben mag. Darin wird Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder, Mörder und so weiter dargestellt. Ich habe das Machwerk – das übrigens schon etliche Monate existiert – noch nicht gesehen. Doch wenn der Film all das enthält, was bisher aus der Geschichtsforschung bekannt wurde, dann hat er genügend Potenzial für lang anhaltende religiöse Unruhen.

Wie üblich wird die leibhaftige Person ihrer Legende nicht gerecht. Dem historischen Jesus wird ja auch immer mal nachgesagt, er sei schwul gewesen. Andere wiederum behaupten, er hätte ein g’schlampiges Verhältnis mit Maria-Magdalena gehabt. Die historische Figur Mohammed deckt sich wiederum nicht mit dem Bild, das sich gläubige Moslems von ihrem Propheten und Religionsstifter Mohammed machen. Aber längst nicht alle Muselmanen kennen einen Unterschied zwischen Religion und wirklichem Leben. Sie leben zu einem großen Teil noch im finstersten Mittelalter, obgleich sie mit Handy telefonieren oder Zugriff auf Computer und Internet haben. Weshalb man auch im Jahre 2012 in vielen islamischen Ländern Unruhen auslösen kann, wann immer man will.

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Baden-Württemberg macht’s vor: Der Denunziator für Jedermann und -frau

Sonntag, 09. September 2012

Moment mal. Das erinnert mich an … nein, kann nicht sein. Damals war ich ja noch gar nicht geboren. Aber war da nicht mal was? Richtig, es gab einmal ein böses Reich das wir besser nicht erwähnen sollten. Und wenn doch, dann nur mit gesenkter Stimme in allerfinstersten Farben geschildert. So wie der Herr Geschichtswissenschaftler Guido Knopp – im Volksmund Sudel-Guido – es uns im Fernsehen immer wieder einzupauken sucht. Beziehungsweise so wie es das Strafgesetzbuch (§ 130 StGB) heute vorschreibt. In jenem Reich scheinte nie die Sonne. Nie gab es fröhliches Gelächter. Kam doch mal ein Lacher auf, dann war es bestenfalls ein dämonisch gehässiger. Das Volk in diesem Reich war geknechtet, unfrei in seinem Denken und Handeln, verwirrt, verführt. Noch schlimmer; der Reichsbürger traute seinem Nachbarn – ja selbst seinen nächsten Verwandten – nicht über den Weg. Also denunzierte man sich gegenseitig bei der Staatsmacht was das Zeug hielt.

Denunziation und Spitzelwesen

Denunziation war im „Dritten Reich“ ein Massenphänomen. Ohne die zahllosen freiwilligen Anzeigen von mißliebigem Verhalten hätte der NS-Staat niemals nahezu die gesamte Gesellschaft mit seinem Terror zu durchsetzen vermocht. Regimekritische Äußerungen wurden ebenso der Polizei hintertragen wie das Abhören der feindlichen Auslandssender oder Hilfeleistungen für Kriegsgefangene. Viele Denunziationen hatten einen privaten Hintergrund; sie fanden zwischen Nachbarn, Arbeitskollegen und in Familien statt. Fanatische Nationalsozialisten denunzierten aber auch ihnen völlig Fremde, die sie auf der Straße oder im Wirtshaus bei einer unvorsichtigen Bemerkung belauscht hatten. Der Umgang der Menschen wurde beherrscht von einer Atmosphäre der Angst und des Mißtrauens.

Zusätzlich baute sich die Politische Polizei seit 1933 eigene Spitzel in oppositionellen Milieus auf. Vor allem die kommunistischen Kreise waren von Spitzeln durchsetzt (Kommunistische Bezirksleitungen, Rote Hilfe). Den Nationalsozialisten ging es dabei weniger um schnelle Verhaftungserfolge, als um eine langfristige und gründliche Beobachtung aller Aktivitäten und Personen. Die Verhaftungen erfolgten dann oft erst nach Jahren.

