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Archiv für die Kategorie ‘Öko-Terror’

Glasnost in Öko-Deutschland?

Sonntag, 18. Mai 2014

In Regierungskreisen ist es ein unangenehmes Geheimnis, bei Informierten im Volke längst offenkundig: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Fall für die Tonne – die Restmülltonne. Allein schon der Name ist – spitzfindig betrachtet – physikalischer Unfug. Es gibt keine erneuerbaren Energien. Energie kann nur von einem Zustand in einen anderen umgewandelt werden, wie wir in der Schule gelernt haben sollten. Die sogenannte Energiewende kann man mit einem Möchtegernakrobaten vergleichen, der aus dem Stand einen Rückwärtssalto probiert und dabei schmerzhaft auf Knien und Ellbogen landet.

O-Ton Sigmar Gabriel (SPD)

»Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.«

»Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.«

Siehe Video: SAT1 – Sigmar Gabriel nimmt in Kassel Stellung zur Energiewende

»Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.«

Siehe: lokalo24.de – Energiewende vor dem Aus?

Angeblich ist Mäusemilch die teuerste Milch der Welt, so wie die Herstellung elektrischer Energie aus Solar- oder Windkraftanlagen zu den teuersten Methoden zählt. Was würden Sie sagen wenn der Staat beschlösse, dass künftig alle Deutschen Molkereigenossenschaften Mäusemilch von privaten Anbietern zu Mondpreisen abnehmen und in ihre Frisch- und H-Milch mischen müssten? »Pfui Deibel!«, schon klar. Natürlich hätte das einen gewaltigen Einfluss auf den Milchpreis. Vor allem weil sich immer mehr private Anbieter von Mäusemilch einfänden, die an dieser Zwangssubventionierung mitverdienen wollten.

Die Preise für Milch würden auf das Doppelte oder Dreifache steigen. Was einen Haushalt von Durchschnittsverdienern nicht unbedingt in Bedrängnis brächte. Wohl aber Bezieher von geringen Einkommen oder gar Empfänger von Transferleistungen. Freilich würde der Staat dann helfen, indem er den Unglücklichen kostenlose Beratung zur Einsparung von Milch anböte. So wie er es im Rahmen der Energiewende mit kostenlosen Beratungen zum Energiesparen bereits tat. Der Nutzen für die Betroffenen geht gegen Null.
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… voRWEg gehen …

Sonntag, 13. April 2014

Geht es Ihnen manchmal auch so? Man stößt auf Logikbrüche noch und nöcher. Man fühlt sich nach Strich und Faden verarscht. Trotzdem hört die veröffentlichte Meinung nicht auf, einem die Quadratur des Kreises aufzudrängen. »Sind wir Deutschen eigentlich verrückt geworden?«, mit der Frage beginnt seit einiger Zeit ein Werbefilmchen von RWE im Fernsehen. Wen meinen die wohl mit »wir Deutschen«? Vermutlich jene imaginären Deutschen die sie in dem Zusammenhang gerne sehen würden. Nämlich eine beliebig formbare Masse von Menschen, die auf den ersten Blick einen recht patenten Eindruck machen. Doch hingegen kritiklos und strunzdumm alles glauben, was man ihnen von Amts wegen vorsetzt.

Zum Beispiel die Mär von der menschgemachten globalen Erwärmung. Der quasireligiöse Quatsch ist bereits von vielen richtigen Wissenschaftlern widerlegt. Während die unseriösen Klimawissenschaftler längst bekannt, und als das entlarvt was sie wirklich sind; nämlich bezahlt. Für Pöstchen und Geld würden die uns auch eine Eiszeit mit Meteorschauer und Vulkanausbrüchen herbeiorakeln. Alles menschgemacht, versteht sich. Bisher konnte noch keiner dieser Pseudowissenschaftler hieb- und stichfest nachweisen, dass durch eine Erhöhung des Kohlenstoffdioxidgehaltes (CO2) in der Atmosphäre ein Treibhauseffekt eintreten oder verstärkt würde. Stattdessen verteidigt man die Statthaftigkeit von gefälschten Informationen zum Zwecke der Erreichung halbseidener Klimaziele. Macht sich ernsthaft Gedanken über die strafrechtliche Verfolgung von sogenannten »Klimaleugnern« wegen fahrlässigem Totschlags. Denn die argumentative Verhinderung von »klimaschützenden« Maßnahmen hat mit großer Sicherheit Millionen Tote in der Zukunft zur Folge, so die Begründung.

