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Archiv für die Kategorie ‘Finanzen’

Petition der AfD gegen weitere Rettungspakete für Griechenland

Donnerstag, 29. August 2013
Stopp der Zahlungen an Griechenland und Offenlegung von Alternativen

Petition der AfD gegen weitere Rettungspakete für Griechenland

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass aus öffentlichen Mitteln keine weiteren Hilfskredite, Schenkungen oder Stundungen für Griechenland finanziert werden. Insbesondere wird ein drittes Griechenland-Rettungspaket abgelehnt. Die Bundesregierung wird aufgefordert, alle existierenden Studien und Projektionen offenzulegen, die ein Ausscheiden Griechenlands oder anderer Länder aus dem Euro betrachten.

Das muss man eigentlich nicht weiter kommentieren. Ich habe soeben mitgezeichnet. Wer ebenfalls mitmachen möchte, klicke den folgenden Verweis: Stopp der Zahlungen an Griechenland und Offenlegung von Alternativen

MfG
Hans

Euro-Kritiker sind Nazis!

Sonntag, 24. März 2013

»Ist es schon wieder so weit?«. Eine gern gestellte Frage wenn in Deutschland mal wieder jemand in einer unerwünschten Tonart gefurzt hat. Dazu passt noch: »Wehret den Anfängen!«. Man kann sich im Geiste den moralisch erhobenen Zeigefinger ausmalen. Für den Deutschen gibt es ja bekanntlich nichts Schlimmeres als wenn man ihm – aus welchen Gründen auch immer – nachsagen kann dass er »Nazi«, »Rassist«, »Antisemit«, »rechts« oder dergleichen ist. Vor allem wenn die Person ein öffentliches Amt bekleidet oder als irgendwie geartet prominent gilt. Wie wir letztes Jahr gelernt haben macht man auch vor jungen Sportlerinnen nicht Halt. Die sogenannte »Nazikeule« wirkt verheerend und wird ebenso bedenken- wie rücksichtslos angewandt. Der feige Anwender indes ist sich dieser Wirkung bewusst und weiß zugleich dass ihn niemand dafür zur Verantwortung ziehen wird.

Gleichwohl lässt sich besagte »Nazikeule« in ihrer plumpen Urform nicht immer so ohne weiteres einsetzen. Bei einem Einzelopfer gelingt es eventuell noch, selbst wenn es einen ansonsten untadeligen Ruf hat. Handelt es sich aber – wie im Sommer 2012 – um einen offenen Brief von 172 honorigen Wirtschaftsprofessorinnen und Wirtschaftprofessoren gegen die Methodik der Bankenrettungen, müssen diffizilere Werkzeuge zum Einsatz kommen. Da war dann schnell von Populismus die Rede, von Horrormeldungen, fragwürdigen Argumenten und einer von nationalen Klischees geprägten Sprache. Wiegt der Vorwurf des Populismus alleine schon schwer, ist die Unterstellung einer von nationalen Klischees geprägten Sprache das rhetorische Sturmgeschütz, das jede weitere Argumentation unmöglich macht. In dem Zusammenhang spricht man auch von Killerphrasen.

Man möge sich beim Lesen des Textes zum Thema Populismus und nationale Klischees ein eigenes Urteil bilden:

Liebe Mitbürger,

die Entscheidungen, zu denen sich die Kanzlerin auf dem Gipfeltreffen der EU-Länder gezwungen sah, waren falsch. Wir, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der deutschsprachigen Länder, sehen den Schritt in die Bankenunion, die eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems bedeutet, mit großer Sorge. Die Bankschulden sind fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und liegen in den fünf Krisenländern im Bereich von mehreren Billionen Euro. Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas dürfen für die Absicherung dieser Schulden nicht in Haftung genommen weden, zumal riesige Verluste aus der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen Länder absehbar sind. Banken müssen scheitern dürfen. Wenn die Schuldner nicht zurückzahlen können, gibt es nur eine Gruppe, die die Lasten tragen sollte und auch kann: die Gläubiger selber, denn sie sind das Investitionsrisiko bewusst eingegangen und nur sie verfügen über das notwendige Vermögen.