Brief eines Münchners, der seinen eigenen Schwiegersohn denunzierte.

Quelle: Denunziation und Spitzelwesen

Doch von derlei Umtrieben wurde das arme, geschundene, geknechtete und verführte Volk bekanntermaßen unter Einsatz zigtausender Tonnen verfügbarer Bomben gründlich befreit. Ein Exemplar davon wurde erst kürzlich hier in München gesprengt. 67 Jahre nach Ende der Bombardierung Deutschlands findet man immer noch solche Demokratiebeschleuniger im Boden von dicht besiedelten Deutschen Städten. Lässt sich leider nicht mehr ändern. Nach der Bombardierung gab es jedenfalls drei Reiche. Das eine im Westen, in dem Gott Mammon regierte. Das im Osten, aus dem man besagtes Volk freundlich aber bestimmt hinaus geleitete. Und das in der Mitte, das seine Bürger mit einem minenbewehrten antifaschistischen Schutzwall davor bewahrte, versehentlich etwas zu weit nach Westen zu geraten. Jener abgetrennte Volksteil in der Mitte, der »auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt« war, traute sich aber auch wieder gegenseitig nicht über den Weg. Fürsorglich installierte deshalb ein Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ein eigenes Spitzelnetzwerk, in dem jeder jeden überwachen konnte. Wer sich daran beteiligen wollte bekam im Amtsdeutsch des MfS den Status eines inoffiziellen Mitarbeiters (IM) zugeteilt. Er – oder sie – erhielt einen Decknamen, wenn nötig Ausrüstung, und einen Führungsoffizier dem Bericht zu erstatten war. Alles in Deutscher Gründlichkeit verbunden mit einem bewährten Formular- und Aktenwesen. Im Vergleich zu oben erwähntem Reich war das ein Fortschritt. Denn damit wurde die Denunziation leicht kontrollierbar institutionalisiert und dem Volke dienlicher als das wilde – häufig anonyme – Verpfeifen per eingeworfenem Brief.
Ich bitte alle Betroffenen für diesen beschönigenden Sarkasmus um Verzeihung.

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Galoppierende Massenpsychose

Donnerstag, 16. August 2012

Warum wurde eigentlich der »Olympische Fackellauf« noch nicht verboten? In der Antike gab es den gar nicht. Der Fackellauf wurde erst 1936 nach einer Idee von Alfred Schiff und Carl Diem auf Anweisung von Dr. Joseph Goebbels in die Eröffnungszeremonien der Olympischen Spiele aufgenommen. Der Fackellauf stammt also letztlich vom Reichspropagandaminister der Nationalsozialisten. Trotzdem wird diese Tradition seit dem so genannten »Dritten Reich« bis heute fortgesetzt. Ts, ts, bedenklich ist das. Sehr bedenklich.

Wer in Zeiten des Nationalsozialismus mal in der falschen Tonart furzte, konnte sich unversehens vor dem Volksgerichtshof wiederfinden. Besonders in der Endphase des Zweiten Weltkriegs waren die Denunzianten sehr rege. In Zeiten der »Politischen Korrektheit« ist es nicht minder riskant, sich öffentlich zu äußern. Besonders wenn man ein öffentliches Amt bekleidet oder eventuell Prominenter ist. Da hatten wir in der Vergangenheit schon genügend Beispiele. Und das musste kürzlich auch der promovierte Soziologe, Studienrat und bekennende Homosexuelle Dr. Daniel Krause erfahren. Der hatte auf einer Protestveranstaltung von »Pro NRW« in Köln das Wort ergriffen und seine Angst vor den extremistischen Salafisten bekundet. Diese Sorte Islamisten machten ihm mehr Angst als Nazis, wie er sinngemäß gesagt haben soll. Krause, der sich laut eigener Aussage politisch eher links orientiert und den Grünen nahesteht, hatte mit »Pro NRW« jedoch das falsche Forum aufgesucht. Denn diese Organisation wird von den selbst ernannten Wächtern der »Politischen Korrektheit« besonders aufmerksam beäugt. Was Krause prompt eine Suspendierung vom Dienst bescherte. Wo kämen wir auch hin, wenn ein Beamter einfach öffentlich seine Meinung sagt und seinen durchaus berechtigten Ängsten Ausdruck verleiht?
Siehe: Angst muss jedem gestattet sein

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Organspende rettet Leben?

