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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Empörte Schnarchsäcke und andere Vergnatzte

Montag, 29. April 2013

»Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«, soll Michail Gorbatschow anlässlich seines DDR-Besuches im Oktober 1989 gesagt haben. Nur finden sich keinerlei Tonaufnahmen die das belegen. In Wahrheit stammt der Satz wohl von Gennadi Gerassimow, dem persönlichen Sprecher Gorbatschows. Doch egal wer diese Redewendung letztlich in die Öffentlichkeit entließ; sie stimmt oder auch nicht. Es kommt immer auf die Umstände an. Man stelle sich nur die klassische Alltagssituation mit dem Piano vor, das den Kranschlaufen entschlüpft und der Schwerkraft folgend Kurs auf den Bürgersteig nimmt. Wer möchte da schon pünktlich drunterstehen?

Bei anderer Gelegenheit wäre es sicherlich besser, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Oder zur rechten Zeit das Richtige zu tun. Rechtzeitig einen Platz beim bevorstehenden NSU-Prozess reservieren, beispielsweise. Ja, ich weiß was Sie jetzt sagen wollen und sie haben recht. Der »National-Sozialistische Untergrund« (NSU) ist nur ein virtueller Mülleimer, in den verschiedene Behörden und Organisationen unliebsame Altlasten entsorgten. Einschließlich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die beiden nützlichen Idioten für die Schmutzarbeit. Der Dritten im Bunde, Beate Zschäpe, sowie vier weiteren Unterstützern des NSU soll nun ab 17. April in München der Prozess gemacht werden.
Siehe auch: Eigensinnig.org – ’s mannichelt wieder

Wie auch immer; wenn das Konstrukt einer bitterbösen Geheimorganisation namens NSU bestehen bleiben soll, braucht es natürlich einen fachmännischen Prozess. Denn sonst wäre die Farce ja eine Farce. In dem Prozess soll jetzt aber nicht darüber befunden werden, ob es den NSU wirklich gab und was der – mit welcher Intention – tatsächlich alles angestellt haben soll. Da scheinen sich wohl alle bereits einig. Man will herausfinden, wie nazi Beate Zschäpe war oder noch ist und ob sie von den behaupteten Umtrieben des NSU wusste. Sich eventuell sogar daran beteiligt hatte. Gleiches gilt auch für vier Unterstützer derer man habhaft werden konnte.
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Von Kohlekraftwerken, Todesstrafe und Regenwürmern

Sonntag, 07. April 2013

So ein Mist aber auch! Da wollte ich dieses Frühjahr anfangen mir mein eigenes Kohlekraftwerk zu bauen und jetzt das! Ich dachte, ich komme damit durch. München, auf 600 m über Normalnull, weit weg von Nordsee und Mittelmeer bei Vermeidung jeglicher Tsunamigefahr. Sowie unter vollständiger Weglassung jeglichem spaltbaren Materials. Aber Kohlekraftwerk ist jetzt auch nicht mehr genehm, wie die neuesten Meldungen lauten.

Ökofaschismus? Nein danke!Greenpeace hat die Gesundheitsschädlichkeit von Kohlekraftwerken festgestellt. Genauer gesagt; sie haben Prof. Dr. Rainer Friedrich vom Institut für Energiewirtschaft an der Universität Stuttgart beauftragt das festzustellen. Gut, warum nicht? Für Geld bekommt man heute ja alles. Auch wissenschaftliche Studien. Nun, jedenfalls hat der Herr Friedrich ermittelt dass die 67 schon etwas betagteren Kohlekraftwerke in Deutschland den Bürgern einen durchschnittlichen Verlust an Lebenszeit in Höhe von 33.000 Jahren bescheren. Nicht jedem einzelnen, schon klar. Sondern statistisch gleichmäßig verteilt auf alle Bundesbürger. Wie der Mann auf die Zahl kommt lassen wir dahingestellt. Er ist ja Wissenschaftler. Aber legen wir sie einmal nach dem Gießkannenprinzip auf den einzelnen Bundesbürger um, dann kommen wir unter Verwendung der Formel 30.000 x 365 x 24 / 82.000.000 auf einen Lebenszeitverlust von 3,53 Stunden pro Nase. Aufgerundet.
Siehe: Greenpeace – Tod aus dem Schlot (PDF)