»Sind wir Deutschen eigentlich verrückt geworden?«. Nun ja, für manch Deutschen Zeitgenossen würde ich die Hand nicht ins Feuer legen wollen. Die große Mehrheit erscheint mir hingegen normal. Ergo muss man in der Frage das Subjekt ändern, damit sie stimmig wird. Etwa in der Art: »Sind die Deutschen Politiker eigentlich verrückt geworden?«. Warum jetzt die Politiker? Ganz einfach: Die haben uns das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) beschert. Allen voran die Grüninnen. Die hatten noch nie ein Problem damit, diktatorische Maßnahmen zu ergreifen. Doch natürlich auch Akteure in anderen Parteien betätigen sich gerne als Möchtegernumweltschützer, wenn es denn Stimmen bringt. Außerdem ist der Karren jetzt schon auf dem Weg gegen die Wand. Immer mehr wollen von dieser idiotischen Schmarotzergesetzgebung profitieren. Da kann ein Politiker nicht so einfach abspringen. Könnte Wählerstimmen kosten.
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Von Kohlekraftwerken, Todesstrafe und Regenwürmern

Sonntag, 07. April 2013

So ein Mist aber auch! Da wollte ich dieses Frühjahr anfangen mir mein eigenes Kohlekraftwerk zu bauen und jetzt das! Ich dachte, ich komme damit durch. München, auf 600 m über Normalnull, weit weg von Nordsee und Mittelmeer bei Vermeidung jeglicher Tsunamigefahr. Sowie unter vollständiger Weglassung jeglichem spaltbaren Materials. Aber Kohlekraftwerk ist jetzt auch nicht mehr genehm, wie die neuesten Meldungen lauten.

Ökofaschismus? Nein danke!Greenpeace hat die Gesundheitsschädlichkeit von Kohlekraftwerken festgestellt. Genauer gesagt; sie haben Prof. Dr. Rainer Friedrich vom Institut für Energiewirtschaft an der Universität Stuttgart beauftragt das festzustellen. Gut, warum nicht? Für Geld bekommt man heute ja alles. Auch wissenschaftliche Studien. Nun, jedenfalls hat der Herr Friedrich ermittelt dass die 67 schon etwas betagteren Kohlekraftwerke in Deutschland den Bürgern einen durchschnittlichen Verlust an Lebenszeit in Höhe von 33.000 Jahren bescheren. Nicht jedem einzelnen, schon klar. Sondern statistisch gleichmäßig verteilt auf alle Bundesbürger. Wie der Mann auf die Zahl kommt lassen wir dahingestellt. Er ist ja Wissenschaftler. Aber legen wir sie einmal nach dem Gießkannenprinzip auf den einzelnen Bundesbürger um, dann kommen wir unter Verwendung der Formel 30.000 x 365 x 24 / 82.000.000 auf einen Lebenszeitverlust von 3,53 Stunden pro Nase. Aufgerundet.
Siehe: Greenpeace – Tod aus dem Schlot (PDF)

Statistisch wird der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Rechnen wir die eben ermittelten 3,53 Stunden zur Lebenserwartung hinzu, dann würde der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Schon ein gewaltiger Unterschied, nicht? Angenommen, ich wollte dereinst im Alter von 77 Jahren und 6,3 Monaten noch schnell eine Abschiedsparty schmeißen, sollte ich die 3,53 Stunden auf jeden Fall im Auge behalten. Sonst könnte es ganz blöd in letzteres gehen. Denn Partys, bei denen der Gastgeber plötzlich sein Essbesteck abgibt, sind echte Spaßbremsen.
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Leichenpropaganda bei ARD und ZDF

Montag, 11. März 2013

Heute jährt sich die Tsunami-Katastrophe, die die japanische Ostküste heimgesucht hatte, zum zweiten Mal. Gestern Nachmittag las ich im Flieger den aktuellen Focus und stieß auf Seite 101 auf einen kurzen Artikel, nach dem die WHO kaum gesundheitliche Folgen durch den Fukushima-Unfall befürchtet.

