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Archiv für die Kategorie ‘Shit happens’

Häh? Wutbürger?

Freitag, 17. Dezember 2010

Nicht dass ich zu den Einsilbigen zählen würde. Aber »Wutbürger« gehörte bis dato nicht zu meinem Wortschatz. Genau genommen habe ich das Wort in der Vergangenheit auch nie als gängigen Begriff im Gespräch oder in der Berichterstattung wahrgenommen. Vielleicht einmal gelesen und wieder vergessen. Und jetzt macht der Ausdruck aus dem Nichts plötzlich eine Bilderbuchkarriere und wird von der »Gesellschaft für Deutsche Sprache« (GfDS) zum Wort des Jahres 2010 gekürt. Letztes Jahr war es »Abwrackprämie«, das war in jedem Fall noch nachvollziehbar. »Finanzkrise« im Jahr 2008 lag ebenfalls nahe oder der »Teuro« in 2002. Aber »Wutbürger«? Das kommt einem wie aus der Retorte vor. So wie diese unsäglichen Zerealien.

Ich hätte ja »Eyjafjallajökull« gewählt. Das Wort war in aller Munde, in allen Nachrichten und kaum jemand konnte es richtig aussprechen. Vermutlich war es letzteres was den Vulkan so auf die Palme brachte.

MfG
Hans

Apropos Hydra

Dienstag, 07. Dezember 2010

WikiLeaks-LogoDie WikiLeaks-Hauptserver sehen sich zurzeit massiven Hacker-Attacken ausgesetzt. Auf der folgenden Seite stehen die Adressen von zurzeit knapp 1250 gespiegelten Präsenzen von WikiLeaks (ohne Garantie).

MfG
Hans

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Neues aus dem FBI-Kindergarten

Sonntag, 28. November 2010

FBI-KindergartenHallo liebe Kinder, heute basteln wir mal was mit Patriotismus in der Weihnachtszeit. Dazu verwenden wir einen großen Weihnachtsbaum. Der ist zwar ursprünglich Deutsch, aber das wissen diese Dumpfbacken ja nicht. Und was ist noch patriotischer als ein Weihnachtsbaum? Falsch Kinder, nicht zwei Weihnachtsbäume. Ein Weihnachtsbaum und eine feierliche Weihnachtsbaumzeremonie dazu. Da leuchten die Kinderaugen und die Erwachsenen werden von den Alltagssorgen abgelenkt.

Aber Patriotismus steht auf wackeligen Füßen, wenn er nicht richtig zementiert wird. Und nichts ist etwas wert, solange es nicht von finsteren Mächten bedroht ist. Das wissen wir von dem ganzen Freiheitsgeschwafel. Also brauchen wir noch was? Richtig, einen bösen Moslemterroristen. Und was noch? Stimmt, eine Bombe. Moslemterrorist ohne Bombe ist wie Baseball gucken ohne Hot-Dog.

Mohamed Osman MohamudUnsere Zutatenliste ist komplett. Den Hot-Dog lassen wir weg, ist ja kein Baseballspiel. Der Weihnachtsbaum steht bereits fertig da und wir wissen, wann die Zeremonie anfängt. Den Moslem haben wir schon mal vorbereitet. Ein finster dreinblickender Junge, der seit frühester Jugend Krieg gegen alle Ungläubigen spielen will. Der hat zwar keinen Kontakt mehr zu den richtigen Terroristen in Pakistan. Doch dafür sind wir ja da. Wir haben ihm gesagt, dass wir von seinen Glaubensbrüdern geschickt wurden. Sowas darf freilich nicht jeder. Nur wir vom FBI, wir dürfen das. Klingt komisch, ist aber so. Bomben darf auch nicht jeder basteln. Doch unsere ist eine ganz besondere. Die funktioniert nämlich nicht. So wie die am Times Square. Die ging auch nicht. Das werden wir dem Moslem natürlich nicht sagen. Wäre ja dumm.

Die Bombe bauen wir in einen Transporter ein, sonst muss unser Terrorist in spe den ganzen Krempel zu Fuß hinschleppen. Das würde auffallen. Dann geben wir ihm noch ein Cellphone, mit dem er die Bombe anrufen und zünden soll. Womit unsere Arbeit erstmal getan wäre. Jetzt lehnen wir uns gemütlich zurück und beobachten, was er macht. Wo die Bombenattrappe ist wissen wir über GPS und ob der Möchtegernterrorist sie anruft sehen wir auf dem Monitor, den uns die Onkels von der Telefongesellschaft aufgestellt haben.