Statistisch wird der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Rechnen wir die eben ermittelten 3,53 Stunden zur Lebenserwartung hinzu, dann würde der durchschnittsdeutsche Mann 77 Jahre und 6,3 Monate alt. Schon ein gewaltiger Unterschied, nicht? Angenommen, ich wollte dereinst im Alter von 77 Jahren und 6,3 Monaten noch schnell eine Abschiedsparty schmeißen, sollte ich die 3,53 Stunden auf jeden Fall im Auge behalten. Sonst könnte es ganz blöd in letzteres gehen. Denn Partys, bei denen der Gastgeber plötzlich sein Essbesteck abgibt, sind echte Spaßbremsen.
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Euro-Kritiker sind Nazis!

Sonntag, 24. März 2013

»Ist es schon wieder so weit?«. Eine gern gestellte Frage wenn in Deutschland mal wieder jemand in einer unerwünschten Tonart gefurzt hat. Dazu passt noch: »Wehret den Anfängen!«. Man kann sich im Geiste den moralisch erhobenen Zeigefinger ausmalen. Für den Deutschen gibt es ja bekanntlich nichts Schlimmeres als wenn man ihm – aus welchen Gründen auch immer – nachsagen kann dass er »Nazi«, »Rassist«, »Antisemit«, »rechts« oder dergleichen ist. Vor allem wenn die Person ein öffentliches Amt bekleidet oder als irgendwie geartet prominent gilt. Wie wir letztes Jahr gelernt haben macht man auch vor jungen Sportlerinnen nicht Halt. Die sogenannte »Nazikeule« wirkt verheerend und wird ebenso bedenken- wie rücksichtslos angewandt. Der feige Anwender indes ist sich dieser Wirkung bewusst und weiß zugleich dass ihn niemand dafür zur Verantwortung ziehen wird.

Gleichwohl lässt sich besagte »Nazikeule« in ihrer plumpen Urform nicht immer so ohne weiteres einsetzen. Bei einem Einzelopfer gelingt es eventuell noch, selbst wenn es einen ansonsten untadeligen Ruf hat. Handelt es sich aber – wie im Sommer 2012 – um einen offenen Brief von 172 honorigen Wirtschaftsprofessorinnen und Wirtschaftprofessoren gegen die Methodik der Bankenrettungen, müssen diffizilere Werkzeuge zum Einsatz kommen. Da war dann schnell von Populismus die Rede, von Horrormeldungen, fragwürdigen Argumenten und einer von nationalen Klischees geprägten Sprache. Wiegt der Vorwurf des Populismus alleine schon schwer, ist die Unterstellung einer von nationalen Klischees geprägten Sprache das rhetorische Sturmgeschütz, das jede weitere Argumentation unmöglich macht. In dem Zusammenhang spricht man auch von Killerphrasen.

Man möge sich beim Lesen des Textes zum Thema Populismus und nationale Klischees ein eigenes Urteil bilden:

Liebe Mitbürger,

die Entscheidungen, zu denen sich die Kanzlerin auf dem Gipfeltreffen der EU-Länder gezwungen sah, waren falsch. Wir, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der deutschsprachigen Länder, sehen den Schritt in die Bankenunion, die eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems bedeutet, mit großer Sorge. Die Bankschulden sind fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und liegen in den fünf Krisenländern im Bereich von mehreren Billionen Euro. Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas dürfen für die Absicherung dieser Schulden nicht in Haftung genommen weden, zumal riesige Verluste aus der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen Länder absehbar sind. Banken müssen scheitern dürfen. Wenn die Schuldner nicht zurückzahlen können, gibt es nur eine Gruppe, die die Lasten tragen sollte und auch kann: die Gläubiger selber, denn sie sind das Investitionsrisiko bewusst eingegangen und nur sie verfügen über das notwendige Vermögen.