Nicht weiter überraschend. Vor etwa einem Jahr erschien ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), gemäß dem es nicht ein einziges Todesopfer durch die ausgetretene Radioaktivität der durchgebrannten Brennstäbe in den havarierten Reaktoren gab. Die beiden bedauernswerten Opfer, die man dort im Keller eines Turbinenhauses fand, waren wohl ertrunken. Desweiteren befürchte man auch seitens der IAEO keine schweren Folgen.

Heute in der Früh erinnerte das Morgenmagazin von ARD und ZDF an Fukushima. Weniger an die Tsunamikatastrophe, sondern an Fukushima. Normalerweise schaue ich mir die Sendung nicht an, außer ich befinde mich in einem Hotelzimmer fern der Münchener Heimat und das Radioprogramm taugt nichts. In der Tagesschau um 7:00 Uhr gab es natürlich auch einen Beitrag über Fukushima.

Dort verlas Nachrichtensprecher Thorsten Schröder einen Text wie folgt: »Japan gedenkt heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu zwanzig Meter hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kam es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen ungefähr 16.000 Menschen ums Leben. Tausende gelten immer noch als vermisst«.

Interessante Satzkombination, nicht wahr? Der für gewöhnlich desinformierte Bürger könnte dabei glatt auf die Idee kommen, mehr als 16.000 Menschen wären durch die Kernschmelzen ums Leben gekommen. Tatsächlich gab es aber nicht ein einziges Todesopfer durch die Reaktorunfälle. Die 16.000 Opfer und die Vermissten gehen auf das Konto des Tsunami.

Endlich weiß der Fernsehzuschauer wenigstens, wofür man ihm das Geld mit Zwangsgebühren aus der Tasche zieht. Oder – euphemistisch gesprochen – die Demokratieabgabe, wie sie WDR Chefredakteur Fernsehen, Jörg Schönenborn, vor nicht allzulanger Zeit in unübertrefflicher Arroganz nannte. ARD und ZDF betreiben Anti-Atom-Propaganda mit dem Geld der Abgezockten und den Leichen von über 16.000 japanischen Katastrophenopfern.

Widerlich ist das. Einfach widerlich.

MfG
Hans

Rin in die Kartoffeln, …

Dienstag, 25. September 2012

… rus us die Kartoffeln. Am Sonntag gab ich im Kreise der Verwandtschaft noch stolz mein »Insider-Wissen« zum Besten, als ich sagte dass sich die Sache mit dem Biokraftstoff E10 wohl bald erledigt haben dürfte. Das hatte ich mir natürlich nicht aus den Fingern gesogen. Denn einerseits schrieb die Süddeutsche am 11. September unter: »EU plant Biosprit-Reform«, die EU würde über kurz oder lang die Subventionierung von Biosprit einstellen. Den Grund lieferten wissenschaftliche Studien, nach denen die Biokraftstoffe die Umwelt doch höher belasteten als erwartet. Was im Übrigen schon längst die Spatzen von allen Dächern pfiffen und viele Umweltschutzverbände auf ihren Netzwerkseiten beklagten. Außerdem titelte der österreichische Standard am 18. September: E10-Stopp begeistert Umweltschützer und verärgert Bauern«. Demnach wird die geplante Einführung von E10 in Österreich erstmal auf die lange Bank geschoben.

Und jetzt kommt auf einmal die Frankfurter Rundschau daher, die behauptet am Montag: »EU setzt auf Ethanol statt Biodiesel«. Angeblich will Brüssel das Biodiesel europaweit ganz abschaffen und dafür die Nutzung von Bioethanol massiv vorantreiben. Neben E10-Kraftstoff seinen in Zukunft E15, E25 und sogar E85 geplant. Wie aufs Stichwort springt DIE WELT der Frankfurter Rundschau zur Seite und bringt am gleichen Tag ein Gespräch mit dem neuen Bauernverbandspräsidenten Walter Heidl mit der Überschrift: »Die ganze E10-Debatte ist doch scheinheilig«. Darin preist Heidl die schöne Zukunft der erneuerbaren Energien aus heimischem Anbau. Und außerdem stimme das ja alles gar nicht, mit der Verknappung und Verteuerung des Nahrungmittelangebotes durch die Energieerzeugung von landwirtschaftlichen Flächen.

