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Archiv für die Kategorie ‘Shit happens’

Hurra! Wir sind Friedensnobelpreisträger!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Das hatte ich ganz vergessen. Wir sind ja jetzt Friedensnobelpreisträger. Mit »wir« meine ich die EU. Und ich habe mir noch gar nicht überlegt, wie ich meinen Anteil des Preisgeldes anlegen werde. Mal kurz rechnen. Das wären dann 8 Millionen Schwedische Kronen. Entspricht 924.104 Euro. Geteilt durch 502,5 Millionen Einwohner, das ergibt … hm, eins im Sinn, nichts gemerkt … ach, doch so viel. Na gut, vergiss es. So nötig habe ich es dann auch wieder nicht.

Siehe: KOPP ONLINE – Nobelpreiskomitee: EU verleiht Friedensnobelpreis an sich selber

MfG
Hans

Traumberuf: Merkel-Pilot

Dienstag, 15. November 2011

MfG
Hans 😉

Oops! They did it again

Samstag, 05. November 2011

Martin Kippenberger 1987 - »Wenn's anfängt durch die Decke zu tropfen«Ist man denn als Künstler immer noch nicht vor denen sicher? So wie weiland Joseph Beuys (1921 – 1986) gleich zweimal, hat es nun auch Martin Kippenberger (1953 – 1997) erwischt. Seine Installation »Sperrmüll mit schmutziger Gummiwanne« … sorry, selbstverständlich muss es richtig heißen »Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen« … na jedenfalls dieses Gebilde da rechts, wurde Opfer einer heimtückischen Raumpflegeterroristin. Dieses mal war wieder eine Wanne das Objekt des Anschlages. Mit unglaublicher Radikalität – und einem Essigreiniger – schrubbte diese Putzteufelin eine Jahrzehnte alte Kalkschicht weg. Unwiederbringlich! Ein déjà vue für alle Kenner der Szene.
Siehe auch: Kunst versus Arbeit

Versichert war dieses … Ding … mit einer Summe von sage und schreibe 800.000 Euro. Ganz schön viel Holz für so ein bisschen Holz nebst popeliger Wanne. Ein Sammler hatte das Werk aus dem Jahre 1987 dem Dortmunder Museum Ostwall Anfang diesen Jahres als Leihgabe überlassen. Wohl, weil auch der Erschaffer bereits nicht mehr lebt, sei der Ursprungszustand nicht mehr herzustellen. Meint jedenfalls die Museumsrestauratorin (nein, das ist nicht die Bedienung aus dem Museumsrestaurant).

Der Museumsleiter spricht von einem unersetzlichen Verlust für die Kunstgeschichte. Dabei bräuchten die nur zu mir kommen. Ich mache denen 10 Stück davon, jeden Tag. Nicht für 800.000, nicht für 80.000. Nein, für 8.000 Euro das Stück. Im Ursprungszustand und mit meiner Originalunterschrift. Angebot gilt nur solange die Baumärkte liefern können.

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Das könnte einiges erklären

Samstag, 29. Oktober 2011

Kokain

Kokain, auch Fickpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge Nr. 1. Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gut aussehender, höchst eloquenter Nobelpreisträger mit der sexuellen Anziehungskraft eines schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein exkommunizierter Trappistenmönch, der weiße Puderreste an den Nasenlöchern hat und sich um Kopf und Kragen quasselt.

Kokain steigert das Mitteilungsbedürfnis, lähmt aber in gleichen Maße die Selbstkritik, was dazu führt, dass man jeden chemischen Kurzschluss im Kleinhirn für bares Geld hält und meint, dass er umgehend einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache für Rap-Lyrik und die Gesamtwerke von Rainer Werner Fassbinder und Hermann Göring.

Für den Kokaingenuss in der Öffentlichkeit gelten ganz besondere Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer wilden Party mit anderen Kokainisten befinden, dort eine ein Meter lange Koksstraße auf den Tisch zu legen und zu verkünden: »Die ist jetzt ganz für mich allein!«

Gehen Sie lieber aufs Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten! Sie können nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette des Hauses blockieren, dabei Geräusche wie ein Industriestaubsauger machen und glauben, Sie kämen ungeschoren davon. Führen Sie deshalb immer einige Briefchen mit ungelöschtem Kalk mit sich, die Sie nachher großzügig an Ihre Freunde verteilen können.

Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit höherer Vergnügungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Gerücht gehört haben, dass ein männliches Glied durch Kokaingenuss so hart werden kann, dass man damit einen gefrorenen Acker umpflügen kann: DAS STIMMT!

Wie man die Wirkung von Kokain simuliert:
Vier Tütchen Nescafe mit einer Tafel Schokolade aufkochen, auf Ex trinken.

Aktivitäten:
Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf

Musik:
Richard Wagners »Walkürenritt«

Quelle: Schöner Drogen mit dem kleinen Arschloch
(aus „Schöner Leben mit dem kleinen Arschloch“ von Walter Moers,
kleine Korrekturen durch den Verfasser dieses Artikels)

Eigentlich sollte es »Schöner drogen …« und »Schöner leben …« heißen, wenn ein Substantiv als Verb Verwendung findet. Aber seit multiplen Schüben von Rechtschreibreform innerhalb weniger Jahre feiert die grammatikalische Kreativität im deutschsprachigen Raum offensichtlich fröhliche Urständ. Davon nehme ich meine Schreiberei noch gar nicht mal aus.

Dass Börsenmakler, Investmentbänker und Konsorten geldgierig sind muss nicht extra diskutiert werden. Sie sind es, sonst müssten sie sich nach einer anderen Stellung umschauen. Und dass sie zugleich unter einem enormen Erfolgsdruck stehen, kann man sich denken. Die Flucht in Drogen, besonders in Kokain, scheint Usus für alle die unter Stress stehen und sich das oben erwähnte »Fickpuder« auch leisten können. Soll ja nicht süchtig machen, wird gesagt. Aber auch Ecstasy und Alkohol wird in hohem Maße konsumiert.

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Adel verpflichtet? Zu was?

Sonntag, 06. März 2011

Karl-Theodor Freiherr von und zu GuttenbergJetzt hat er es also erstmal hinter sich. Für Manche »völlig überraschend« hat Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg am Dienstag seinen Rücktritt vom Amt des Bundesverteidigungsministers erklärt. Mich hat es eher nicht gewundert. Die Hexenjagd war eindeutig konzertiert und wurde jeden Tag intensiver. Anfangs betrachtete ich es mit einer Portion Genugtuung, dass der hochgelobte Überflieger auch mal landen musste. Eine solche steile Karriere kann eben nur mit Tricksereien und Vitamin B funktionieren. Zwischenzeitlich empfinde ich aber nur noch Ekel. Weniger wegen zu Guttenberg. Sondern wegen all der bigotten Schleimscheißer aus der Opposition und sogar aus den eigenen Reihen. So als hätten sie noch nie irgendwo geschummelt oder einen Vorteil angenommen. Gerade Bundespolitiker sollten bei diesem Thema ganz leise sein.

Zu Guttenberg ist ein Kind seiner Zeit, hat das politische Handwerk in den USA gelernt. Und er ging einfach mit der Mode. Diese Bundesrepublik ist nachweislich durch und durch korrupt. Jeder bedient sich wo er kann. Warum sollte sich zu Guttenberg also nicht mit einem leicht erreichbaren Doktortitel schmücken? Und es ist ja nicht so, als hätte er sich einen Dr. mit Fachgebiet Kardiovaskularchirurgie erschlichen und wolle nun im Operationssaal am offenen Herzen herumschnippeln. Für ihn hatte der Doktortitel einen ähnlichen Zweck, wie für andere der Charivari an der Trachtenweste oder der Gamsbart am Stopselhut.