Sonntag, 29. Juli 2012

Und? Schon Post von der Krankenversicherung gekriegt? Falls nicht; keine Sorge, die kommt noch. Darin werden Sie darüber informiert wie wichtig die Organspende ist. Vielleicht können Sie gleich einen beiliegenden Organspendeausweis ausfüllen und fürderhin mit sich führen. Auch können Sie Ihre Spendebereitschaft in einer zentralen Datenbank registrieren lassen. Zappzerapp, schon sind Sie »amtlich beglaubigter« Organspender.

Das ist natürlich nichts womit sich in der Disko angeben ließe. Dafür bereitet es aber auch keine sonderliche Mühe. Denn aller Voraussicht nach werden Sie in diesem »Ehrenamt« nur ein einziges Mal tätig – postmortem. Das heißt; idealerweise bekommen Sie nichts mehr davon mit wenn man sich über Ihre inneren Organe, die Hornhaut Ihrer Augen, Ihr Knochenmark, Ihre Gliedmaßen, Ihr Gesicht oder – sofern biologisch veranlagt – über Ihre Gebärmutter hermacht. Sie brauchen das alles eh nicht mehr wenn Sie mal tot sind.

Doch halt, vielleicht sollten Sie dann besser nicht so ganz tot sein. Denn die Organe eines richtig Toten sind weit weniger gut verwertbar. Eigentlich gar nicht, weil zum Beispiel die Nieren schon bei Eintritt des Todes anfangen unerwünschte Stoffe zu produzieren und ein Herz nach dem vollständigen Ableben wertlos ist. Also braucht es einen bestimmten Zustand von tot. Medizinisch und rechtlich darf der Spender nicht mehr am Leben sein. Aber die begehrten Innereien sollten bis zur Entnahme noch völlig normal funktionieren. Ein schmaler Grat. »So tot wie nötig, so lebendig wie möglich«, formulierte es Prof. Dr. Franco Rest von der FH Dortmund.
Siehe: Kritische Aufklärung über Organtransplantation – Handzettel zu Organspende (PDF)

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Vom Gurkenlaster gefallen

Sonntag, 29. Mai 2011

Bei dem Begriff Gurkenlaster fällt einem immer sofort diese durchgeknallte Hupfdohle ein. Gibt’s den eigentlich noch? Egal. Damals – Anfang 2004 – knallte er, noch ohne Führerschein, mit dem Wagen einer doppelt so alten Verehrerin in einen Gurkenlaster. Letzterer hatte Gläser mit Essiggurken geladen, deren Krümmungsgrad seinerzeit noch von der EU überwacht wurde. Neuerdings machen jedoch andere Gurken von sich reden. Nämlich Salatgurken. Ohne Krümmungsgrad, damit sie a) einfacher zu schälen und b) leichter in gleichmäßige Scheiben zu hobeln sind.

Bio-GefahrWie bitte? Nicht schälen? Wegen der Vitamine direkt unter der Schale? Klar doch, träumen Sie weiter. Auf die paar Quäntchen kommt es nicht an. Außerdem ist das mit der Schale gar nicht gesund, wie wir in den letzten Tagen gelernt haben. Weil sich nämlich darauf ein besonders fieser Krankheitserreger mit dem Namen HUSEC-41 befinden kann. Und was der im menschlichen Körper alles anstellt, das wurde in den Mainstream-Medien schon ausführlich breit getreten. Weshalb ich Ihnen und mir eine weitere unappetitliche Beschreibung erspare.