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Und ewig sterben die Wälder II

Sonntag, 19. Juni 2011

Das »gefühlte« Waldsterben in Deutschland war eine Hysterie der 1980er und 90er Jahre. Eine Sau wie so viele andere, die durch das mediale Dorf getrieben wurden. Das wirkliche Waldsterben findet heute statt. Nicht in Deutschland, sondern beispielsweise auf den Inseln Indonesiens. Anbei ein Arte-Beitrag, der bis dato noch nicht der Zensur zum Opfer gefallen ist.

Bei Youtube findet sich noch der dreiteilige Arte-Beitrag Die Biosprit Lüge, der auf Arte+7 offenbar bereits erfolgreich verschwunden wurde. Unser hehrer Umweltschutz – oder moderner ausgedrückt: »Klimaschutz™« – schafft in anderen Ecken der Welt Probleme, die das Deutsche Stimmvieh nicht sehen soll. Denn man will sich als nachhaltig verantwortungsbewusster Politiker ja nicht vom Öffentlich Rechtlichen Bezahlfernsehen seine Worthülsen entwerten lassen. Zu diesen Worthülsen zählt auch der Begriff »Erneuerbare Energien™«. Jedes Kind lernt in der Schule – oder sollte es zumindest – dass Energie weder entstehen noch verschwinden kann. Und erneuert schon gar nicht. Energie kann nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden.

Dem Deutschen Wald geht es indes prächtig. Seit jeher. Daran konnten auch die Panikmacher von den Grünen bislang nichts ändern. Aber nur Geduld – sie üben ja noch.

Siehe auch: Ökologie – Chronik einer Panik (2004)

MfG
Hans

Und ewig sterben die Wälder

Samstag, 28. Mai 2011

Wer erinnert sich? Damals, Ende der 1970er Jahre, da gab es in Deutschland noch richtige Wälder. Und heute? Gigantische Flächen mit massenhaft Bäumen. Aber Wälder? Vielleicht hinter den Bäumen?

Eventuelle Parallelen zu aktuellen Ereignissen sind rein zufälliger Natur. Saurer Regen, Waldsterben, Ozonloch, Klimakatastrophe, Anstieg des Meeresspiegels, Fukushima … habe ich was vergessen? Zu Zeiten des »gefühlten« Waldsterbens verbreiteten die Grünen Panik – flankiert von Greenpeace und anderen Organisationen, die von der »German Angst« gut leben. Die damalige Regierung Kohl trat die Flucht nach vorn an und konnte den Wald plötzlich gar nicht genug schützen.

Später machten die üblichen grün angemalten Verdächtigen Panik wegen der »Globalen Erwärmung™«. Und wieder setzte sich eine CxU-Regierung – diesesmal unter Kohls Mädchen Merkel – an die Spitze und fördert mit unserem Geld alle möglichen Torheiten im Kampf um den »Klimawandel™«. Seit März diesen Jahres schüren die Panikmacher von den Grünen, Greenpeace & Co. wegen dem Atomunfall in Fukushima ein weiteres Mal erfolgreich die »German Angst«. Wieder einmal ist es die CxU-Regierung, die gar nicht schnell genug aus der Atomenergie aussteigen kann.

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Schrödingers Katze

Sonntag, 20. März 2011

Bereits am Samstag voriger Woche kamen die ersten Schreckensmeldungen: Kernschmelze in Fukushima! Dann hieß es, eine Kernschmelze in den Unglücksreaktoren stünde unmittelbar bevor. Wenig später hörte man von so genannten Experten, es hätte ganz sicher eine teilweise Kernschmelze in einem der Reaktoren gegeben, weil angeblich jemand irgendwo radioaktives Cäsium gemessen hätte. Und dann tönte es wieder, eine Kernschmelze sei nicht auszuschließen, wenn das Kühlproblem in den havarierten Reaktoren nicht innerhalb von 24 Stunden gelöst würde. Selbsternannte Atomexperten malten uns auf allen Sendern in düsteren Farben aus, warum eine Kernschmelze in den betroffenen vier Reaktoren unvermeidlich sei. Eine Sprecherin vermeldete in den Mittagsnachrichten mit aufgeregter Stimme, die Kernbrennstäbe in einem Reaktor lägen jetzt komplett trocken. Das war Mittwoch. Geschmolzen ist bis heute offenbar nichts. Irgendwann schoss mir der Begriff Schmelzkäse durch den Kopf.