Hat er mit seiner Trickserei jemandem wirtschaftlichen oder physischen Schaden zugefügt? Ist jemand verletzt oder verschüttet? Nicht dass ich wüsste. Aber dem Ansehen des Bundestages hätte er geschadet, wird gejammert. Och Gottele, des Bundestages. Jene Plapperfritzen (O-Ton Oskar Lafontaine) die sich Monate lang nicht wegen ein paar Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger einigen können. Während ein paar Hundert Milliarden Euro für ach so notleidende Banken oder liederlich wirtschaftende EU-Staaten nicht das geringste Problem darstellen. Jene Kleiderständer (O-Ton Hans) die Jahre lang an einer simplen Gesundheitsreform und an einer ebenso einfachen Dosenpfandverordnung herumlaboriert haben. Zugleich die hochkomplexe EU-Verfassung und seine Neuauflage als Lissabonvertrag schneller durch das Plenum winkten als die Putzfrau hinterherwischen konnte. Diesem Bundestag kann man mit einer solchen Lappalie ganz sicher nicht mehr das Ansehen schädigen. Das haben die Parlamentarier mit ihrem Tagesgeschäft schon längst gründlich besorgt.

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Stelle frei

Samstag, 26. Februar 2011

Grüner Kassenwart Christian GoetjesDer GrünInnen-Landesverband Brandenburg sucht einen Schatzmeister. Genau genommen zwei. Den neuen und den alten. Letzerer hat sich sich aus dem Staub gemacht und die Parteikasse gleich mitgenommen. Christian Goetjes – Alter 33, Berufsstudent, lebte noch bei seiner Mutter – war seit dem Jahr 2000 Schatzmeister bei den Grünen in Brandenburg.

Goetjes soll über längere Zeit Beträge von mehreren Hundert bis einigen Tausend Euro auf Konten in Bulgarien überwiesen haben. Woher könnte ein Dauerstudent so viel Geld haben? Das fragte sich auch eine Berliner Bank, bei der Goetjes diese Überweisungen tätigte und erstattete 2010 Verdachtsanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen möglicher Geldwäsche. Der Schatzmeister bekam eine Vorladung zur Vernehmung, wegen der er demnächst bei der Polizei vorstellig werden sollte.

Dann ging alles sehr flott. Goetjes, der seit letztem Jahr volle Zugangsberechtigung zum Konto der Partei hatte, hob in wenigen Tagen das Parteivermögen in Höhe von 40.000 Euro ab. Außerdem setzte er seine grünen Mitstreiter in Kenntnis, er wolle künftig nicht mehr Schatzmeister sein. Als Grund gab er an, er hätte zuviel Stress und außerdem wolle er sich ganz auf sein Studium konzentrieren. Aber wieviel Stress kann ein Schatzmeister, der über 40.000 Euro wacht, eigentlich haben? Und wie die Polizei mittlerweile feststellte, ist Goetjes in Wahrheit an keiner Universität eingeschrieben.

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Alles nur geklaut

Freitag, 18. Februar 2011

Mann, Mann, Mann! Ein Schwuler, ein Behinderter, einer mit Migrationshintergrund, eine Schwangere und ein Plagiator sitzen in der Regierung, der Chef ist eine Frau, der Frühstücksdirektor schleimt bei den Moslems – das nennt sich heute konservativ! Was müsste die Opposition auffahren, um das noch zu toppen?

Was gemerkt? Richtig, den Gag da oben habe ich geklaut. Von Dieter Nuhr aus seinem aktuellen Programm. Habe den Text nuhr ein wenig ausgebaut. Unter anderem um einen »Plagiator«. Und schon ist es mein Gag. So macht man das heute. »Entschuldigung das hab‘ ich mir erlaubt …«, würden »Die Prinzen« dazu wohl singen. Letzteren habe ich wiederum den Titel für diesen Artikel geklaut. Ja, die Welt ist schlimm. Richtig schlimm.

Wir sind eben keine Chinesen. Bei den Chinesen – so sagt man – gilt die Nachahmung als höchste Form der Anerkennung. Weshalb sie die westliche Welt auch fleißig mit nachgeahmten Gucci-Handtaschen, mit Software- und Filmkopien, mit Rolex-Uhren, schlicht billigen teuren Luxusartikeln aller Art, selbst mit abgekupferten Maschinenteilen von Siemens und Bosch beglücken. Man sieht das dort einfach etwas entspannter. Freilich ungeachtet dessen, dass sie mit ihrem unechten Krempel einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Aber kann man den freundlichen Menschen aus dem Land des Lächelns wirklich böse sein?