Die Politiker mögen hoffen, die Haftungssummen begrenzen und den Missbrauch durch eine gemeinsame Bankenaufsicht verhindern zu können. Das wird ihnen aber kaum gelingen, solange die Schuldnerländer über die strukturelle Mehrheit im Euroraum verfügen. Wenn die soliden Länder der Vergemeinschaftung der Haftung für die Bankschulden grundsätzlich zustimmen, werden sie immer wieder Pressionen ausgesetzt sein, die Haftungssummen zu vergrößern oder die Voraussetzungen für den Haftungsfall aufzuweichen. Streit und Zwietracht mit den Nachbarn sind vorprogrammiert. Weder der Euro noch der europäische Gedanke als solcher werden durch die Erweiterung der Haftung auf die Banken gerettet; geholfen wird statt dessen der Wall Street, der City of London – auch einigen Investoren in Deutschland – und einer Reihe maroder in- und ausländischer Banken, die nun weiter zu Lasten der Bürger anderer Länder, die mit all dem wenig zu tun haben, ihre Geschäfte betreiben dürfen.
Die Sozialisierung der Schulden löst nicht dauerhaft die aktuellen Probleme; sie führt dazu, dass unter dem Deckmantel der Solidarität einzelne Gläubigergruppen bezuschußt und volkswirtschaftlich zentrale Investitonsentscheidungen verzerrt werden.

Bitte tragen Sie diese Sorgen den Abgeordneten Ihres Wahlkreises vor; unsere Volksvertreter sollen wissen, welche Gefahren unserer Wirtschaft drohen.

Der Text findet sich auf der Webseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zusammen mit der Liste aller 172 Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler, die den offenen Brief unterstützen.
Siehe: Frankfurter Allgemeine – Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut

Wen es interessiert, hier die Gegenposition im Wortlaut. Mit besagten Unterstellungen.
Siehe: Handelsblatt – Gegenposition im Wortlaut – Keine Schreckgespenster!

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Operation Iraqi Liberation (O.I.L.)

Mittwoch, 20. März 2013

Flugzeugträger dienen dazu, den Krieg in alle Welt zu tragen
Heute jährt sich zum zehnten Mal der offizielle Kriegsbeginn im Irak. Am 20. März 2003 überfielen die USA, flankiert von einer Koalition der Willigen, das Land. Mit Begründungen, die genauso fadenscheinig und gefälscht waren wie schon in den Jahren 1990/91. Damals überfielen die USA den Irak schon einmal. Den Ausschlag für den Überfall in den 1990ern gab die Aussage einer verlogenen heulenden Schlampe vor dem US-Kongress, die sich als kuwaitische Krankenschwester ausgab. Sie wolle beobachtet haben, wie irakische Soldaten Frühchen aus den Brutkästen rissen und auf den Boden warfen. Na für sowas fängt man doch gerne einen Krieg an. In Wahrheit war die fünfzehnjährige Nijirah al-Sabah die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA und hatte in ihrem jungen Leben wohl nie einen Schwesternkittel an.

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, heißt es. Man möchte verbessernd hinzufügen, dass die Wahrheit längst gestorben ist wenn der Krieg beginnt. So auch 2003, vor der Operation Iraqi Freedom. Die Propaganda hatte bestens vorgesorgt. Der Großteil der US-Amerikaner war fest davon überzeugt, Saddam Hussein hätte seine Finger an 9/11 im Spiel gehabt. Alle wussten, der Irak besitze mobile Massenvernichtungswaffen und könne sie gegen die USA einsetzen. Die überwältigende Mehrheit der US-Bevölkerung befürwortete einen Angriffskrieg. US-Außenminister Colin Powell versuchte mit einer Art zusammengebastelter Powerpoint-Präsentation den UN-Sicherheitsausschuss von der Gefährlichkeit der irakischen Massenvernichtungswaffen zu überzeugen. Und das, obwohl UN-Waffeninspekteure vor Ort das genaue Gegenteil feststellten. Sie fanden keine einzige der »Weapons of Mass Destruction« (WMD), von denen Powell vor dem Ausschuss fabulierte. David Kelly, ein britischer Waffeninspekteur, starb eines heimtückischen Selbstmordes nachdem er Manipulationen an den Untersuchungsberichten in einem BBC-Interview beklagte.