In den vergangenen Jahren wurde es zur Mode, verschiedene Zutaten vor dem Verzehr nicht mehr zu waschen. Pilze werden jetzt trocken mit einem Bürstchen gereinigt. Ebenso Bio-Gurken. Petersilie staubt man nur noch grob ab. Frischer Basilikum darf unter gar keinen Umständen mit Wasser in Berührung kommen. Warum? Weil irgendwelche Sterneköche und Gourmets einen Geschmacksverlust reklamieren. Oder weltfremde Gesundheitsapostel ganz doll viele Vitamine unter der Schale ausgespäht haben wollen. Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher müssen den Blödsinn natürlich mitmachen, nach Kräften noch päpstlicher als der Papst. Tatsächlich kann sich auf der Haut der Früchte und Kräuter aber alles Mögliche befinden. Nicht nur dieses EHEC-Zeugs. Auch der herzhafte Nieser von Frau Huber-Müller-Maier zum Beispiel, die trotz fiebriger Erkältung unbedingt noch schnell in der Gemüseabteilung Bio-Gurken kaufen musste. Das kriegt man mit dem Bürstchen ganz sicher nicht ab.
Gefährlicher Schwachsinn: Bio-Gurken nur abbürsten: Vitamine in der Schale

Litten die Leute früher etwa unter krankhaftem Waschzwang, als sie grundsätzlich alle Rohkost vor dem Verzehr gründlich abgewaschen haben? Nein, die wussten warum. Nicht nur Krankheitserreger von besagter fiktiver Dame, auch chemischer Dünger und Insektenvernichtungsmittel können noch auf der Schale sein. Auf das Prädikat »Bio« ist da kaum Verlass, wenn man einschlägigen Nachrichten folgt. Doch heute ist der moderne Mensch natürlich viel klüger, spart sich das Waschen und wundert sich wenn ihn das Flitzekackesyndrom heimsucht.

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Lancierter Optimismus

Freitag, 12. November 2010

In der ehemaligen DDR soll ein Witz kursiert sein, der geht ungefähr so: Ein BRD-Läufer und ein DDR-Läufer treten zu einem Hürdenlauf über die 400 m Distanz an. Der BRD-Läufer gewinnt mit knappem Vorsprung. Am nächsten Morgen steht im SED-Zentralorgan »Neues Deutschland« zu lesen: »Wieder eine großartige Leistung der Sportlerriege der Deutschen Demokratischen Republik! Bei einem internationalen Hürdenlauf über 400 Meter belegte unser Läufer einen achtbaren zweiten Platz. Der eher schwache Läufer aus der BRD wurde Vorletzter«.

Wie man sieht ist alles nur eine Frage der Darstellung. Dabei muss man nicht einmal lügen, es genügt die richtige Wortwahl. Und zu wissen, welche Informationen man besser weglassen sollte. So wie bei BoerseGo.de.

USA: Zwangsübernahmen bei Häusern sinken um 9%

New York (BoerseGo.de) – Die Zahl der zwangsweise durch Banken übernommenen Häuser in den USA ist im Oktober um neun Prozent gefallen. Dies berichtet heute der Immobilien-Datendienst RealtyTrac. Demnach sind in den USA im Oktober 93.236 Zwangsvollstreckungen an Immobilienobjekten durchgeführt worden. Die Zahl liegt somit deutlich unter dem September-Hoch von weit über 100.000 Fällen. Nach Angaben von RealtyTrac sind die meisten Vorgänge in den US-Bundesstaaten Nevada, Florida und Arizona angefallen. Das Unternehmen rechnet für November mit einem weiteren sinken der Häuser-Zwangsvollstreckungen.

Quelle: USA: Zwangsübernahmen bei Häusern sinken um 9%

Was BoerseGo.de geflissentlich verschweigt ist die Tatsache, dass in den USA immer mehr Zwangsvollstreckungen ausgesetzt werden müssen, weil niemand mehr weiß wer überhaupt berechtigt ist eine Zwangsvollstreckung zu beantragen. In der Hochzeit der Häuslebauer-Rallye in den Staaten wurden Millionen fauler Kredite zu Investmentpaketen geschnürt, mit gesunden Anleihen vermischt und mit AAA-Zertifizierung versehen in alle Welt verkauft. Mit den teilweise verkauften Ansprüchen aus den Krediten verschwand auch die rechtliche Grundlage, die Kreditnehmer aus ihren Häusern zu vertreiben wenn sie mit ihren Zahlungen in Rückstand gerieten.