Auch hier bei uns war es lange Zeit Usus, bei anderen zu klauen. Zum Beispiel die Komponisten des Barock, des Rokoko oder der Klassik fanden nichts dabei ihre Kollegen ohne Namensnennung über lange Strecken zu zitieren und das Werk als auf dem eigenen Mist gewachsen auszugeben. Nur Johann Sebastian Bach war sich offenbar zu fein, dafür klaute er gerne bei sich selbst. Gustav Mahler hingegen schämte sich nicht, seinem Lebenswerk eine abgekupferte Symphonie von dem verblichenen ehemaligen Studienkollegen Hans Rott beizufügen.

Was den Chinesen und unseren alten Meistern recht war und ist, das könnte dem Strahlemann von der CSU doch eigentlich nur billig sein. Dr. Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, so heißt er mit vollem Namen. Ob der eine Ausklappseite in seinem Reisepass hat? Wie auch immer; seit man ihm den Posten des Verteidigungsministers aufs Auge gedrückt hat, hagelt es Probleme. Zum einen die, die ihm Franz-Josef Jung (CDU) und seine Vorgänger aus der unsäglichen rot-grünen Ära hinterlassen haben. Zum anderen die, die sich der Freiherr selbst einbrockte. Bisher konnte er das alles jedoch immer irgendwie abschütteln. Geradezu schon bewundernswert, als ob er mit Teflon beschichtet wäre.

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Argh, die Welt geht unter!

Dienstag, 04. Januar 2011

Während der vorigen zwei Wochen habe ich ein wenig Netzwerkabstinenz geübt. Nur um einmal etwas Abstand von dem alltäglichen Wahnsinn zu gewinnen. Von dieser andauernden Reizüberflutung im Weltgeschehen bekommt man eine regelrechte Hornhaut auf der Seele. Vielleicht hätte ich mir meine Hornhaut aber besser bewahren sollen. Nach dem, was ich die letzten drei Tage zu lesen hatte, da bekommt sogar meine Gänsehaut noch eine Gänsehaut.

Wie wir alle aus dem Schulunterricht wissen dürften, dreht sich die Erde immer langsamer. Hat sie für eine komplette Drehung um die eigene Achse vor einer Milliarde Jahre noch wenige Stunden gebraucht, benötigt sie heute schon fast einen ganzen Tag. Nämlich 23 Stunden und 56 Minuten. Schuld ist der Mond in Zusammenspiel mit den Ozeanen der Erde. Selbiger beschert mit seiner Gravitation den Meeren Ebbe und Flut, bremst nach und nach die Drehung unseres Planeten ab und gewinnt dabei selbst an Fahrt (Energieerhaltungssatz). Weshalb sich der Mond irgendwann in ferner Zukunft von der Schwerkraft der Erde lösen und in den Tiefen des Weltalls verschwinden sollte.

In Abwandlung des Shakespeare-Zitates: »Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt«, steht jedoch plötzlich im weltweiten Netz zu lesen dass die Drehzahl unserer blauen Kugel unerwartet zugenommen hat. Aus diesem Grund verzichtete man in der letzten Silvesternacht auf die eigentlich geplante Schaltsekunde. Die Wissenschaftswelt rätselt zwar noch, wie das kommen konnte. Aber BILD hat schon die Lösung. In einem brillianten Meisterwerk journalistischer Investigativkunst enthüllt das Blatt lässig in gewohnt großen Buchstaben: »Wegen Erderwärmung – Erde dreht sich immer schneller«.

Diplom-Geophysiker Felix Landerer (30) vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg zur wichtigsten Folge: „In Zukunft werden unsere Tage kürzer!“

Bisher dauert es 23 Stunden und 56 Minuten, ehe die Erde sich einmal um sich selbst gedreht hat.