Der Krieg begann, auch ohne UN-Mandat. Großbritannien beteiligte sich maßgeblich. Der britischen Regierung unter Tony Blair lag ein gemeinsames Gutachten aller 27 Rechtsexperten des Auswärtigen Amtes vor, nach dem ein Angriff auf den Irak als völkerrechtswidrig eingestuft wurde. Doch wen schert das Völkerrecht, wenn USA und »Internationale Hochfinanz« zu den Waffen rufen.
Siehe: examiner.com – All 27 UK Foreign Affairs lawyers: Iraq war unlawful. Obama, politicians, US media: no response (eng.)
Es hätte keines Gutachtens bedurft. Selbst der Dümmste hätte kapieren müssen dass der Überfall auf den Irak Unrecht war. Dennoch fanden sich neben den USA und Großbritannien 46 weitere Staaten, die an dem Raubzug mehr oder weniger freiwillig teilnahmen. Alle zusammen auf Deutsch »Koalition der Willigen« genannt. Die Bezeichnung wandelte sich im Internet schnell zu »Koalition der Billigen«. Mitglieder der Koalition am 21.03.2003 in alphabetischer Reihenfolge:
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Willkommen in der Realität

Sonntag, 17. März 2013

In der Nacht zum vorigen Sonntag hat es im baden-württembergischen Backnang gebrannt. Ein Teil eines Gebäudekomplexes stand in Flammen, der unter anderem von zugewanderten Türken bewohnt war. Dabei starben sieben Kinder und ihre Mutter. Nach Meldungen wurden sie im Schlaf von dem Feuer überrascht, sind an den Rauchgasen erstickt und verbrannten in den Flammen. Der türkische Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, reiste noch am Sonntag an und forderte, wie einen Tag später auch der türkische Staatspräsident Abdullah Gül, eine vollständige Aufklärung der Brandursache. Ganz so als würden Brände mit Todesfolge hierzulande sonst nicht vollständig aufgeklärt. Am Ende stellte sich heraus, dass der Brand vermutlich von einem alten Holzofen oder möglicherweise von der maroden Elektroinstallation ausgelöst wurde. Ein tragisches Unglück, wie es bedauernswerter Weise immer wieder vorkommt. Zur Trauerfeier am letzten Dienstag erschienen Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid und die Integrationsministerin Bilkay Öney. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sandte Beileidsbekundungen.

Aber reflexartig wurde anfangs ein rechtsextremistischer Hintergrund zumindest nicht ausgeschlossen. In der Nähe des Brandortes seien Nazi-Schmiereien gefunden worden, die man flugs beseitigte. Warum so eilig? Bekanntermaßen stammen solche Schmierereien oft von Leuten, die massive Probleme mit der Deutschen Rechtschreibung haben und das Hakenkreuz auch schon mal seitenverkehrt an die Wand kritzeln.

Ebenfalls am vorigen Wochenende wurde im niedersächsischen Kirchweyhe ein 25 Jahre alter Lackierer nach einem Diskobesuch zu Tode getreten. Er hatte streitschlichtend auf eine Gruppe junger Türken einzureden versucht. Was einem der Türken nicht passte.
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Propagandafunk will Geld von totem Genie

Freitag, 15. März 2013

Propaganda gibt es nicht umsonst. Das weiß man auch bei ARD und ZDF. Deshalb hielt man sich dort die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), die die Zwangsgebühren vom Rundfunkteilnehmer eintrieb. Jedenfalls bis zum 31.12.2012. Seit dem 1. Januar 2013 heißt der Laden »ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice«, der Auftrag bleibt derselbe. Nämlich Geld von Bürgern einzuziehen, für Leistungen die letztere nie bestellt haben und zum Teil auch gar nicht in Anspruch nehmen.