Nun ist es so weit, der junge Muselmann hat sich auf den Weg gemacht … jetzt stellt er das Fahrzeug mit der Bombe am Platz der Weihnachtszeremonie ab … der Platz füllt sich mit Menschen … und da ruft unser Terrorist auch schon an. Unsere Verbindungsleute haben gute Überzeugungsarbeit geleistet. Denn jeder hätte den Anruf nicht gemacht. Jetzt können wir den Burschen verhaften und stehen wieder einmal als große Helden in der Zeitung.
Siehe: FBI verhindert Anschlag auf Weihnachtszeremonie
Und: Das FBI vereitelt eigenen Terroranschlag

So liebe Kinder, das war’s für heute. Und morgen zeigen euch die Onkels von der Al Kaida, wie man aus einem Laserdrucker, einer Schnur, etwas Klebstoff und noch ein paar anderen Sachen eine echt gemeingefährlich ungefährliche Bombe baut.

MfG
Hans

Ein paar unbequeme Wahrheiten

Sonntag, 28. November 2010

In Schweden soll es ein Gesetz geben, nach dem es verboten ist, den Motor seines Wagens im Stand länger als 60 Sekunden laufen zu lassen. Wer es trotzdem tut bekommt ein saftiges Knöllchen verpasst. Das heißt, wenn unsereins das machen würde. Wenn aber, wie letzten Oktober geschehen, ein ausgewiesener Klimaschützer namens Al Gore den Motor seines Leihwagens eine ganze Stunde im Stand laufen lässt, dann geschieht offenbar nichts. Nein, im Gegenteil. Er bekam für die einstündige Rede, die er im Schwedischen Götheburg hielt, sogar noch Applaus von den ganzen Klimagläubigen die verzückt an seinen Lippen hingen. Und während Al Gore drinnen heiße Luft um den Klimaschutz absonderte, verströmte sein Leihwagen draußen fröhlich CO2. Vermutlich ist Al Gore Pflanzenliebhaber. Denn Pflanzen ernähren sich bekanntlich von CO2. Den Zuhörern seiner Rede hatte man übrigens empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wegen des Klimas. Al Gore hinterließ statt dessen eine Schneise ökologischer Verwüstung, als er statt mit einer Linienmaschine mit einem Schwedischen Regierungsjet aus Oslo anreiste.
Siehe: Climate change warrior Al Gore leaves car running
Und: Gore leaves car idling for one hour during speech; Opts for Swedish government jet over public transportation

Al Gore Down

Ist schon ein komischer Heiliger, dieser Mann. Wasser predigen und selbst Wein trinken. Man sollte meinen, jemand wie Al Gore würde in einem angemessen großen Niedrigenergiehaus leben. Weit gefehlt. Seine Villa in Nashville, Tennessee, verbraucht die 10- bis 12-fache Menge an Strom wie ein Durchschnittshaus in der Gegend. Was bei den US-amerikanischen Durchschnittsverhältnissen etwas heißen will. Im Frühjahr diesen Jahres kauften Al Gore und seine Frau Tipper eine Luxusvilla in Montecito, Kalifornien, für knapp 9 Millionen US-Dollar. Das zweistöckige Gebäude in Italienischem Stil besitzt fünf Schlafzimmer, neun Badezimmer und sechs offene Kamine. Das Ganze mit einem riesigen Swimming Pool und Springbrunnen auf einem 6.070 m² (1,5 acres) großen Grundstück. Ganz schön großzügig für ein altes Ehepaar. Nicht dass ich sowas jemand anders nicht gönnen würde, aber dann soll er mir bitte nichts von Klimaschutz und energiesparen erzählen. Wenn oft vom ökologischen Fußabdruck eines Menschen die Rede ist, dann müsste man Al Gores Abdruck in Flurschaden messen.
Siehe: It’s good to be green – Al Gore buys $9 million seaside home
Und: Al and Tipper Gore New House in Montecito

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Intermezzo: Guck mal was da köchelt

Donnerstag, 25. November 2010

WikiLeaks-LogoVor etwa einer Woche kam in den Nachrichten, dass gegen den Australier Julian Assange – dem Gründer von WikiLeaks.org – ein Haftbefehl aus Schweden vorliegt. Er soll zwei Schwedinnen sexuell belästigt haben. Ein Vorurteil, das sich bei mir durch den Konsum diverser Filme in meiner Jugend gebildet hatte, veranlasste mich sofort zu der flapsigen Frage: »Kann man Schwedinnen überhaupt sexuell belästigen?«. Was natürlich äußerst chauvinistisch war. Asche auf mein Haupt.