Die Politiker mögen hoffen, die Haftungssummen begrenzen und den Missbrauch durch eine gemeinsame Bankenaufsicht verhindern zu können. Das wird ihnen aber kaum gelingen, solange die Schuldnerländer über die strukturelle Mehrheit im Euroraum verfügen. Wenn die soliden Länder der Vergemeinschaftung der Haftung für die Bankschulden grundsätzlich zustimmen, werden sie immer wieder Pressionen ausgesetzt sein, die Haftungssummen zu vergrößern oder die Voraussetzungen für den Haftungsfall aufzuweichen. Streit und Zwietracht mit den Nachbarn sind vorprogrammiert. Weder der Euro noch der europäische Gedanke als solcher werden durch die Erweiterung der Haftung auf die Banken gerettet; geholfen wird statt dessen der Wall Street, der City of London – auch einigen Investoren in Deutschland – und einer Reihe maroder in- und ausländischer Banken, die nun weiter zu Lasten der Bürger anderer Länder, die mit all dem wenig zu tun haben, ihre Geschäfte betreiben dürfen.
Die Sozialisierung der Schulden löst nicht dauerhaft die aktuellen Probleme; sie führt dazu, dass unter dem Deckmantel der Solidarität einzelne Gläubigergruppen bezuschußt und volkswirtschaftlich zentrale Investitonsentscheidungen verzerrt werden.

Bitte tragen Sie diese Sorgen den Abgeordneten Ihres Wahlkreises vor; unsere Volksvertreter sollen wissen, welche Gefahren unserer Wirtschaft drohen.

Der Text findet sich auf der Webseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zusammen mit der Liste aller 172 Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler, die den offenen Brief unterstützen.
Siehe: Frankfurter Allgemeine – Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut

Wen es interessiert, hier die Gegenposition im Wortlaut. Mit besagten Unterstellungen.
Siehe: Handelsblatt – Gegenposition im Wortlaut – Keine Schreckgespenster!

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Ei wo isses denn?

Freitag, 26. Oktober 2012

Kommt ein altes Muttchen in die Bank und will ihr Geld nachzählen. Die freundliche Angestellte am Schalter lächelt und erklärt ihr, das wäre nicht nötig. Sie hätte doch ihre Kontoauszüge, da steht alles drauf. Das Muttchen bleibt hartnäckig und die anderen Bankkunden gucken schon. Der Filialleiter, der die Unruhe bemerkt hat, kommt hinzu. Nach einiger Diskussion mit der resoluten alten Dame lässt er sich den Betrag, den die alte Dame auf dem Konto haben müsste, in sein Büro bringen und bittet das Muttchen hinein, damit sie in aller Ruhe ihr Geld zählen könne. Muttchen setzt sich an den Besuchertisch, kramt ihre Lesebrille aus der Handtasche und fängt an zu zählen. Dabei beäugt sie kritisch jeden einzelnen Schein, hält ihn gegen das Licht. Doch plötzlich, nach den ersten drei Geldbündeln, hört sie auf, steckt ihre Brille wieder weg und meint zu dem verdutzten Filialleiter: »Na, lassen wir es mal gut sein für heute, junger Mann. Bis hierher hat es ja gestimmt«.

GoldEs gibt so Dinge, die lassen mich nachts nicht ruhig schlafen. Doch, ehrlich. Zum Beispiel der Verbleib der Deutschen Goldreserven. Nein, nein, nicht das Nazigold aus dem so genannten »Dritten Reich«. Wo das ist, kann sich jeder denken. Nämlich weg. Nun ja, vielleicht nicht ganz weg. Es hat jetzt nur jemand anders. Aber die BRD (West) häufte in den Zeiten des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg einen nicht unerheblichen Goldvorrat an. Den zweitgrößten Goldschatz der Welt, nach dem der USA. Besitzer dieses gigantischen Vermögens ist die Deutsche Bundesbank. Also wir alle, die wir die Nationalität »DEUTSCH« im Reisepass stehen haben.

Die derzeit noch 3.395,5 metrischen Tonnen Gold resultieren aus der Ära von »Bretton Woods«, in der sich der US-Dollar zu einem festgelegten Satz in Gold umtauschen ließ. Die Deutsche Bundesbank kaufte damals mit Dollarüberschüssen aus der Leistungsbilanz zwischen 1951 und 1968 4.000 Tonnen Gold zusammen. Beließ es aber an den Handelsplätzen in New York, London und Paris mit der Begründung, es sei dort wegen der Gefahr eines militärischen Konfliktes mit dem Warschauer Pakt sicherer. Eine Erklärung die seinerzeit einen Sinn ergab. Wäre der so genannte »Kalte Krieg« jemals heiß geworden, dann hätte er sich großteils auf Deutschem Boden abgespielt. So waren jedenfalls die strategischen Planungen angelegt. Und da war es besser, wenn dem bösen Feind kein riesiger Goldschatz in die Hände fallen konnte.