Über 7,5 Milliarden Euro kamen bisher per anno zusammen. Ein stolzes Sümmchen. Es gibt Staaten auf der Erde, in denen wäre man froh über solche Mittel im Jahresetat zu verfügen. Und was macht man bei den so genannten »Öffentlich Rechtlichen« daraus? Naja, lassen wir das. Kraftausdrücke habe ich mir schon lange abgewöhnt.

Eine alte Kaufmannsregel besagt, man solle es von den Lebenden nehmen. Was der »ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice« wohl erst wieder lernen muss. Der schickte Anfang Februar diesen Jahres an Herrn Adam Ries, wohnhaft in der Johannisgasse 23 in 09441 Annaberg-Buchholz, eine Beitragsrechnung über 53,94 Euro. In der Schule hatte ich noch gelernt, dass dieser Adam Ries Adam Riese hieß, ein Mathematikgenie war und als Vater des modernen Rechnens gilt. Nur weilt der Gute schon seit über 450 Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Warum sollte er heute noch für Propagandafunk bezahlen?

Nicht nur dass ARD und ZDF über 16.000 japanische Leichen für ihre Anti-Atomkraft-Propaganda missbrauchen. Jetzt wollen sie auch noch Geld von einer Leiche eintreiben. Was soll man zu solchen Zuständen sagen? Vielleicht frei nach Cicero: »Quousque tandem abutere, ARD et ZDF, patientia nostra? O tempora, o mores!«

Siehe: FOCUS ONLINE – Brief an Adam Ries – Verrechnet: GEZ will Zwangsabgabe von totem Mathe-Genie

MfG
Hans

Leichenpropaganda bei ARD und ZDF

Montag, 11. März 2013

Heute jährt sich die Tsunami-Katastrophe, die die japanische Ostküste heimgesucht hatte, zum zweiten Mal. Gestern Nachmittag las ich im Flieger den aktuellen Focus und stieß auf Seite 101 auf einen kurzen Artikel, nach dem die WHO kaum gesundheitliche Folgen durch den Fukushima-Unfall befürchtet.

Nicht weiter überraschend. Vor etwa einem Jahr erschien ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), gemäß dem es nicht ein einziges Todesopfer durch die ausgetretene Radioaktivität der durchgebrannten Brennstäbe in den havarierten Reaktoren gab. Die beiden bedauernswerten Opfer, die man dort im Keller eines Turbinenhauses fand, waren wohl ertrunken. Desweiteren befürchte man auch seitens der IAEO keine schweren Folgen.

Heute in der Früh erinnerte das Morgenmagazin von ARD und ZDF an Fukushima. Weniger an die Tsunamikatastrophe, sondern an Fukushima. Normalerweise schaue ich mir die Sendung nicht an, außer ich befinde mich in einem Hotelzimmer fern der Münchener Heimat und das Radioprogramm taugt nichts. In der Tagesschau um 7:00 Uhr gab es natürlich auch einen Beitrag über Fukushima.

Dort verlas Nachrichtensprecher Thorsten Schröder einen Text wie folgt: »Japan gedenkt heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu zwanzig Meter hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kam es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen ungefähr 16.000 Menschen ums Leben. Tausende gelten immer noch als vermisst«.

Interessante Satzkombination, nicht wahr? Der für gewöhnlich desinformierte Bürger könnte dabei glatt auf die Idee kommen, mehr als 16.000 Menschen wären durch die Kernschmelzen ums Leben gekommen. Tatsächlich gab es aber nicht ein einziges Todesopfer durch die Reaktorunfälle. Die 16.000 Opfer und die Vermissten gehen auf das Konto des Tsunami.