Assange wurde bereits im Sommer der sexuellen Belästigung bezichtigt, ein entsprechender Haftbefehl aber im September von der Staatsanwaltschaft wieder aufgehoben. Zwischenzeitlich kochte der Fall jedoch – offenbar von langer Hand ausgelöst – wieder hoch. Und da Assange Schweden bereits verlassen hat, sucht ihn Schwedens Staatsanwaltschaft nun per internationalem Haftbefehl. Der Verdacht liegt nahe, dass man Assange wegen etwas unter Druck setzen will. Nachdem er schon die Kriegstagebücher der US-Army aus dem Afghanistan- und zuletzt dem Irak-Krieg auf WikiLeaks veröffentlicht hatte, musste er wohl etwas neues in der Hand haben.

Julian Assange, Foto AFPWikiLeaks.org war in jüngerer Zeit wegen eines geplanten Umzugs der Seite eingeschränkt oder gar nicht erreichbar. Statt dessen platzierten die Seitenbetreiber auf Twitter seltsame Ankündigungen wie: »Next release is 7x the size of the Iraq War Logs. intense pressure over it for months«, oder: »The coming months will see a new world, where global history is redefined«. Das neue Material soll anscheinend siebenmal so umfangreich sein, wie das der so genannten »Iraq War Logs« (das sind immerhin 400.000 Seiten). Außerdem würde damit die globale Geschichte neu geschrieben. Die heutige Twitter-Nachricht von WikiLeaks besagt: »The Pentagon is hyperventilating again over fears of being held to account«.
Siehe: WikiLeaks bei Twitter

Offenbar hat nicht alleine das Pentagon Grund zu hyperventilieren. Einer Meldung von Reuters zufolge enthüllt das neue Material Verstrickungen der USA in Korruption weltweit. Es soll in der nächsten Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Möglicherweise auch schon früher. Vorab haben der »Spiegel«, die »New York Times« und der Londoner »Guardian« bereits Einblick in die Dokumente erhalten. Woraufhin sich die US-Regierung genötigt sah, Regierungen auf dem ganzen Globus schon einmal vorzuwarnen.
Siehe: USA steht durch WikiLeaks neuer Ärger ins Haus

Na dann: Viele Späße.

MfG
Hans

Ei wo isse denn?

Freitag, 19. November 2010

Es war etwa 1990, ich war damals noch bei einem Systemhaus für Textsysteme beschäftigt, da kam ich zum ersten mal mit einem Computer-Virus in Berührung. Ein aus unserer Deutschlandzentrale frisch angelieferter PC wollte einfach nicht starten und die Techniker waren alle im Außendienst. Aber der PC sollte am nächsten Tag raus zum Kunden. Also machte ich mich, nichts von einem Virus ahnend, an die Fehlersuche. Das Virus tat eigentlich nichts was einen vom Hocker gerissen hätte. Es spielte keinen Yankee-Doodle über den Lautsprecher ab, verlangte nicht nach einem Keks und hinterließ auch keine spöttischen Kommentare auf dem Bildschirm. Der Rechner startete einfach nur nicht durch und das Lämpchen am Diskettenlaufwerk leuchtete. Erst als ich eine DOS-Diskette in das Laufwerk steckte und den Reset-Knopf drücken wollte, da gab sich das Biest zu erkennen weil es etwas auf die Diskette schrieb. Das konnte man hören. Es hatte sich an die – für damalige DOS-Systeme wichtige – Datei »command.com« auf der Festplatte gehängt. Das Wesen von Computer-Viren ist, dass sie versuchen sich zu vervielfältigen. So auch auf meiner DOS-Diskette, deren Command-Interpreter nun ebenfalls im Eimer war.