Warum soll dieses Tempo in Zukunft steigen? Landerer: „Weil das Gewicht der Erde sich neu verteilt.“

Die erwärmten Ozeane sollen sich ausdehnen, bisher flache Gebiete überfluten und damit schwerer machen. Da vor allem die Nordhalbkugel betroffen ist, wird der obere Teil der Erde schwerer. Der Forscher:

„Dann beobachten wir einen Effekt wie bei einem Eiskunstläufer, der eine Pirouette dreht. Er wird schneller, weil er sein Gewicht (Arme und Beine) heranzieht. Die Erde wird schneller, weil ihre Masse näher ans Zentrum rückt.“

Quelle: Wegen Erderwärmung – Erde dreht sich immer schneller

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Neues aus Büttenwarder

Montag, 03. Januar 2011

Heute möchte ich einmal den Versuch eines Blog-übergreifenden Artikels wagen. Versuchsperson ist Konblogger Gilbert mit seinem Blog »richtiggestellt / bissig bemerkt«. Aus Gründen der Authentizität habe ich ihn vorher nicht gefragt. Im Labor wird von den Versuchskaninchen ja auch keine Einverständniserklärung eingeholt.

Der Versuchsaufbau ist in diesem ersten Experiment recht simpel: Gilbert liefert in seinem Artikel »Neues aus Büttenwarder« Ursache und Analyse der fortschreitenden intellektuellen Degeneration. Als Ergänzung liefere ich die Langzeitprognose in Form einer Hollywood-Komödie. Viel Spaß beim Anschauen.

Der Film ist in bester Qualität als Kauf-DVD erhältlich. Einfach nach »Idiocrazy« suchen. Und keine Bange. Die Handlung spielt in weit entfernter Zukunft. Parallelen zu heutigen Begebenheiten dürften rein zufälliger Natur sein.

MfG
Hans

Blondinenwitz

Samstag, 18. Dezember 2010

AnnuliertDezember 2010. Reihenweise werden auf den Flughäfen wegen des Schneefalls Flüge gestrichen. Die Fluggäste fahren ersatzweise mit der Bahn. Ein junger Top-Manager – Siegertyp und fest überzeugt von sich selbst – sitzt in einem Eisenbahnwagon einer gelangweilten Kaugummi kauenden Blondine gegenüber. Um die Zeit zu vertreiben macht er der Blondine einen Vorschlag. Er stellt ihr eine Frage und wenn sie die Frage nicht beantworten kann, muss sie ihm einen Euro geben. Dann darf sie ihm eine Frage stellen und wenn er sie nicht beantworten kann, dann gibt er ihr einen Euro. Die Blondine scheint nicht interessiert. Also erhöht er einseitig erst auf 100 Euro, dann auf 500 Euro falls er die Antwort nicht weiß.

Die Blondine zieht eine Augenbraue hoch als sie 500 Euro hört und willigt ein. Der Manager fragt: »Wie hoch war die Cheops-Pyramide ursprünglich? Plus-minus 10 Meter ist ok«. Die Blondine greift ohne ein Wort zu sagen in ihren Geldbeutel und gibt ihm einen Euro. Dann ist sie an der Reihe und fragt: »Was ist das? Es geht den Berg auf drei Beinen hinauf und kommt auf vier Beinen wieder herunter«. Der Manager ist baff. Er weiß es nicht. Während die Blondine gelangweilt auf ihrem Kaugummi kauend aus dem Fenster schaut, kramt er den Laptop aus seinem Trolley. Fieberhaft sucht er mit Google das Internet ab, schickt E-Post an Freunde und Kollegen und gibt nach einer Stunde auf. Mit leicht säuerlicher Miene reicht er der Blondine die versprochenen 500 Euro und fragt: »Was ist denn nun die Lösung?«. Woraufhin die Blondine ohne ein Wort zu sagen in ihren Geldbeutel greift und ihm einen weiteren Euro gibt.

Deutsche Sprache ist manchmal schon spaßig. Bei dem Wort »Mutterwitz« würde niemand einen Witz über Mütter erwarten. Warum dann bei »Blondinenwitz« einen über Blondinen?

MfG
Hans