Man fühlt sich bei den Fukushima-Reaktoren ein wenig an Schrödingers Katze erinnert. Erwin Schrödinger, Nachfolger von Max Planck an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und Physiknobelpreisträger, hatte ein Gedankenexperiment angestellt: Er verschränkte im Geiste das Leben einer Katze mit einem instabilen Atomkern. Sollte der Atomkern zerfallen, müsste die Katze sofort sterben. Herzlos, aber das fand wenigstens nur in seinem Kopf statt. Atomkern und Katze befänden sich laut Schrödinger in einem hermetisch abgeschlossenen Raum. Niemand wüsste also sicher, ob die Katze zu einem Zeitpunkt x tot oder lebendig wäre. Sie demnach zur gleichen Zeit sowohl tot als auch lebendig sein müsste. Erst wenn jemand nachschauen würde, gäbe es Gewissheit über ihren tatsächlichen Zustand.

Siedewasserreaktor der Fukushima-KlasseSchrödingers Gedankenexperiment hatte natürlich einen ganz anderen Hintergrund. Aber im Kern lässt es sich übertragen. Niemand weiß zurzeit, ob die Kernbrennstäbe in den kritischen vier Reaktoren von Fukushima bereits im Schmelzen begriffen sind. Denn nachschauen geht nicht. Analog zu Schrödingers Katze sind sie geschmolzen und intakt zugleich. Fakt ist, dass die Steuerstäbe bei der Notabschaltung hydraulisch zwischen die Brennstäbe geschoben wurden. Die Kernreaktion also wegen Mangels an schnellen Neutronen unterbunden ist. Analogien zur Tschernobyl-Katastrophe sind demzufolge populistischer Unsinn. Trotzdem müssen die Brennstäbe wegen der Nachzerfallswärme weiterhin gekühlt werden. Aufgrund des Erdbebens war die externe Stromversorgung für die Kühlwasserpumpen ausgefallen, also griff man auf die vorhandenen Notstromaggregate zurück. Aber die wurden kurz darauf von dem Tsunami überflutet und unbrauchbar gemacht. Die letzte Bastion, die Notstromakkus in den Reaktorgebäuden, waren zwar geladen und lieferten Strom. Doch nach der Flutwelle griffen nun die Kühlwasserpumpen ins Leere.

Die Reaktoren von Fukushima arbeiten mit Meerwasserkühlung. Damit konnte sich die Betreibergesellschaft aufwändige und teure Kühltürme sparen. Das funktioniert gut, denn Meerwasser steht überreichlich zur Verfügung. Nur hatte man bei den Sicherheitsüberlegungen die Gefahr eines Tsunami unterschätzt. Der Tsunami am Freitag vor einer Woche überflutete die Kühlwasserleitungen, verstopfte sie mit Schlamm und Unrat. Da halfen alle Notstromversorgungen nicht mehr weiter. In Folge begann das im Primärkreislauf vorhandene Wasser des Reaktors zu kochen. Dabei entwickelte sich nicht einfach nur Wasserdampf. Die hohe Temperatur von über 500 °C spaltete die Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff auf. Knallgas, wie wir es noch aus dem Physikunterricht kennen, entstand. Es gelangte durch Überdruckventile in die Reaktorgebäude und explodierte. Dabei wurde der obere Teil der Gebäude mehr oder weniger planmäßig abgesprengt. Nicht schön, aber immer noch besser als wenn das Reaktordruckgefäß platzt.