Rechner ausgeschaltet, eine unbeschädigte DOS-Diskette eingelegt, Rechner wieder eingeschaltet, Festplatte neu formatiert und der Spuk war vorbei. Mit stolzgeschwellter Brust hatte ich dann die infizierte DOS-Diskette beschriftet und noch am Abend des gleichen Tages die »command.com« disassembliert. Das Programm war damals recht einfach gestrickt. Mit einer disassemblierten gesunden »command.com« in Gegenüberstellung ließ sich leicht herausfinden, wo sich das Virus genau befand und wie es funktionierte. Es befand sich sinnvollerweise am Ende der Datei und die wesentliche Erkenntnis: Virenprogrammierer kochen auch nur mit Wasser. Nach dieser Aktion hatte ich die Diskette in eine Schublade gelegt und vergessen. Der befallene PC war nun sauber und konnte ausgeliefert werden, das war wichtiger.

Einige Zeit später bekam ich einen Virenscanner in die Finger und wollte ihn an meinem extrahierten Virus testen. Aber die infizierte Diskette war futsch und ich kann mich noch heute an die panischen Blicke meiner Kollegen erinnern, als ich ganz harmlos fragte ob jemand meine Virus-Diskette gesehen hätte.

Terroralarm (Screenshot bei Spiegel Online)Dieser uralte Vorgang kam mir wieder ins Gedächtnis, als ich auf den Artikel bei Spiegel-Online stieß. »Terroralarm im Flugverkehr: 80-jährige Amerikanerin soll Bombenattrappe gebaut haben«, heißt es da. Demnach hat die 80-jährige Schwiegermutter des Besitzers einer kleinen Sicherheitsfirma in den USA den vermeintlichen Bombenkoffer zusammen gebastelt. Ein so genannter »Realtest-Koffer«, der zur Schulung von Sicherheitspersonal verwendet wird. Larry Copello, der Firmenbesitzer, hatte bereits am Donnerstagnachmittag das FBI verständigt, dass die Bombe vom Flughafen Windhuk in Namibia nur eine Attrappe aus seinem Sortiment ist.

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Karl Ranseier ist tot

Montag, 15. November 2010
Karl Ranseier †Der wohl erfolgloseste Demonstrant aller Zeiten fühlte sich schon früh berufen, die Welt wachzurütteln. Gelang es seiner Mutter in den Anfangsjahren noch, ihn mit Brust oder Schnuller ruhig zu stellen, begann der aufwachsende Karl sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Er ging gegen alles auf die Straße. Gegen den Zahnwechsel, gegen Rosenkohl, gegen feuchte Träume, gegen Pickel, gegen unreine Haut. Sein erstes Demo-Transparent mit der Forderung: »Keine Mehrwertsteuer für Clearasil!«, setzte ein weithin sichtbares Zeichen. Ein Windstoß hatte es um den Kamin des Nachbarhauses gewickelt.

Fehlschläge waren Karl Ansporn. Das galt besonders in seiner Selbstfindungsphase. Zum Ausdruck des Protestes kettete er sich nacheinander an einen Deckenventilator, vor einen Wasserspeier, an eine Drehtür, an einen Dobermann. Von dieser Erfahrung geheilt begann Ranseier, seine Strategie zu überdenken und verlegte sich auf Sitzblockaden. Keine Sitzgelegenheit war vor ihm sicher. Hotelportiers, Taxifahrer, Kinobesitzer, Gastwirte waren ebenso ratlos wie Frau Müller aus der Steinstraße. Die Dauersitzblockade in einer Achterbahn kostete Karl fast seine ganzen Ersparnisse. Und 15 Kilogramm Körpergewicht.

Dann widmete er sich dem Schreiben von Protestliedern. Das höfliche Lächeln der Bewohner im benachbarten Gehörlosenwohnheim bestärkte seinen Glauben an die Kraft seiner Songs. Dabei entstanden so unvergessene Werke wie: »Frag nicht wo die Blumen sind«, »Karl der Kiffer«, »Mein Freund der Baum ist doof« oder »99 Bumerangs«.