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Hurra! Wir sind Friedensnobelpreisträger!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Das hatte ich ganz vergessen. Wir sind ja jetzt Friedensnobelpreisträger. Mit »wir« meine ich die EU. Und ich habe mir noch gar nicht überlegt, wie ich meinen Anteil des Preisgeldes anlegen werde. Mal kurz rechnen. Das wären dann 8 Millionen Schwedische Kronen. Entspricht 924.104 Euro. Geteilt durch 502,5 Millionen Einwohner, das ergibt … hm, eins im Sinn, nichts gemerkt … ach, doch so viel. Na gut, vergiss es. So nötig habe ich es dann auch wieder nicht.

Siehe: KOPP ONLINE – Nobelpreiskomitee: EU verleiht Friedensnobelpreis an sich selber

MfG
Hans

Der Ramsauer schon wieder

Sonntag, 07. Oktober 2012

»Haste ma‘ ’ne Maaak?«, war vor Jahrzehnten die häufig gebrauchte Floskel einer echt angesagten Bewegung. Wer mit der Frage an den Falschen geriet, bekam allerdings zu hören: »Wasch dich, lass dir die Haare schneiden und such dir Arbeit du dreckiger Hippie!«. Heute haben wir den Euro und der wird uns ohne weitere Rückfrage aus der Tasche gezogen. Nicht von Hippies, sondern mittels des Finanzamtes. Und sie bekommen nie genug. Je mehr der Staat in die Finger kriegt, umso größer wird die Begehrlichkeit. Es gibt ja so viele hungrige Mäuler zu stopfen.

OjeDamit meine ich nicht die Empfänger von Transferleistungen (vulgo: Hartzvierler). Wir haben auch noch notleidende Bänker und viele Sonstige, die gern von einem leistungslosen Einkommen leben. Die langen richtig zu. Leben zum Teil sogar von der prekären Situation der Ärmsten der Gesellschaft. Im Jahr 2010 hat der Staat 49 Milliarden Euro für die Hartz-IV-Empfänger ausgegeben. Davon sind den Bedürftigen 24 Milliarden zugeflossen. 25 Milliarden Euro versickerten in der Verwaltung und in häufig komplett überflüssigen Fortbildungsmaßnahmen. Wer schnell und sicher reich werden möchte, der braucht nur etwas Vitamin B und geeignete Schulungsräume. Oder gleich kriminelle Energie. Den im Folgenden angehängten Artikel sollte man gelesen haben. Danach bleibt es einem freigestellt, sich erschüttert an den Kopf zu fassen oder am Telefon den Abgeordneten seiner Wahl zur Sau zu machen.
Siehe: DER SPIEGEL – Sozialstaat – Die Hartz-Fabrik

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema. Noch immer dreut das Menetekel von der Maut. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Konsorten lassen nicht locker. Es fehlt Geld für den Straßenbau und deren Erhalt. 7 Milliarden Euro soll das Schlagloch in der Staatskasse jetzt schon groß sein. Letztes Jahr Anfang Oktober waren es noch zwei Milliarden (siehe Ramsauer! Oder wer spinnt hier?). Ja, das ist natürlich blöd. Dabei nimmt der Staat doch schon so viel Geld von den Autofahrern ein. Im Jahre 2010 waren es 8,49 Milliarden Euro Kfz-Steuer, 17,72 Milliarden Euro Energiesteuer auf Benzin und 18,00 Milliarden Euro Energiesteuer auf Dieselkraftstoff. Ohne Flugbenzin, Lkw-Maut und ungeachtet der Mehrwertsteuer, die bei Benzin und Diesel noch auf die Steuern oben aufgeschlagen wird(!), wären wir 2010 schon bei 44,21 Milliarden Euro Einnahmen.