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Kontrast

Freitag, 18. März 2011

Letzten Sonntag zeigte das Fernsehen eine verzweifelte Frau, der von dem Tsunami an Japans Ostküste ihr Kind aus den Armen gerissen wurde. Am Montag meinte ein Kommentator in professionellem Tonfall, dass die Hilfeschreie der von dem Erdbeben verschütteten Menschen nach und nach verstummt seien. Somit die Wahrscheinlichkeit, Lebende unter den Trümmern zu finden, nur noch sehr gering ist. Die Nachrichten zeigen Menschen, die nach ihren Verwandten oder Freunden suchen, aber deren Häuser nicht mehr finden. Ganze Dörfer und Städte wurden auf einem 10 Kilometer breiten und mehrere Hundert Kilometer langen Küstenstreifen von der Flutwelle einfach eingeebnet. Der Verstand sträubt sich bei dem Versuch, das schreckliche Leid zu erfassen. Als Freitag vor einer Woche die ersten Opferzahlen bekannt wurden, lagen sie noch im zweistelligen Bereich. Realistischer betrachtet steht vermutlich eine fünfstellige Zahl zu befürchten. Wenn es nicht noch viel schlimmer kommt.

Eine Naturkatastrophe dieser Größenordnung gab es in Japan zuletzt bei einem Erdbeben im Jahre 1923 in der Kantō-Ebene, am südlichen Ende der heute betroffenen Region. Damals verloren über 140.000 Menschen das Leben. Das große Kantō-Erdbeben von 1923 hatte eine Magnitude von 8,5. Das aktuelle Tōhoku-Erdbeben erreichte eine Magnitude von 9,0. Die Momenten-Magnituden-Skala ist logarithmisch. 0,2 Skalenpunkte entsprechen in etwa einer Verdoppelung der Energie. Bei dem Erdbeben am letzten Freitag wurde im Vergleich zu 1923 die 5,6-fache Menge an Energie freigesetzt. Die Japaner leben von Kindesbeinen an mit den Erdbeben. Ihr Land liegt am so genannten Pazifischen Feuerring. Schräg gegenüber, auf der anderen Seite des Pazifik, liegt Chile. Das Land wurde voriges Jahr im Februar von einem Erdbeben der Stärke 8,8 und einem darauf folgenden Tsunami heimgesucht.

Das Japanische Beben war gemäß Skala doppelt so stark wie das vor der Chilenischen Küste. Wobei die schlimmsten Verwüstungen jedoch von der ausgelösten Flutwelle angerichtet wurden. Dagegen half auch die erdbebensichere Bauweise nichts. Selbst die weitläufigen hohen Flutmauern wurden überspült. Zu allem Überfluss befinden sich nun bis zu zwölf Atomreaktoren in dem Gebiet in einem bedenklichen beziehungsweise kritischen Zustand. Eine Kernschmelze droht in mindestens vier von ihnen, wenn das Kühlproblem nicht bald gelöst wird. Die allfällige Evakuierung von Millionen Menschen aus dieser Region scheint aussichtslos. Das Wetter wird zurzeit wieder kälter in Japan. Vielerorts gibt es keine Heizung, keinen Strom, kein Wasser. Nahrungsmittel werden knapp. Heute sprach man in den Nachrichten bereits von ersten Opfern, die in dem Katastrophengebiet verhungert sein sollen. Ältere Leute sterben an Entkräftung und Unterkühlung. Das Leid der Betroffenen ist unvorstellbar. Doch bei allem Mitleid, das man empfindet, beeindruckt die sprichwörtliche Tapferkeit und Disziplin der Japaner in diesen Tagen.

Im krassen Gegensatz dazu die Hysterie hierzulande. Völlig ohne jede Not. Geschürt für jeden offensichtlich von der Opposition und getragen von den »Deutschen Qualitätsmedien™«. Während man in den Japanischen Kernkraftwerken den GAU – den Größten Anzunehmenden Unfall – zu verhindern sucht, arbeiten bei uns grüne, rote und tiefrote Kräfte an der GAH – der Größten Allgemeinen Hysterie. Und große Teile der Bevölkerung lassen sich ins Bockshorn jagen.

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Gesetzgeber verlangt Alkohol am Steuer!

Sonntag, 13. März 2011

So, jetzt haben wir den Salat. Die Autofahrer sind verunsichert. Wissen an der Zapfsäule nicht, ob sie das ganz toll umweltfreundliche E10 in den Tank ihres Autos füllen können oder lieber den teuren Luxustreibstoff nehmen sollen. Und schuld sind die Mineralölanbieter. Oder die Tankstellenpächter? Die Kfz-Hersteller? Die Regierung? Der ADAC? Nein, jetzt hab ichs: Oma Müller aus der Steinstraße ist schuld. Einer schiebt die Schuld auf den anderen. Irgend jemand muss ja dafür verantwortlich sein, dass der Benzinkunde diese gepanschte Plörre nicht haben will.