Ranseier war nicht immer erfolgreich. Etwa beim Versuch, einen Schweigemarsch zu komponieren. Oder das Experiment eine Menschenkette anzufertigen, das ihm mehrere Klagen wegen Körperverletzung und zwei Jahre Freiheitsentzug auf Bewährung einbrachte. Seine Lichterkette für den Deutschen Wald war einmal mehr ein weithin sichtbares Zeichen – bis die Freiwillige Feuerwehr eintraf und das Schlimmste verhinderte. Eine 2006 von ihm veranstaltete Demonstration gegen den Vietnamkrieg endete bevor sie begann. Eine Mahnwache vor einer Metzgerei quittierte die Polizei mit einem Platzverweis. Die etwas zu verkopfte »Demonstration gegen Gegendemonstrationen« kam über das Planungsstadium nicht hinaus. Ebenso erging es seiner Aktion »Rettet die Aale!«. Wobei er im Nachhinein zugab, in beiden Fällen wohl das falsche Zeug geraucht zu haben. Anfänglich viel Zuspruch fand indes sein Motto »Freibier für Alle!«, was dann allerdings bei der örtlichen Gastronomie auf wenig Gegenliebe stieß.

Unter dem Eindruck dieser Pannen schloss sich Ranseier verschiedenen Demonstrantengruppen an und betätigte sich als Aktivist. Seine innovativen Einfälle wurden Legende. Im Bankenviertel vertrieb er Rentner und besetzte deren Bank. Gegen die Endlagerung von Automüll in der Nähe seiner Heimatstadt stellte er sich in eine hydraulische Schrottpresse, die noch nicht angeschlossen war. Bei der Blockade eines Castor-Transports kettete er sich an einen Baum. Zum Protest gegen die Preise im Nahverkehr warf er sich hinter eine fahrende Tram. Als es um die Renovierung eines Kinderspielplatzes ging, seilte er sich vom Klettergerüst ab und entrollte ein Transparent mit der Aufschrift: »Alle Macht den Infantilen«. Aktivist wurde zu seiner Berufung.

Karl Ranseier starb heute in den frühen Morgenstunden nahe Stuttgart, als er sich vom Portal eines Eisenbahntunnels abseilte. Der Lokomotivführer kam mit dem Schrecken davon.

In tiefer Trauer
Hans

Ja is denn scho wieder Fasching?

Donnerstag, 11. November 2010

Heute um 11:11 Uhr beginnt der Fasching. Nicht dass ich dieser fünften Jahreszeit sonderlich viel abgewinnen könnte. Ich lache lieber wenn ich etwas lustig finde, nicht wenn ich muss. Und unsere Masken tragen wir doch ohnehin schon das ganze Jahr über, wenn wir mal ehrlich sind. Trotzdem habe ich hier passend zum Termin eine Geschichte aus dem richtigen Leben zum herzhaft Ablachen.

Antifa-Verein lehnt Bekenntnis zum Grundgesetz ab

Foto: JUNGE FREIHEITDRESDEN. Das Alternative Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz (AKuBiZ) aus Pirna hat bei der Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie für einen Eklat gesorgt.

Der linke Verein lehnte am Dienstagabend die Auszeichnung ab, da von ihm zuvor verlangt worden war, sich zum Grundgesetz zu bekennen und zu versichern, daß Kooperationspartner ebenfalls zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung stünden. Die Unterzeichnung der Anti-Extremismusklausel war von allen zehn nominierten Initiativen verlangt worden.

Laut MDR wußten die Mitarbeiter der AKuBiZ zum Zeitpunkt der Weigerung noch nicht, daß sie den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erhalten sollen. Der Vorsitzende der Einrichtung, Steffen Richter, sagte, eine solche Aufforderung erinnere eher an Methoden der Stasi als an die Grundlagen einer Demokratie. (krk)

Quelle: Antifa-Verein lehnt Bekenntnis zum Grundgesetz ab

Nein, schadenfroh bin ich nicht. Ich finde nur, wer ein Problem damit hat dem Extremismus abzuschwören und sich zum Grundgesetz zu bekennen, hat sich seine Strafe redlich verdient. Solcher Art demaskiert zeigen sie zugleich, welchen Geistes Kind sie sind. Einfach köstlich. :-)

MfG
Hans

Jetzt schlägt’s 13

Sonntag, 14. Februar 2010

Eigentlich hätte ich heute Abend sicher noch die eine oder andere interessante Nachricht erwartet. Aber das ja dann doch nicht. Phil Jones, der vorübergehend auf Eis gelegte Direktor des Climate Research Unit (CRU) der Universität of East Anglia, hat in einem BBC-Interview zugegeben dass es in den letzten 15 Jahren keine signifikante globale Erwärmung mehr gegeben hat. Selbst die Erwärmung in den Jahren zuvor war nicht erwähnenswert höher, als die Erwärmung zum Beispiel zwischen 1860 und 1880 oder zwischen 1910 und 1940. Geht man davon aus, dass es dazwischen immer wieder Perioden der Abkühlung gegeben hat, dann entpuppt sich die globale Erwärmung als genau das, was wir alle schon vorher wussten. Ein Hirngespinst. Ausgedacht von ein paar geldgierigen Betrügern, publiziert von gleichgeschalteten Medien und vertreten von opportunistischen Politikern. Und geglaubt natürlich von jenen Menschen, die sich allein aus der Zeitung und dem Fernsehen informieren.