Endlich weiß der Fernsehzuschauer wenigstens, wofür man ihm das Geld mit Zwangsgebühren aus der Tasche zieht. Oder – euphemistisch gesprochen – die Demokratieabgabe, wie sie WDR Chefredakteur Fernsehen, Jörg Schönenborn, vor nicht allzulanger Zeit in unübertrefflicher Arroganz nannte. ARD und ZDF betreiben Anti-Atom-Propaganda mit dem Geld der Abgezockten und den Leichen von über 16.000 japanischen Katastrophenopfern.

Widerlich ist das. Einfach widerlich.

MfG
Hans

Rin in die Kartoffeln, …

Dienstag, 25. September 2012

… rus us die Kartoffeln. Am Sonntag gab ich im Kreise der Verwandtschaft noch stolz mein »Insider-Wissen« zum Besten, als ich sagte dass sich die Sache mit dem Biokraftstoff E10 wohl bald erledigt haben dürfte. Das hatte ich mir natürlich nicht aus den Fingern gesogen. Denn einerseits schrieb die Süddeutsche am 11. September unter: »EU plant Biosprit-Reform«, die EU würde über kurz oder lang die Subventionierung von Biosprit einstellen. Den Grund lieferten wissenschaftliche Studien, nach denen die Biokraftstoffe die Umwelt doch höher belasteten als erwartet. Was im Übrigen schon längst die Spatzen von allen Dächern pfiffen und viele Umweltschutzverbände auf ihren Netzwerkseiten beklagten. Außerdem titelte der österreichische Standard am 18. September: E10-Stopp begeistert Umweltschützer und verärgert Bauern«. Demnach wird die geplante Einführung von E10 in Österreich erstmal auf die lange Bank geschoben.

Und jetzt kommt auf einmal die Frankfurter Rundschau daher, die behauptet am Montag: »EU setzt auf Ethanol statt Biodiesel«. Angeblich will Brüssel das Biodiesel europaweit ganz abschaffen und dafür die Nutzung von Bioethanol massiv vorantreiben. Neben E10-Kraftstoff seinen in Zukunft E15, E25 und sogar E85 geplant. Wie aufs Stichwort springt DIE WELT der Frankfurter Rundschau zur Seite und bringt am gleichen Tag ein Gespräch mit dem neuen Bauernverbandspräsidenten Walter Heidl mit der Überschrift: »Die ganze E10-Debatte ist doch scheinheilig«. Darin preist Heidl die schöne Zukunft der erneuerbaren Energien aus heimischem Anbau. Und außerdem stimme das ja alles gar nicht, mit der Verknappung und Verteuerung des Nahrungmittelangebotes durch die Energieerzeugung von landwirtschaftlichen Flächen.

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Unschuld der Toleranz

Mittwoch, 19. September 2012

Na gut, dann befasse ich mich eben doch mal mit dem Thema. ZEIT ONLINE schrieb am letzten Wochenende: »Die rechtsextreme Gruppierung Pro Deutschland will das Schmähvideo über den Propheten Mohammed in Berlin vorführen. Innenminister Friedrich will das verhindern«. Es ist nicht verwunderlich, wenn die extrem links gedrillte Journaille bei ZEIT ONLINE alle Vertreter einer anderen Sichtweise als der eigenen mit »rechtsextrem« tituliert. Getreu der einsteinschen Erkenntnis, dass alles relativ sei, sind die Schreiberlinge der ZEIT aus ihrer Perspektive zwangsläufig davon überzeugt. Tatsächlich stellte das Verwaltungsgericht Hamburg mit Urteil vom 5. Februar 2008 jedoch bereits fest, dass die »Bürgerbewegung pro Deutschland« nicht rechtsextrem ist. Und verdonnerte die Hamburger Innenbehörde dazu, eine im Verfassungsschutzbericht 2005 erfolgte Einstufung der Bürgerbewegung als »rechtsextremistisch« wieder zurück zu nehmen. Außerdem sollte sie im folgenden Verfassungsschutzbericht klarstellen, dass diese Behauptung rechtswidrig war. Was die ZEIT ONLINE nicht daran hindert, weiterhin das Adjektiv »rechtsextrem« zu gebrauchen. Aber man weiß ja aus welcher Ecke es kommt.
Siehe: ZEIT ONLINE – Pro Deutschland will Mohammed-Film in Berlin zeigen

Wo wir gerade vorher bei »relativ« und Perspektive waren: Ganz interessant nebenbei, dass die ZEIT einen Artikel über Berlin, Hans-Peter Friedrich und pro Deutschland unter Politik/Ausland einsortiert. Von wo aus wurde denn dieser Beitrag diktiert?