Hinzu kam die so genannte »Robo signing controversy«. Als die Subprime-Krise an Fahrt gewann, wollten die Banken den eigenen Schaden zu klein wie möglich halten. Das wäre menschlich fast noch verständlich, hätten sie den Schaden nicht sehenden Auges selbst herbeigeführt. Die Banken engagierten massenhaft Menschen quasi von der Straße weg, um die Vorgänge der Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu bearbeiten. Vorbildung oder generelles Verständnis der Materie waren nicht nötig. Lesen, schreiben und das Verstehen einfacher Sätze reichten völlig aus. Schon war der Sachbearbeiter für das Grobe angestellt.

Diese Leute mussten im Akkord hundert oder mehr Anträge pro Tag ohne jede Fachkenntnis bearbeiten. Daher der Name »Robo signing«; unterschreibende Roboter. US-Gerichte haben diese und andere Praktiken mittlerweile gestoppt. Weshalb die Zwangsvollstreckungen jetzt in der Menge sinken. Das ist kein Silberstreif am Horizont. Das bedeutet nur, dass die säumigen Zahler nochmal eine Zitterfrist bekommen haben. Die Zwangsvollstreckung wird früher oder später kommen. Da sind die Banken unerbittlich. Wenn sie es mit eigenen Verfehlungen auch nicht so genau nehmen.

MfG
Hans

Martinsgänse

Donnerstag, 11. November 2010

Wo habe ich nur meinen Kopf? Heute ist nicht nur Faschingsanfang sondern auch Martinstag. In einigen Regionen Deutschlands wird an dem Tag von Kindern der Brauch gepflegt, von Haustür zu Haustür zu ziehen und den Bewohnern etwas vorzusingen. Zur Belohnung bekommen sie dann etwas Süßes (was besonders die Zunft der Dentisten freuen wird). In den letzten Jahren mischen auch Migrantengruppen bei dem fröhlichen Treiben mit. Nur zeigen sich stellenweise offenbar noch leichte integrationstechnische Missverständnisse bei der Art der Umsetzung des Brauchtums.

BIELEFELD
Martinssänger bestehlen Anwohner

Bielefeld-Schildesche (jr). Die Tradition des Martinssingens wird seit wenigen Jahren von rücksichtslosen Jugendlichen dazu genutzt, die Sänger ihrer Süßigkeiten-Sammlung zu berauben. Dieses Jahr schlug eine Gruppe von Jugendlichen an der Haustür zu – ihre Opfer waren die Anwohner.

Laut Polizeisprecher Martin Schultz nutzte eine fünfköpfige Martins-Gruppe in zwei Fällen die Gutmütigkeit von zwei Frauen an der Röntgenstraße aus“. Die Frauen öffneten ihre Türen, um die Süßigkeiten zu verteilen“, so Schultz. Doch dazu sei es gar nicht erst gekommen. „Ein groß gewachsener Junge drängte nach vorne und griff sich fast den kompletten Süßigkeiten- und Schokoriegel-Vorrat.“

Die fünfköpfige Gruppe flüchtete anschließend in Richtung Horstheider Weg. Die Täter sollen Türken im Alter von 13 bis 15 Jahren sein. Der Haupttäter war 1,80 Meter groß und schlank. Zeugenhinweise erbittet die Polizei unter Tel. (05 21) 54 50.

Quelle: BIELEFELD: Martinssänger bestehlen Anwohner

Es heißt des Öfteren: »Sei vorsichtig mit dem was du dir wünschst«. Möchte mal wissen, welche Idioten sich das gewünscht haben.

MfG
Hans