Einer Tabelle in dem BBC-Bericht zu Folge, erwärmte sich das Klima zwischen 1975 und 1998 um 0,166 °C, zwischen 1975 und 2009 nur um 0,161 °C. Soll heißen, die Erwärmung geht seit 1998 wieder zurück. Seltsamerweise der Zeitpunkt, seitdem die Klimaalarmisten besonders laut herumkrakehlen.
Siehe: Q&A: Professor Phil Jones
Und: ‚Climategate‘ expert Jones says data not well organised

Da bin ich aber mal gespannt, was eine gewisse Angela M. aus B. dazu sagen wird. Die fand den Kampf gegen die »Globale Erwärmung™« doch immer ganz toll wichtig.

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Indianer!

Sonntag, 31. Januar 2010

Peer Steinbrück hält nach Indianern AusschauWer erinnert sich noch an die Liechtenstein-Affäre? Das war der Deal, bei dem ein Datendieb dem Bundesnachrichtendienst, beziehungsweise dem Bundesfinanzministerium, Daten von Steuersündern verkauft hatte. Die Affäre ist jetzt knapp zwei Jahre her. Zwischen 4,2 und 4,6 Millionen Euro soll die Staatskasse dafür locker gemacht haben. Der damalige Finanzminister Peer Steinbrück sprach von dem besten Geschäft, das er je gemacht hatte. Später drohte er Steuerparadiesen, wie auch der Schweiz, mit der schwarzen Liste der OECD. Die laut Steinbrück in gewisser Weise »die siebte Kavallerie vor Yuma« darstellt, und weiter wörtlich: »die man ausreiten lassen kann, aber die muss nicht unbedingt ausreiten. Die Indianer müssen nur wissen, dass es sie gibt. Und wenn das allein schon Nervosität bei denen hervorruft, die sich fragen: Oh, komm ich auf diese Liste – dann kommt da ja richtig Zug in den Kamin«.

Klaus Zumwinkel (2007) Quelle: Wikipedia - User:KandschwarEine Aussage, die damals in der Schweiz und anderen Ländern recht verschnupfte Reaktionen zeitigte. Prominentestes Opfer in der Liechtenstein-Affäre war letztes Jahr Klaus Zumwinkel. Selbiger hatte Geld in eine Stiftung nach Liechtensteiner Recht gesteckt. Was im Allgemeinen noch nicht anstößig wäre. Doch hatte es der feine Herr wohl 20 Jahre lang übersehen, das derart verwendete Geld auch ordnungsgemäß zu versteuern.
Siehe: Der Zumwinkel-Krimi

Nun bahnt sich offenbar ein weiteres Geschäft Liechtensteiner Art an. Wie es heißt, biete schon seit geraumer Zeit ein Datendieb der Bundesregierung auf einer CD Kontoinformationen von 1.500 Deutschen an, die ihr Geld am Fiskus vorbei in die Schweiz geschafft haben. Im Vergleich zu dem Liechtensteiner Heinrich Kieber ruft der Unbekannte für die Silberscheibe mit den gestohlenen Daten nur bescheidene 2,5 Millionen Euro auf. Nach Sichtung von ein paar Pröbchen schätzen Ermittler des Bundesfinanzministeriums das Potenzial der Daten auf bis zu 200 Millionen Euro Ertrag. Was sich wohl einmal mehr wie ein gutes Geschäft ausnimmt. Noch ziert sich Wolfgang Schäuble in seiner Rolle als Bundesfinanzminister, dem Handel sein Plazet zu erteilen. Denn von Seiten der stets unvermeidlichen Bedenkenträger wäre der Bund gewissermaßen ein Hehler, wenn er auf so ein unmoralisches Angebot einginge.

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