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Die Vorteilsannahme gehört zu Deutschland

Samstag, 14. Januar 2012

Max Streibl (1932 - 1998)»Saludos Amigos!«. Wer erinnert sich noch an Max Streibls (1932 – 1998) letzten großen Auftritt als Bayrischer Ministerpräsident beim Politischen Aschermittwoch in Passau? Ein verzweifelter Versuch, die Amigo-Affäre mit etwas Galgenhumor ins Lächerliche zu ziehen. »Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in der CSU?«, fragte er unter Beifall der Teilnehmer noch. Hat ihm alles nichts genutzt, drei Monate später war er weg vom Fenster. Oder aus dem Weg. Wie man’s nimmt.
Siehe: Amigo-Affäre

Lothar »Tapferle« SpäthGute zwei Jahre zuvor hatte es seinen Amtskollegen Lothar Späth (CDU) in Baden-Württemberg mit der Traumschiff-Affäre erwischt. Ähnlich wie später Streibl ließ auch Späth sich seinen Urlaub von »Freunden« oder »Amigos« bezuschussen. Und offenbar war auch er jemandem im Weg. Nicht umsonst führt er den Beinamen »Tapferle«.
Siehe: Traumschiff-Affäre

Wie doch die Zeit vergeht. 21 Jahre hat Lothar Späths Traumschiff-Affäre mittlerweile auf dem Buckel. Max Streibls Amigos bringen es bereits auf knapp 19 Jahre. Zwischendrin bis heute weitere unappetitliche Skandale und Skandälchen. Zum Beispiel die Bonusmeilen-Affäre der vom Volke gewählten Spesenritter, die unter anderen Cem Özdemir (Grüne), Rezzo Schlauch (Grüne) und Gregor Gysi (PDS, heute Die Linke) in Erklärungsnot brachte. Oder die Hunzinger-Affäre, über die Rudolf Scharping (SPD) und einmal mehr Cem Özdemir (Grüne) stolperten.
Siehe: Bonusmeilen-Affäre
Und: Hunzinger-Affäre: Özdemir erhielt Darlehen und PR-Honorar
Und: Hunzinger-Affäre: Schröder feuert Scharping

Christian WulffDas ist alles noch im Gedächtnis, beziehungsweise gut dokumentiert zum Nachschlagen. Wie kommt dann Christian Wulff eigentlich auf die Schnappsidee, nach ein bisschen »Stahlgewitter« und einem Jahr des Wohlverhaltens sei die Sache vergessen? Noch dazu, wo er sich in der Angelegenheit sowas von abgrundtief dämlich angestellt hat, dass man schon Mitleid haben muss. Und woher nimmt Wulff die Stirn, die ganze Affäre jetzt zu ignorieren und zur Tagesordnung überzugehen?

Wulff ließ sich als amtierender Ministerpräsident von »Freunden« oder »Amigos« einen richtig günstigen Kredit einräumen. 500.000 Euro zu 4 % per anno und alles ohne Sicherheiten. Im Jahre 2008 lag der übliche Zinssatz bei 8 bis 10 %. Da waren 4 % schon ein echtes Schnäppchen. Einem Normalverbraucher wie mir würde ohne Eigenkapital von der Bank die kalte Schulter gezeigt werden. Aufgrund meines Alters sowieso. Und selbst wenn nicht; unter 5,5 % pro Jahr käme ich zurzeit nicht weg. Ganz davon abgesehen dass die Bank trotz Bonität natürlich ihre Sicherheiten haben möchte. Aber ein frisch geschiedener und frisch verheirateter Ministerpräsident von Niedersachsen, der 2008 auch bereits stark auf die 50 zuging, der bekommt so einen Kredit unter »Freunden« zu Traumkonditionen.

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Zwischen den Jahren: Denk mal wieder

Dienstag, 27. Dezember 2011

Wer vertraut noch den Politikern, wenn selbst der Bundespräsident mehrfach der Vorteilsannahme im Amt überführt wird und sich keinerlei Konsequenzen daraus ergeben. Wer traut noch den Medien, wenn die Bild Fotos aus Nepal reißerisch mit »Hunderte Tote bei Unruhen in Tibet« übertitelt und das ZDF alte Bilder aus dem Irak als aktuelle Gräueltaten in Syrien ausgibt?

Wer glaubt ernsthaft an Demokratie, wenn die einzelnen Parteien keine wirkliche Alternative untereinander mehr zeigen? Andreas Popp von der Wissensmanufaktur – meines Erachtens einer der besten Analytiker und Querdenker die es gibt – hat eine Art von Weihnachtsansprache aufgezeichnet die sich erfrischend von der durchgestylten Weihnachtsansprache unseres selbstverständlich nicht korrupten Bundespräsidenten unterscheidet. Er stellt die Demokratie in diesem Lande in Frage. Erfolgreich.

Den Volltext dieses Beitrages finden Sie unter: »Wählerauftrag mit über 90 % an das „ZK der KED“«

MfG
Hans

Alles nichts, oder?