E10 ist guter Kraftstoff mit 10 Prozent Bioethanol gestreckt. Ethanol, oder Alkohol, hat eine geringere Energiedichte. Das macht den guten Kraftstoff aus technischer Sicht zu einem minderwertigeren. Dafür aber mit staatlichem Segen. Oder eher mit staatlichem Zwang. Denn wenn die Mineralölkonzerne nicht genug von dem E10 unter das Volk bringen, dann müssen sie für ihr reines Super-Plus mehr Steuern abführen. Was sie natürlich dann wieder auf den Kraftstoffpreis umlegen werden, denn aus reiner Menschenliebe verkaufen die ihren Sprit nicht.

ADAC Umfrage - Tanken Sie E10?Eigentlich wäre es gar nicht so ungewöhnlich mit Alkohol statt Benzin zu fahren. Die Brasilianer tanken seit über 30 Jahren bis zu 100 prozentiges Ethanol in ihre Fahrzeuge. Der Alkohol wird dort aus dem reichlich verfügbaren Zuckerrohr gewonnen. Deren Autos sind von Tank bis Auspuff so gebaut, dass sie das Bioethanol verarbeiten können, ohne Schaden zu nehmen. Die Fahrzeugmodelle werden Flex, Flex-Fuel, Total-Flex oder ähnlich betitelt. Die meisten können ohne Umbau oder Umschalten wahlweise mit Benzin oder Ethanol betrieben werden. Moderne Motorelektronik und -technik macht’s möglich. Kostet halt ein bisschen mehr. Auch die Amerikaner, Schweden, Franzosen oder Spanier fahren zum Teil mit Alkohol im Tank.
Siehe: Bioethanol

Also, warum sind die Autofahrer hierzulande dann so verunsichert? Sind sie es? Die öffentlich rechtlichen Nachrichten zeichnen ein Bild nach Vorgaben der Politik, wie üblich in solchen Fällen. Das nebenstehende Umfrageergebnis stammt von der Netzwerkseite des ADAC. Demnach weiß die große Mehrheit sehr genau, warum sie E10 in den Tank füllt oder sich dem Biokraftstoff eben verweigert. Nur ein paar wenige Autofahrer sind verunsichert. Es geht nämlich auch gar nicht so sehr darum, ob der Hersteller behauptet sein Fahrzeug vertrüge E10 problemlos. Es geht zuerst einmal darum, dass der Ottomotor mit E10 eine mindestens 5 prozentige Leistungseinbuße erleidet. Vielleicht nicht besonders schlimm, wenn man einen PS-Protz fährt. Es gibt aber genügend Autos, die mit 50 PS oder weniger herumtuckern. Da merkt man jede fehlende Pferdestärke doppelt. Wie auch immer, Einbuße ist Einbuße. Wer nimmt das schon gerne ohne jegliche Kompensation hin? Die Beiträge für die Kfz-Versicherung richten sich nach der Motorleistung. Die Kfz-Steuern nach dem Hubraum. Haben Versicherer oder Staat für E10-Tanker einen Nachlass angekündigt? Nicht dass man davon gehört hätte.

Hinzu kommt der Mehrverbrauch. Weniger Leistung führt zwangsläufig zu mehr Gasgeben. Was bedeutet, dass derjenige mit dem vermeintlich preisgünstigeren Bioethanolgemisch bei gleicher Fahrweise auf Dauer häufiger an die Zapfsäule muss. Mit Blick auf die vermeintlichen Mehrkosten für Super-Plus bleibt es also gehupft wie gesprungen.

Wie das Umfrageergebnis auch zeigt, ist ein unübersehbar großer Anteil gar nicht von dem Nutzen von E10 für die Umwelt überzeugt. Viele Bürger reagieren mittlerweile äußerst zugeknöpft, wenn ihnen etwas vom menschgemachten Klimawandel durch CO2 erzählt wird. Der Begriff Klimawandel steht längst synonym für Abzocke und Einschränkungen. Und natürlich für Betrug.

Wo wir gerade bei Abzocke und Betrug sind: (mehr …)