Jyllands Posten - Eine der Mohammed KarikaturenNeuaufguss des alten leidigen Problems. Heuer ging ein angeblich israelischer Filmemacher unter dem Falschnamen Sam Bacile hin und veröffentlichte von den USA aus einen kurzen Trailer für einen zwei Stunden dauernden Film. Den Schauspielern wurde weisgemacht, sie spielten Rollen in einem Dokumentarstreifen der vom Leben in Ägypten vor 2000 Jahren handelt. Doch schnitt man die Aufnahmen nachträglich abweichend vom ursprünglichen Drehbuch zurecht, synchronisierte sie mit neuem Text und gab dem Werk den Titel »Innocence of Muslims«. So entstand daraus ein blutrünstiger Film über die historische Figur Mohammed, wie sie um das Jahr 600 gelebt haben mag. Darin wird Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder, Mörder und so weiter dargestellt. Ich habe das Machwerk – das übrigens schon etliche Monate existiert – noch nicht gesehen. Doch wenn der Film all das enthält, was bisher aus der Geschichtsforschung bekannt wurde, dann hat er genügend Potenzial für lang anhaltende religiöse Unruhen.

Wie üblich wird die leibhaftige Person ihrer Legende nicht gerecht. Dem historischen Jesus wird ja auch immer mal nachgesagt, er sei schwul gewesen. Andere wiederum behaupten, er hätte ein g’schlampiges Verhältnis mit Maria-Magdalena gehabt. Die historische Figur Mohammed deckt sich wiederum nicht mit dem Bild, das sich gläubige Moslems von ihrem Propheten und Religionsstifter Mohammed machen. Aber längst nicht alle Muselmanen kennen einen Unterschied zwischen Religion und wirklichem Leben. Sie leben zu einem großen Teil noch im finstersten Mittelalter, obgleich sie mit Handy telefonieren oder Zugriff auf Computer und Internet haben. Weshalb man auch im Jahre 2012 in vielen islamischen Ländern Unruhen auslösen kann, wann immer man will.

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Wie jetzt? Vagina-Aufstand?

Dienstag, 21. August 2012

Vor 130 Jahren, am 20. August 1882, fand die Uraufführung von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis berühmter »Ouvertüre 1812« statt. Das muss für die damals anwesenden Zuhörer ein wahrhaft bombastisches Klangerlebnis gewesen sein. Gehörten doch neben einem ausgewachsenen Symphonieorchester noch die Glockentürme einer Kathedrale sowie echte Kanonen zur Premieren-Orchestrierung.

Die »Ouvertüre 1812« hatte Tschaikowski für die Weihe der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau geschrieben. Da jedoch in einer orthodoxen Kathedrale weder Symphonieorchester noch Kanonen erlaubt sind fand die Uraufführung auf dem Vorplatz statt. Wie auch neun Monate später die Aufführung bei der Einweihungszeremonie. Der Anlass für den Bau der Christ-Erlöser-Kathedrale war der Sieg Russlands über Napoleons Invasionstruppen im Jahre 1812.

Leider wurde die erste Kathedrale während der Stalin-Ära im Jahre 1931 zerstört. Doch nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in den 1990er Jahren wieder aufgebaut. Vor 12 Jahren, am 19. August 2000, fand die erneute Einweihung der Kathedrale statt. Einen Tag später wurde in der wieder erbauten Christ-Erlöser-Kathedrale die 1918 von den Bolschewisten ermordete Zarenfamilie als Märtyrer heilig gesprochen.

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