Sonntag, 11. Dezember 2011

Ende der 17. UN-KlimakonferenzErst wollte ich etwas dazu schreiben. Dann wieder nicht. Was nutzt es, auf einen toten Gaul einzuschlagen? Doch irgendwie kann ich es mir nicht verkneifen. Auch wenn Schadenfreude eigentlich nicht mein Ding ist.

Fast wie beim Fußball. Wie kürzlich erwähnt, fand in Durban (Südafrika) vom 27. November bis 9. Dezember die diesjährige UN-Klimakonferenz statt. Das Medienecho hielt sich in noch engeren Grenzen als die Jahre davor. Als es bei Spielschluss unentschieden stand, ging man in die Verlängerung. Während erste Delegationen bereits die Koffer packten, kam es in der Nachspielzeit bis Sonntag früh offenbar doch noch zu einem klitzekleinen Kompromiss. Prompt titelte das Propaganda-Medium Spiegel Online: »Uno-Konferenz – Durban-Gipfel beschließt neuen Klimavertrag«. Die Berliner Morgenpost backte da schon kleinere Brötchen und schrieb: »Durban – Klimagipfel ist am Ende immerhin nicht gescheitert«.

Fragt sich nur, was die Leute beim Spiegel den lieben langen Tag so konsumieren. »Der Berg kreißte und gebar eine Maus« als Titel wäre immer noch schamlos übertrieben. Doch einerseits brauchen unsere Volksverr … äh … treter mindestens einen kleinen Sieg, den sie dem staunenden Wahlvieh in der Heimat präsentieren können. Andererseits war vor dem Hintergrund von Klima- und Wirtschaftsrealismus nicht viel zu holen.

Das ganze Geschwafel von menschgemachter globaler Erwärmung und von Klimazielen ist ein Kartenhaus, das als Basis nicht taugt. Die Welt hat zurzeit ganz andere Probleme als ein Klima, das sich nur in ebenso sündteuren wie armseligen Computersimulationen verhält wie die Politik es wünscht. Da hilft es auch nicht viel weiter, dass die gleichgeschalteten Medien hysterisch Panik schüren wenn der Wind einem chinesischen Reisbauern den Strohhut vom Kopf weht.

Nun gut, oder eher schlecht, jetzt will man das Kyoto-Protokoll – das eigentlich 2012 auslaufen sollte – weiterführen. Bis 2015 soll ein Nachfolgeprotokoll erarbeitet werden, das ab 2020 in Kraft tritt. Dann müssen auch Russland, Brasilien, Indien, China und die USA mitspielen. Schlau eingefädelt. Bis 2015 beziehungsweise 2020 fließt noch viel Wasser die Isar runter. Hoffentlich hat man den Klimaschwindlern bis dahin kräftig in den Allerwertesten getreten. Diese Selbstbereicherer braucht die Welt ebenso nötig wie die Bankster.

MfG
Hans

Das könnte einiges erklären

Samstag, 29. Oktober 2011

Kokain

Kokain, auch Fickpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge Nr. 1. Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gut aussehender, höchst eloquenter Nobelpreisträger mit der sexuellen Anziehungskraft eines schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein exkommunizierter Trappistenmönch, der weiße Puderreste an den Nasenlöchern hat und sich um Kopf und Kragen quasselt.

Kokain steigert das Mitteilungsbedürfnis, lähmt aber in gleichen Maße die Selbstkritik, was dazu führt, dass man jeden chemischen Kurzschluss im Kleinhirn für bares Geld hält und meint, dass er umgehend einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache für Rap-Lyrik und die Gesamtwerke von Rainer Werner Fassbinder und Hermann Göring.

Für den Kokaingenuss in der Öffentlichkeit gelten ganz besondere Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer wilden Party mit anderen Kokainisten befinden, dort eine ein Meter lange Koksstraße auf den Tisch zu legen und zu verkünden: »Die ist jetzt ganz für mich allein!«

Gehen Sie lieber aufs Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten! Sie können nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette des Hauses blockieren, dabei Geräusche wie ein Industriestaubsauger machen und glauben, Sie kämen ungeschoren davon. Führen Sie deshalb immer einige Briefchen mit ungelöschtem Kalk mit sich, die Sie nachher großzügig an Ihre Freunde verteilen können.

Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit höherer Vergnügungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Gerücht gehört haben, dass ein männliches Glied durch Kokaingenuss so hart werden kann, dass man damit einen gefrorenen Acker umpflügen kann: DAS STIMMT!

Wie man die Wirkung von Kokain simuliert:
Vier Tütchen Nescafe mit einer Tafel Schokolade aufkochen, auf Ex trinken.

Aktivitäten:
Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf

Musik:
Richard Wagners »Walkürenritt«

Quelle: Schöner Drogen mit dem kleinen Arschloch
(aus „Schöner Leben mit dem kleinen Arschloch“ von Walter Moers,
kleine Korrekturen durch den Verfasser dieses Artikels)

Eigentlich sollte es »Schöner drogen …« und »Schöner leben …« heißen, wenn ein Substantiv als Verb Verwendung findet. Aber seit multiplen Schüben von Rechtschreibreform innerhalb weniger Jahre feiert die grammatikalische Kreativität im deutschsprachigen Raum offensichtlich fröhliche Urständ. Davon nehme ich meine Schreiberei noch gar nicht mal aus.

Dass Börsenmakler, Investmentbänker und Konsorten geldgierig sind muss nicht extra diskutiert werden. Sie sind es, sonst müssten sie sich nach einer anderen Stellung umschauen. Und dass sie zugleich unter einem enormen Erfolgsdruck stehen, kann man sich denken. Die Flucht in Drogen, besonders in Kokain, scheint Usus für alle die unter Stress stehen und sich das oben erwähnte »Fickpuder« auch leisten können. Soll ja nicht süchtig machen, wird gesagt. Aber auch Ecstasy und Alkohol wird in hohem Maße konsumiert.

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Ein neuer Krieg muss her. Schnell!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Langsam wird es höchste Zeit für die »Internationale Hochfinanz«. Das gute alte Geldsystem, das nur durch kontinuierliches Wachstum existieren kann, stößt an seine Grenzen. Eigentlich wäre das noch kein wirkliches Problem. Wie wir in der Vergangenheit gelernt haben, wird das – was wir als Geld betrachten – einfach weniger wert. Was also nach Wachstum aussieht ist in Wahrheit nichts anderes als eine schleichende Enteignung. Auch Inflation genannt. Aber trotzdem ging es bisher immer irgendwie weiter. Nur hat die »Internationale Hochfinanz« in den vergangenen 10 oder 20 Jahren den Bogen etwas überspannt. Irgendwann rächt es sich von selbst, wenn man aus dem Arbeitsprozess der Völker immer mehr Geld abzweigt und noch dazu ein künstliches Finanzvolumen aufbauscht, das aller Realität Hohn spricht. Das Geldsystem, wie wir es heute kennen, droht in Kürze zusammenzubrechen. Das behaupte nicht ich, sondern anerkannte Wirtschaftswissenschaftler.

Doch für solche Endzeitszenarien hat die »Internationale Hochfinanz« bekanntlich ein probates Mittel: Krieg. Und wer ist für einen Krieg besser geeignet als die USA? Das Land ist über 20 Jahre nach dem Ende des »Kalten Krieges« noch immer bewaffnet, als stünden morgen Stalins Rote Armee, Maos Volksbefreiungsarmee und Pol Pots Rote Khmer vor der Tür. Wie bereits im Jahre 1898 verstehen es die USA noch heute, einen Krieg oder eine Kriegsbeteiligung herbei zu lügen wenn die Finanzen im Lande zur Krise mutieren. Plump, wie üblich. Aber wer traut sich schon offiziell Kritik zu üben, wenn es um die machtpolitischen und finanziellen Interessen der am höchsten gerüsteten Nation der Erde geht. Mahmud Ahmadinedschad, ja. Aber der hat dafür auch eine ganz schlechte Presse im Westen.

Nach Afghanistan und dem Irak ist augenscheinlich der Iran das erklärte Ziel US-amerikanischem Expansionsgeistes in jüngerer Zeit. Nicht dass sie eines dieser Länder annektieren wollten. Darum geht es nicht, sondern um deren Bodenschätze und bestimmte »landwirtschaftliche Erzeugnisse« (siehe: Moskau befremdet: USA wollen Anbauflächen mit Opiummohn in Afghanistan nicht vernichten). Hinzu kommen frische Umsätze für den militärisch-industriellen Komplex der USA. Ein nicht ganz unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Jede Bombe die eine Hochzeitsgesellschaft auseinandersprengt, jeder Bunker-Buster der einen Luftschutzbunker samt Insassen pulverisiert und schlicht jede einzelne verschossene Patrone müssen schließlich nachbeschafft werden. Dafür lohnt es sich doch, Millionen toter Zivilisten in Kauf zu nehmen. Es trifft ja keine US-Wähler.

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